Frankreichs Ex-Präsident Nicolas Sarkozy sieht sich im Einklang mit Recht und Gesetz. «Ich habe niemals einen Akt gegen den Rechtsstaat verübt», sagte der frühere Staatschef am Mittwoch in einem vom französischen Fernsehen aufgezeichneten Interview.
Gleichzeitig fühlt sich der 59-Jährige von Gegnern verfolgt. In den vorab verbreiteten Auszügen von TF1 und Europe 1 sprach Sarkozy von einer «politischen Instrumentalisierung der Justiz».
Die Staatsanwaltschaft hatte am Mittwoch ein Verfahren wegen des Verdachts der Korruption, der unerlaubten Einflussnahme und Verletzung des Berufsgeheimnisses gegen Sarkozy eingeleitet. Am Vortag war der konservative Politiker 15 Stunden lang in Polizeigewahrsam genommen und den ganzen Tag befragt worden.
Sarkozy, der von 2007 bis 2012 Staatspräsident war, soll einem führenden Staatsanwalt des Landes Unterstützung bei der Bewerbung um einen Beraterposten im Fürstentum Monaco angeboten haben. Im Gegenzug könnte der Jurist Sarkozy über ein anderes Verfahren gegen ihn informiert haben. (pma/sda/afp)