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Äthiopien: In Tigray droht ein Völkermord – Friedensverhandlungen laufen

In Tigray überschlagen sich die Ereignisse – doch die Katastrophe ist schon da

In Tigray droht ein Völkermord. Jetzt sollen Friedensverhandlungen den Krieg in Äthiopien beenden. Doch die humanitäre Katastrophe ist bereits Realität.
25.10.2022, 10:1026.10.2022, 13:26
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Am Schluss sind sie doch alle gekommen: Am Montag landeten sowohl Vertreter der äthiopischen Regierung als auch von der Volksbefreiungsfront von Tigray in Südafrika, um sich für Friedensverhandlungen gemeinsam an einen Tisch zu setzen. Es war ein langer Weg bis dahin. Ein Weg, der gepflastert ist mit unglaublichem Elend. Und ob der Weg zielführend ist, ist noch offen.

Verhandelt werden soll um Tigray, die nördlichste Verwaltungsregion von Äthiopien. Denn dort tobt seit zwei Jahren ein blutiger Krieg, der die fast 6 Millionen Menschen in der Region in eine humanitäre Katastrophe gestürzt hat. Es ist ein Krieg, den der Friedensnobelpreisträger und Präsident Äthiopiens, Abyi Ahmed, gegen seine eigene Bevölkerung führt.

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Rahwa Mehari ist Ende 2021 vier Jahre alt. Hier liegt sie wegen Unterernährung im Ayder Referral Hospital in Mekele, der Hauptstadt von Tigray.Bild: keystone

Erst letzte Woche sagte der Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Tedros Adhanom Ghebreyesus, ehemaliger äthiopischer Gesundheitsdirektor:

«Es gibt nur noch ein sehr kleines Zeitfenster, um einen Völkermord zu verhindern.»

Tedros Ansprache kam in derselben Woche wie António Guterres Statement, dass die Lage in Tigray ausser Kontrolle gerate.

Nur, der UN-Sicherheitsrat zögert: Dieser erörterte den Konflikt in Äthiopien während einer geschlossenen Sitzung am vergangenen Freitag, gab aber wegen der Uneinigkeit seiner 15 Mitglieder keine Erklärung ab.

Wie sich die Ereignisse um und in Tigray gerade überschlagen:

Der Krieg in der Tigray-Region – ein ganz kurzer Überblick

Rgion Tigray innerhalb Äthiopiens
Die Verwaltungsregion Tigray in Äthiopien.Bild: Wikimedia/watson

Der Tigray-Konflikt hat seine Wurzeln in langjährigen Rivalitäten zwischen regionalen Machtblöcken in Äthiopien. Tiefgreifende Meinungsverschiedenheiten darüber, wie die Macht zwischen den föderalen und regionalen Behörden verteilt werden sollte, befeuerten den Konflikt zwischen der äthiopischen Regierung und der Regionalpartei TPLF.

Die Akteure
Die äthiopischen Streitkräfte (ENDF): Das äthiopische Militär war im Jahr 2020 rund 140'000 Mann stark und somit eine der grössten Armeen Afrikas.

Die Volksbefreiungsfront von Tigray (TPLF): Die TPLF ist eine Partei in der äthiopischen Region Tigray, die auf einer marxistisch-leninistischen Befreiungsbewegung gründet. Die Partei war die beherrschende Kraft der Koalition, die Äthiopien bis 2019 regierte. Die TPLF wurde daraufhin in ihr Stammgebiet zurückgedrängt, das sie ab da mehr oder weniger autonom verwaltete. 2021 beendete die Nationale Wahlkommission Äthiopiens die Registrierung der TPLF als legale Partei.

Die Tigray Defence Force (TDF): Die TDF ist der militärische Arm der TPLF. Sie wurde 2020 mit dem Einfall der ENDF in Tigray ins Leben gerufen.

Die eritreischen Streitkräfte (EPLF): Die EPLF ist das offizielle Militär von Eritrea.

Der Krieg in Äthiopien begann ursprünglich im November 2020. Damals schickte der äthiopische Premierminister Abyj Ahmed äthiopische Truppen in die Region Tigray, da er die dort regierende TPLF beschuldigte, Lager der Bundesarmee angegriffen zu haben. Ein fünfmonatiger Waffenstillstand zwischen regierungsnahen Kräften und Rebellen endete diesen August. Der Krieg hat sich mittlerweile auf die benachbarten Regionen Afar und Amhara ausgeweitet.

Abyjs Kampagne wird von Eritrea unterstützt, das nördlich an Tigray grenzt. Eritrea und Äthiopien waren seit Ende der 90er Jahre bis vor wenigen Jahren verfeindet. Das Beilegen des Konflikts zwischen den beiden Ländern brachte Abyj 2019 den Friedensnobelpreis ein. Und 2020 scheinen sich die beiden Staaten also einen gemeinsamen neuen Feind auserkoren zu haben: die TPLF.

