Wirtschaft
Digital

Flughafen Zürich testet Solarzäune, kündigt Photovoltaik-Pläne an

Der Flughafen Zürich testet Solarzäune. Eine erste Testanlage wurde neben der Heizzentrale des Flughafens realisiert, um das Potenzial dieser Technologie zu evaluieren. (24. April 2025)
Eine erste Testanlage wurde neben der Heizzentrale des Flughafens realisiert.Bild: Flughafen Zürich AG

Flughafen Zürich testet Solarzäune – und kündigt PV-Offensive an

24.04.2025, 10:4324.04.2025, 15:53

Photovoltaik nicht nur auf Dächern und Fassaden sondern auch an Zäunen: Der Flughafen Zürich hat an einem nicht mehr genutzten, freistehenden Sicherheitszaun neben der Heizzentrale eine erste Testanlage installiert.

Ein wichtiger Bestandteil des Ziels des Unternehmens, bis 2024 netto null unternehmenseigene Treibhausgasemissionen zu erreichen, sei der Ausbau von Photovoltaik-Anlagen, schreibt die Flughafenbetreiberin in einer Medienmitteilung vom Donnerstag.

Was bringt das?

Neben klassischen Solarpanels auf Dächern und an Fassaden teste der Flughafen deshalb nun auch Solarzäune. Diese senkrecht stehenden Photovoltaik-Panels böten zahlreiche Vorteile. Unter anderem ermöglichten sie eine beidseitige Stromproduktion, wodurch ein Mehrertrag von 10 bis 30 Prozent gegenüber herkömmlichen horizontalen Anlagen erzielt werden könne.

Die Stromerzeugung erfolge ausserdem gleichmässiger über den Tag verteilt, schreibt der Flughafen. Gleichzeitig könnten die Panels als Zaun dienen und damit zwei Funktionen erfüllen.

Die Testphase dauert mindestens ein Jahr, um alle Jahreszeiten abbilden zu können. Es soll auch geprüft werden, ob diese Technologie für weitere Standorte infrage komme, wie es in der Medienmitteilung weiter heisst. Beispielsweise bei Parkplätzen.

«Die Produktion von Solarstrom soll bis 2040 im Vergleich zum Jahr 2024 nahezu verzwanzigfacht werden. Damit erhöhen wir einerseits die erneuerbare Energieproduktion, andererseits aber auch den Selbstversorgungsgrad.»
Guido Hüni, Leiter Energie und Dekarbonisierung der Flughafen Zürich AG

Laut Mitteilung sind derzeit auf zwölf Flughafen-Gebäuden PV-Anlagen in Betrieb, unter anderem auf dem Dock E und dem Dach des Kongresszentrums Circle.

Eine erste Machbarkeitsanalyse habe ergeben, dass 40 Dachflächen, darunter verschiedene Ersatzneubauten, für weitere Solar-Anlagen geeignet sein könnten.

Quellen

(dsc/sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Spektakuläre Bilder der Sonnenoberfläche
1 / 9
Spektakuläre Bilder der Sonnenoberfläche
Detailaufnahme einer Lichtbrücke, die den Kernschatten eines Sonnenflecks (Umbra) durchquert. Sie besteht aus heissem Plasma, das aus den sogenannten Konvektionszellen ausserhalb des Flecks aufsteigt, sich abkühlt und zurücksinkt.
quelle: nsf/aura/nso
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Dieses Haus produziert 7x mehr Energie als es verbraucht
Video: srf
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
4 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
4
Fall Collien Fernandes: «Täter haben oft zwei Gesichter»
Sie suchte jahrelang nach dem Täter – und lebte mit ihm zusammen. Der Fall Collien Fernandes zeigt, wie schwer es ist, digitale Gewalt in der eigenen Beziehung zu erkennen. Die Expertin Simone Eymann ordnet ein.
Über Jahre suchte die deutsche Fernsehmoderatorin und Schauspielerin Collien Fernandes nach der Person, die in ihrem Namen Fake-Profile betrieb und sexualisierte Inhalte veröffentlichte. Sie ging davon aus, dass der Täter von ausserhalb kommen müsse. Doch es war ihr eigener Mann, Christian Ulmen, sagt sie und hat Anzeige gegen ihn erstattet. Für Ulmen gilt die Unschuldsvermutung.
Zur Story