DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Bild

Krebs-Diagnose per Fitnessband: Nanopartikel sollen dies ermöglichen. bild: shutterstock

Google X enthüllt Forschungsprojekt

Wann verschreibt uns der Arzt die erste Google-Pille?

Der Internet-Konzern forscht an einer Methode, mit der sich Erkrankungen wie Krebs frühzeitig erkennen lassen. Die Idee: Nanopartikel werden in den Blutkreislauf eingeführt, ein Armband analysiert ihr Verhalten.



Ein Artikel von

Spiegel Online

Ein Team aus Googles Forschungslabor X will es einfacher machen, Herzattacken und Erkrankungen wie Krebs frühzeitig zu erkennen. Laut einem Bericht der BBC arbeitet das Unternehmen an einem Armband, das im Zusammenspiel mit Nanopartikeln Veränderungen im Körper erkennen soll, die auf Gesundheitsprobleme hindeuten. Die Nanopartikel sollen durch das Schlucken einer Tablette in den Blutkreislauf gelangen.

Googles Forschung befindet sich noch in einer frühen Phase, entsprechend vorsichtig sollte man mit der Nachricht umgehen. Schon einige Silicon-Valley-Firmen haben sich vorgenommen, den Gesundheitssektor aufzumischen. Viele Projekte verschwanden aber in der Versenkung oder sehen sich wie die von Google unterstützte Gentest-Firma 23andMe heftiger Kritik ausgesetzt.

Mit seiner Armband-Idee prescht Google nun vor, um Partner zu finden. Das Unternehmen plant, die Technik an Unternehmen zu lizenzieren, damit diese sie auf den Markt bringen können – vermutlich erst in einigen Jahren.

«Es handelt es sich nicht um Verbrauchergeräte», sagt Andrew Conrad, der Leiter von Googles sogenanntem Life-Science-Team, zum Armband-Projekt. «Es sind Medizinprodukte, die verschrieben werden.» Das Thema Datenschutz schneidet Conrad zumindest mit dem Satz an, Google solle durch das Armband «in keiner Form» Teil der Beziehung zwischen Patient und Arzt werden.

Nanopartikel, die sich an Krebszellen heften

Auf einer Konferenz des «Wall Street Journal» hat Conrad beschrieben, welchen Ansatz Google bei seinem Vorhaben verfolgt – die entsprechende Passage zeigt unser Video: 

abspielen

Andrew Conrad erklärt das Nanopartikel-Projekt. video: youtube

Googles Idee zielt darauf, dass sich die Nanopartikel dank beigefügter Antikörper oder Moleküle zum Beispiel an Krebszellen anheften – ein Verhalten, welches das Armband erkennen soll. Nach einem ähnlichen Prinzip soll das Armband auch auf drohende Herzattacken hinweisen können.

Gegenüber der BBC hat sich Paul Workman vom Londoner Institut für Krebsforschung zum Google-Konzept geäussert. «Im Grundsatz ist das toll», wird er zitiert. «Jeder Neueinsteiger mit frischen Ideen ist auf diesem Gebiet willkommen.»

Das grösste Problem sieht Workman in möglichen Fehldiagnosen, etwa wenn das Armband einem eigentlich Gesunden nahelegt, er habe Krebs. Eine «sehr vorsichtige und gründliche Auswertung» sei nötig, bevor eine solche Art Blutüberwachung in grösserem Umfang zum Einsatz kommt.

Google hat im Bereich Gesundheit bereits mit einer Kontaktlinse speziell für Diabetiker auf sich aufmerksam gemacht. Mitte Juli wurde bekannt, dass das Biotechnologie-Unternehmen Novartis die «Smart Lens» genannte Technologie lizenziert hat. Novartis' auf Augenmedizin spezialisierte Tochterfirma Alcon werde damit eigene Produkte entwickeln und vermarkten. 

(mbö)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Huaweis Android-Alternative startet in der Schweiz – diese Geräte erwarten dich

Huawei beginnt mit dem weltweiten Launch seiner Android-Alternative HarmonyOS. Auch in der Schweiz sind einige Geräte mit dem hauseigenen Betriebssystem geplant.

Zwei Jahre ist es her, seit der US-Bann Huawei von Google-Software abgeschnitten hat. Nun bringt der Konzern sein eigenes Betriebssystem HarmonyOS in Stellung. An einer Keynote am 2. Juni hat Huawei die Katze aus dem Sack gelassen und sein neues OS ausführlich vorgestellt. Nebst dem Software-Launch hat der Konzern auch diverse neue Geräte angekündigt, die ab Werk mit HarmonyOS ausgestattet sind. Diese starten auch in der Schweiz.

Huawei kritisiert bei bestehenden Betriebssystemen, dass diese …

Artikel lesen
Link zum Artikel