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Sogar das unruhige Warten nehmen uns die Roboter ab. gif: gifshost

Endlich?

Roboter nehmen uns die Arbeit weg. Endlich!

Intelligente Maschinen nehmen Einzug in unser Arbeitsleben. Nicht nur in der Fabrikarbeit, sondern auch als Buchhalter oder Journalisten. Wir Menschen stehen vor der Herausforderung uns im Wettbewerb mit Robotern zu differenzieren. Die Lösung dafür ist Fantasie und den Mut anders zu Denken.

Stephan sigrist



Mit der Industrialisierung Mitte des 18. Jahrhunderts hat sich die Natur von Arbeit fundamental verändert. Dampfmaschinen und Motoren haben die Produktionskapazitäten massiv erhöht und zu einem enormen Wirtschaftswachstum beigetragen, das in der Folge aber auch grosse soziale Herausforderungen mit sich gebracht hat: Privatleben und Arbeitsleben wurden getrennt, Arbeitsbedingungen verschlechterten sich. Die Antwort darauf waren soziale Innovationen wie die Einführung von Sozialversicherungen und Rechten für Arbeitnehmer.  

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Roboter sind beharrlicher als Menschen. gif: gifshost

Mit der zunehmenden Leistungsfähigkeit von Computern wird derzeit eine Grundlage für den Beginn eines zweiten Maschinenzeitalters gelegt, das die Welt ein weiteres Mal tiefgreifend verändern könnte. Zwar sind Algorithmen noch nicht so weit, dass sie das menschliche Gehirn imitieren können, Roboter haben aber bereits die Fähigkeit, gewisse kognitive Arbeiten zu erledigen, die wir bis vor kurzem für unmöglich gehalten hätten: Das US-Unternehmen Narrative Science beispielsweise entwickelt Programme, die wie Journalisten arbeiten und aus Statistiken, Facebook-Einträgen und Twitterfeeds einfache Berichte über Fussballspiele oder Konzerte erstellen. Und das ist erst der Anfang: Der «Economist» veröffentlichte jüngst eine Liste von Jobs, die künftig von Automaten ersetzt werden. Zuoberst auf der Liste sind Mitarbeiter von Telemarketing-Unternehmen. Aber auch die Jobs von Buchhaltern und Ökonomen sind mit bis zu fast 50% Wahrscheinlichkeit von Robotern oder intelligenten Avataren bedroht. Gute Chancen haben dafür Therapeuten, Jobs in der Wellness-Branche oder Zahnärzte.  

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Lastroboter für Soldaten. gif: giphy

Stephan Sigrist

Stephan Sigrist ist der Leiter des Think-Tanks W.I.R.E und beschäftigt sich in der Schnittstelle von Wissenschaft und Praxis mit dem Wandel in Wirtschaft und Gesellschaft.

Dennoch: Die Risiken dieser Entwicklung sind offensichtlich. Es droht eine massive Zunahme der Arbeitslosigkeit, viele Jobs und Fähigkeiten werden in dieser Form nicht mehr gefragt sein. Vor diesem Hintergrund gilt es, dringend und mit Weitsicht über die Strukturen der Arbeitswelt von morgen nachzudenken und uns auf die neue Konkurrenz durch Roboter einzustellen. Wir müssen die Fähigkeiten von uns Menschen herausschälen, die Computer nicht besitzen: Fantasie und die Fähigkeit mit Kreativität jenseits von repetitiven Tätigkeiten über das naheliegende, logische Hinaus zu denken. Diese Fähigkeiten waren seit Menschengedenken verantwortlich und notwendig für Innovation. Gleichzeitig ist die Aussicht, dass wir unsere Zeit nicht mehr mit dem Abarbeiten von immergleichen Pendenzen verbringen müssen, durchaus positiv. Wir überlassen den Robotern den anstrengenden Teil der Arbeit und konzentrieren uns auf das Denken und setzen unsere Skills dort ein, wo sie tatsächlich zum Tragen kommen, anstatt im Gleichtakt mit Maschinen zu funktionieren. Damit dies gelingt, braucht es auch für die Zukunft soziale Innovationen: Strukturen und Bildungsformen, die freies Denken, Kreativität und Mut fördern, Anreizsysteme in Unternehmen, die Mitarbeiter belohnen, die Neues ausprobieren. Ebenso sind angepasste Rechte für Arbeitnehmer denkbar. Und vielleicht irgendwann auch für die denkenden Maschinen.

Veranstaltung und Ausstellung

Im W.I.R.E.Lab in Zürich diskutieren heute, 3. September 2014, Wissenschaftler mit Unternehmern und diese mit den Teilnehmern; moderiert durch Barbara Bleisch von der SRF-«Sternstunde Philosophie» über die Risiken und Chancen des zweiten Maschinenzeitalters.
Gleichzeitig wird eine Führung durch die Ausstellung Die Zukunft ist unser angeboten, die Szenarien zum Alltag von Übermorgen zeigt.  
Museum Bärengasse, Bärengasse 20 – 22, 8001 Zürich, Türöffnung 18.30. Der Eintritt ist kostenlos, Anmeldung an info@thewire.ch. 

