Digital
Wissen

Universität Zürich: KI hilft gefährliche Bakterien zu erkennen

In Zürich getestet: KI hilft gefährliche Bakterien zu erkennen

In einer Pilotstudie haben Forschende der Universität Zürich erstmals künstliche Intelligenz zur Erkennung von antibiotikaresistenten Keimen eingesetzt.
18.10.2024, 10:1918.10.2024, 13:12

Forschende der Universität Zürich (UZH) haben erstmals generative künstliche Intelligenz zur Erkennung von antibiotikaresistenten Keimen eingesetzt. Für die Interpretation der Labortests wurde das KI-Modell GPT-4 des US-Unternehmens OpenAI verwendet.

Basierend auf diesem KI-Programm schufen die Forschenden ein System, welches an Hunderten von Bakterien getestet wurde und dabei half, Resistenzen gegen lebenswichtige Antibiotika zu erkennen, wie die UZH mitteilte. Das KI-System habe zwar gute Resultate erzielt, sei aber nicht perfekt gewesen.

Menschliche Experten waren laut den Forschenden genauer. Das KI-System könne aber dabei helfen, den Diagnoseprozess zu standardisieren und zu beschleunigen.

KI-Werkzeug unterstützt medizinische Fachpersonen
Mit Antibiotika getränkte Papierblättchen liegen auf einer Petrischale. Je näher Bakterien an das Testblättchen heranwachsen, desto resistenter seien sie, schreibt die Uni (rote Kreise). Treffen die Gradienten zweier verschiedener Antibiotika aufeinander, könne sich ihre Wirksamkeit verstärken (gelbe Pfeile).Bild: Universität Zürich

Dazu Studienleiter Adrian Egli vom Institut für Medizinische Mikrobiologie:

«Antibiotikaresistenzen sind weltweit eine wachsende Bedrohung. Wir benötigen dringend schnellere und zuverlässigere Werkzeuge, um sie zu erkennen. Unsere Forschungsarbeit ist der erste Schritt, um KI in der Routinediagnostik einzusetzen, damit Ärztinnen und Ärzte resistente Bakterien schneller identifizieren können.»

Die Studie zeige, welches Potenzial KI im Gesundheitswesen habe, hiess es weiter. Das System könne letztendlich dazu beitragen, die Variabilität und Subjektivität manueller Auswertungen zu verringern und so die Ergebnisse für die Patienten zu verbessern.

Quellen

(dsc/sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Aktuelle Gefahren und zukünftige Risiken von KI
1 / 13
Aktuelle Gefahren und zukünftige Risiken von KI
Das ist der britisch-kanadische Informatiker und Psychologe Geoffrey Hinton, er gilt als «Pate» der künstlichen Intelligenz. Der renommierte Wissenschaftler warnt aber auch eindringlich vor den aktuellen und zukünftigen Gefahren der neuen Technologie ...
quelle: keystone / noah berger
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Leiter von Männerklinik erzählt: «Männer vergrössern sich den Penis wegen anderer Männer»
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
1 Kommentar
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
1
Zweiter Weltkrieg – erinnern, aber wie?
1995 gedachte die Schweiz des Kriegsendes von 1945, auch mit einem offiziellen Schuldeingeständnis des Bundesrats für die damalige Flüchtlingspolitik. Dass die Rolle der Schweiz im Zweiten Weltkrieg in den folgenden Jahren zu einem Brennpunkt der Schweizer Aussenpolitik würde, ahnte damals niemand.
Geplant war die Geste ja in dieser Form ja nicht. Im Herbst 1994 hatte der Bundesrat eine Parlamentarische Anfrage, wie die Landesregierung den 50. Jahrestags des Endes des Zweiten Weltkriegs zu würdigen gedenke, noch abgewunken. 1989 habe man mit den «Diamantfeiern» anlässlich von 50 Jahren Mobilmachung bereits die Aktivdienstgeneration für ihre Leistungen verdankt.
Zur Story