International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
epa07840774 Supporters of Abdelfattah Mourou, vice-president of the Islamist party Ennahda, and presidential candidate cheer during the last day of the presidential campaign in Tunis, Tunisia, 13 September 2019. The first round of the presidential election in Tunisia will be held on 15 September.  EPA/MOHAMED MESSARA

Anhänger von Abdelfattah Mourou, einem der beiden Favoriten. Bild: EPA

Offen wie selten: Tunesien wählt neuen Präsidenten



Rund sieben Millionen Tunesier sind an diesem Sonntag aufgerufen, einen neuen Präsidenten zu wählen. 26 Kandidaten stehen für die Nachfolge des im Juli gestorbenen Staatschefs Beji Caid Essebsi zur Wahl.

Es ist erst das zweite Mal nach dem sogenannten «Arabischen Frühling» von 2011, dass die Tunesier in freier Wahl ihr Staatsoberhaupt bestimmen können. Beobachter schätzen den Ausgang der Wahl als vollkommen offen ein.

Zum ersten Mal durften sich die Kandidaten in einer im Fernsehen und Radio übertragenen Debatte zu wichtigen Positionen äussern. Zu den Favoriten zählen der amtierende Regierungschef Youssef Chahed und der Kandidat der moderat-islamischen Ennahda, Abdelfattah Mourou. Die Partei war unter dem langjährigen Autokraten Zine el Abidine Ben Ali verboten und wurde erst wieder nach dessen Flucht 2011 zugelassen. Sie stellt zum ersten Mal einen eigenen Kandidaten zur Wahl.

epa07840773 Vice-president of the Islamist party Ennahda, and presidential candidate Abdelfattah Mourou speaks during the last day of the presidential campaign in Tunis, Tunisia, 13 September 2019. The first round of the presidential election in Tunisia will be held on 15 September.  EPA/MOHAMED MESSARA

Abdelfattah Mourou zählt zu den Favoriten. Bild: EPA

Viele Sicherheitskräfte

Überschattet wird der Urnengang von der Verhaftung des ebenfalls favorisierten Kandidaten Nabil Karoui. Der Medienunternehmer war vor drei Wochen kurz vor Beginn des offiziellen Wahlkampfs verhaftet worden. Die tunesische Justiz wirft ihm Geldwäsche und Steuerhinterziehung vor. Es wird erwartet, dass keiner der Kandidaten im ersten Wahlgang die absolute Mehrheit erreicht und es zu einer Stichwahl kommt.

Wurde festgenommen: der bislang aussichtsreiche tunesische Präsidentschaftsanwärter Nabil Karoui. (Archivbild)

Nabil Karoui muss sich vor Gericht unter anderem wegen Geldwäsche verantworten. Bild: AP

Mit Slim Riahi und Mohsen Marzouk haben bereits zwei Kandidaten erklärt, sich aus dem Rennen zurückzuziehen. Sie riefen ihre Unterstützer auf, für den bisherigen Verteidigungsminister Abdelkarim Zbidi zu stimmen, der aus dem bürgerlichen Lager als Favorit auf die Stichwahl gilt.

Etwa 100'000 Sicherheitskräfte von Polizei und Militär sollen die Wahl überwachen. Das kleine nordafrikanische Land gilt als Ursprung der arabischen Aufstände von 2011 und hat nach dem Sturz von Machthaber Ben Ali weitreichende demokratische Reformen eingeleitet. Allerdings kämpft das Land mit grossen wirtschaftlichen Problemen. Die Arbeitslosigkeit ist besonders unter jungen Menschen hoch. In drei Wochen wählen die Tunesier zudem ein neues Parlament. (sda/dpa)

Die ältesten Staatsoberhäupter der Welt

Das könnte dich auch interessieren:

Glück vor Geld – Island treibt Wirtschaft der Zukunft voran

Link zum Artikel

Shaqiri erhält nach Traum-Comeback ein Sonderlob von Klopp – und eine Entschuldigung

Link zum Artikel

Ho ho ho! Der Bundesrat schnürt das Budgetpäckli: Dafür gibt er am meisten Geld aus