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12Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Benji 05.09.2014 10:20
    Highlight Highlight Es wäre nur logisch, dass der Mensch wirtschaftlich umdenken muss. Wir stehen zwar erst am Anfang dieser Technologien und es konnten schon viele Bereiche automatisiert werden.

    Die meisten Jobs würden eines Tages wirklich ausgehen. Durch die stetige und schnelle Entwicklung würde es zwangsläufig eines Tages dazu führen, dass dem Menschen praktisch alle Arbeit abgenommen werden könnte - wir hätten dann jeden Tag Sonntag. Roboter könnten alles was der Mensch braucht produzieren und im Ernstfall sich selbst reparieren. Womöglich würde das Geld ebenfalls nicht mehr benötigt.
    Wie aber bis dahin?
  • keplan 03.09.2014 20:07
    Highlight Highlight Lustig das Thema kommt alle 5-10 jahre wieder (fast wie 3d tv). An alle die sich Sorgen machen. Wir sind noch lange nicht so weit das Roboter und SW uns im grossen Stil Konkurenz machen können. Den im Unterschied zu Menschen sind Maschinen schlicht und einfach nicht flexibel einsetztbar und für nur eine Aufgabe zu erledigen sind sie normalerweise zu teuer (bzw. die benötigte Menge ist zu klein) daher werden sie höchsten zur ergänzung des Menschen eingesetzt werden
    • iustus 04.09.2014 10:13
      Highlight Highlight Kennen Sie "Google driverless car"? Stellen Sie sich Mal die Arbeitsplätze vor, die im Transportwesen wegfallen werden!
      Und von wegen flexibel einsetzbar... Es gibt heutzutage Roboter, welchen man die kniffligsten Arbeiten beibringen kann indem man dem Roboter den Arbeitsschritt einmal vorführt... Der Roboter registriert die Bewegungen des Menschen und "programmiert sich selbst"! Aber auf keinen Fall sollte man vergessen, dass hier nicht die Roboter mit den Menschen konkurieren, da diese Roboter irgendwem gehören! Daher wird es irgendwann heißen müssen: BEDINGUNGSLOSES GRUNDEINKOMMEN
    • iustus 04.09.2014 11:03
      Highlight Highlight PS: Noch ein zwei aktuelle Beispiele weil es so "schön" ist: Selbstbedienungskassen (es braucht nun nicht mehr 5 Kassierer/innen, sondern nur noch eine/n der die Touchscreens putzt) - - Pflegeroboter (dies ist mal ein positives Beispiel, da es in Zukunft sowieso zu wenig Pflegepersonal geben wird) - - usw. usw.

      Und wie schon erwähnt, ist das Problem nicht, dass die Maschinen den Menschen die Arbeit wegnehmen... Dass Problem ist, dass die Arbeitgeber den Wert, den die Maschinen erwirtschaften NICHT unter den Menschen verteilen.
    • iustus 04.09.2014 13:42
      Highlight Highlight PSS: Noch eine kleine Anmerkung zu 3D-TV (Offtopic): Meiner Meinung nach geht es hier nicht um einen Mehrwert für den Kunden, sondern um die Einnahmen der Kinos bzw. der Filmindustrie. Wenn man einen 3D-Film im Kino mit einer Kamera aufnimmt, kann man die Aufnahmen nicht mehr so gut veröffentlichen wie dies früher mit den 2D-Filmen der Fall war (weniger Downloads und viel mehr Aufwand für die Aufnahmen). Wieso ich darauf komme? Ich kenne praktisch NIEMANDEN der freiwillig 3D-Filme guckt und die Qualität gut findet, daher denke ich nicht, dass es dabei um einen Mehrwert für den Zuschauer geht!
    Weitere Antworten anzeigen
  • AdiB 03.09.2014 18:35
    Highlight Highlight und wie beschäftigt man die immer mehr werdenden arbeitslosen?
    • Fly Boy Tschoko 03.09.2014 20:02
      Highlight Highlight Kürzere Arbeitszeiten. 4-Tage Wochen... Die Arbeit muss besser verteilt werden.
    • AdiB 05.09.2014 14:17
      Highlight Highlight wäre schön..wird man dan aber auch noch gleich entlohnt wie für 5 tage wochen?
  • Zeit_Genosse 03.09.2014 16:47
    Highlight Highlight Wir bauen Maschinen die Maschinen bauen. Diese bauen Maschinen, die sich nicht mehr durch die biologische Begrenzung des Menschen entwickeln können und damit Fähigkeiten haben, die wir nie haben werden. Bei Computern und künstlerischen Intelligenz werden wir herausgefordert, weil kombinatives- und vernetztes-Denken, Chips viel effizienter erledigen und so für uns eine Wirklichkeit gestalten, an die wir uns anzupassen haben. Schon jetzt ist feststellbar, dass die Bio(neuro-)plastizität unser Gehirn an die Art uns Weise der Maschinen anpasst und die Maschinen immer weniger an uns!

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