Link zum Artikel

Das beste Kamera-Handy gibt's jetzt in der Schweiz – wir haben es getestet

Link zum Artikel

Diese Schweizer Organisationen erhalten am meisten Spendengelder

Link zum Artikel

TikTok zensiert Videos von Menschen mit Behinderung – um sie vor Mobbing zu schützen 🤔

Link zum Artikel

Wegen «Wildwest-Modell» von Uber & Co. – warum bald Millionen in den AHV-Kassen fehlen

Link zum Artikel

Alphabet Inc. – das macht der Mega-Konzern hinter Google wirklich

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Das könnte dich auch interessieren:

Glück vor Geld – Island treibt Wirtschaft der Zukunft voran

95
Link zum Artikel

Shaqiri erhält nach Traum-Comeback ein Sonderlob von Klopp – und eine Entschuldigung

18
Link zum Artikel

Ho ho ho! Der Bundesrat schnürt das Budgetpäckli: Dafür gibt er am meisten Geld aus

56
Link zum Artikel

Das beste Kamera-Handy gibt's jetzt in der Schweiz – wir haben es getestet

31
Link zum Artikel

Diese Schweizer Organisationen erhalten am meisten Spendengelder

12
Link zum Artikel

TikTok zensiert Videos von Menschen mit Behinderung – um sie vor Mobbing zu schützen 🤔

4
Link zum Artikel

Wegen «Wildwest-Modell» von Uber & Co. – warum bald Millionen in den AHV-Kassen fehlen

30
Link zum Artikel

Alphabet Inc. – das macht der Mega-Konzern hinter Google wirklich

0
Link zum Artikel

Das könnte dich auch interessieren:

Glück vor Geld – Island treibt Wirtschaft der Zukunft voran

95
Link zum Artikel

Shaqiri erhält nach Traum-Comeback ein Sonderlob von Klopp – und eine Entschuldigung

18
Link zum Artikel

Ho ho ho! Der Bundesrat schnürt das Budgetpäckli: Dafür gibt er am meisten Geld aus

56
Link zum Artikel

Das beste Kamera-Handy gibt's jetzt in der Schweiz – wir haben es getestet

31
Link zum Artikel

Diese Schweizer Organisationen erhalten am meisten Spendengelder

12
Link zum Artikel

TikTok zensiert Videos von Menschen mit Behinderung – um sie vor Mobbing zu schützen 🤔

4
Link zum Artikel

Wegen «Wildwest-Modell» von Uber & Co. – warum bald Millionen in den AHV-Kassen fehlen

30
Link zum Artikel

Alphabet Inc. – das macht der Mega-Konzern hinter Google wirklich

0
Link zum Artikel

Abonniere unseren Newsletter

1
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
1Kommentar anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • giguu 15.09.2019 10:10
    Highlight Highlight Leider wird es Mourou wohl machen... Besonders erschreckend bei der Wahl, an der auch in der Schweiz teilgenommen werden kann ist, wie viele Islamisten hier leben. Dabei würde jemand, der Ahnung von Wirtschaft hat, wie Mehdi Gemaa dem Land viel besser tun als ein Theologe. Gemaa wird jedoch nirgends auch nur mit einem Wort erwähnt... Armes Tunesien!

Dieser Schweizer fand sein Glück im «Nordkorea Afrikas»: «Zu Beginn regnete es fast Geld»

Der Romand Pierre Duperrier machte etwas, was viele Schweizer sich so nie getrauen würden: Er verliess sein schönes, erfolgreiches und gewohntes Leben – weil er noch etwas anderes sehen wollte. So landete er in einem der für uns am schwierigsten fassbaren Länder. Das ist seine Geschichte.

Vielleicht ist Äquatorialguinea nach Nordkorea das verschlossenste Land der Welt. Erdöl hat den Ministaat (eigentlich) reich gemacht, Einreisen gestalten sich schwierig und Tourismus existiert praktisch nicht.

Ich selbst durfte Äquatorialguinea 2015 während dem Afrika-Cup während zwei Wochen bereisen und staunte Bauklötze – und das nicht nur, weil gerade eine komplett neue Hauptstadt mitten im Dschungel aufgebaut wurde, wir einmal mitten auf der Autobahn einen U-Turn machten oder das Land …

Artikel lesen
Link zum Artikel