Die aktuellen Friedensverhandlungen

Seit Donnerstag gibt es Hoffnung auf ein Ende des Massakers in Tigray: Abyj verkündete, dass der Krieg «nicht ewig» fortgesetzt werde. Es seien darum Friedensgespräche für Montag, 24. Oktober, geplant, die die Afrikanische Union in Südafrika überwachen werde. Doch dazu müssten erst die «flüchtigen Behörden von Tigray» ihre Teilnahme an den Friedensgesprächen bestätigen.

epa10053614 Ethiopia Prime Minister Abiy Ahmed, attends the 39th Inter Governmental Authority on Development (IGAD) extraordinary summit in Nairobi, Kenya, 05 July 2022. The leaders converged to discu ...
Abiy Ahmed.Bild: keystone

Erst in der Nacht auf Montag reagierte ein Sprecher der TPLF, Kindeya Gebrehiwot – er kündete via Twitter die Ankunft einer Tigray-Delegation zu den Friedensverhandlungen an. Dabei ist die Position der TPLF klar: sofortige Einstellung der Feindseligkeiten, ungehinderter humanitärer Zugang und Rückzug der eritreischen Streitkräfte.

Wie ernst es den äthiopischen Streitkräften und ihren Verbündeten mit dem Frieden ist, ist aber ungewiss. Denn kurz nach der Verkündung, dass Friedensgespräche geplant seien, haben die äthiopischen Streitkräfte mehrere Städte in Tigray eingenommen. Dazu wurde unter anderem ein Luftangriff auf die Stadt Adwa geflogen, der wohl zivile Opfer gefordert hat. Die äthiopische Regierung erklärte zudem, sie habe die Grossstadt Shire eingenommen.

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Dieser Mann ist schwer verletzt oder gestorben bei einem Luftangriff in Mekele, der Hauptstadt der Region Tigray, September 2022.Bild: keystone

Die humanitäre Katastrophe in Tigray

Der Krieg in Tigray hat Tausende von Menschen das Leben gekostet, Millionen aus ihren Dörfern vertrieben und Hunderttausende an den Rand einer Hungersnot gebracht. Frauen und Mädchen werden vergewaltigt, Männer verstümmelt oder verschleppt. Rund fünf Millionen Menschen sind auf Hilfe angewiesen. Dieses Bild malen mehrere Berichte nationaler und internationaler Organisationen.

Fassbar wird das Elend in einer TV-Reportage aus dem Sommer 2022. Gezeigt wird die Realität in Tigray. Die Realität beginnt in der englischen Fassung mit dem Disclaimer: «Warnung. Erschütternde Bilder.»

Zu sehen ist unter anderem ein Kleinkind; ausgezehrt vor Hunger wimmert es in einem Bett. Der Arzt, Tsehaye Alemseged, bescheinigt: Es ist stark unterernährt. Der Arzt sagt:

«Er sollte therapeutische Spezialnahrung bekommen. Aber wir haben keine davon. Darum bekommt er einfach etwas Sauerstoff und Medikamente. Vor sechs Monaten war er bereits einmal hier, wegen starker Unterernährung. Wir haben ihn aufgepäppelt und wieder nach Hause geschickt. Jetzt er wieder hier, denn es gibt kein Essen mehr in der Region.»

Und dann sagt der Arzt noch etwas:

«Wir sind hier, um unseren Patienten beim Sterben zuzusehen. Nichts sonst.»

In einer anderen Einstellung weint ein Mann, der auf einem Mäuerchen sitzt. Er zeigt auf eine Ansammlung von Frauen und Kindern, die vor einer Kirche stehen und Flaschen mit Weihwasser entgegennehmen. Der Mann sagt:

«Sie trinken das Weihwasser. Um ihre Mägen zu füllen.»

Hier kannst du die Doku sehen:

Debrestion Gebremikael, Präsident der Tigray-Region sowie Vorsitzender der TPLF, sagt in der Dokumentation:

«Sie haben beschlossen, uns zu töten, uns auszulöschen.»

Die mutmasslichen Kriegsverbrechen, die zur humanitären Katastrophe führten

Eine Untersuchung von September 2022 ergab, dass alle am Tigray-Krieg beteiligten Parteien Verstösse begangen hätten, die als Kriegsverbrechen verurteilt werden könnten: Hunger wird als Waffe eingesetzt, sexuelle und mutwillige Gewalt zerstört Leben, Existenzen und zivile Infrastruktur.

Die äthiopische Regierung hat Tigray mittlerweile hermetisch abgeriegelt. Sie und ihre Verbündeten blockieren weiterhin den Handelsverkehr in die Region, die Treibstofflieferungen bleiben extrem eingeschränkt und die Strom-, Telekommunikations- und Bankdienstleistungen bleiben unterbrochen. Jetzt sind sogar die humanitären Massnahmen wieder ausgesetzt.

Informationen über die mutmasslichen Massenmorde und das Leid der fünf Millionen Bewohner gelangen darum nur sehr schwer nach draussen.

«Alle wissen, dass es hier ein riesiges Problem gibt. Aber sie sprechen nur über das Problem, nicht über die Lösungen.»
Dr. Tsehaye Alemseged

Hunger als Waffe

Hunger ist eine der Waffen, die menschenrechtswidrig eingesetzt werden im Krieg. Auf einer Hungersnot-Skala von eins bis fünf sei Tigray bereits letztes Jahr bei einer Vier angelangt, schätzt das Hilfswerk USAID. Mehr humanitäre Katastrophe geht fast nicht mehr. Oder?

Und für die Hungersnot in Tigray verantwortlich seien die äthiopische und die eritreische Regierung, kam die World Peace Foundation zum Schluss. Die Organisation führte mannigfaltige Beweise für ihre Annahme auf. Die Autoren argumentierten, «dass das Hungern beabsichtigt, systematisch und weit verbreitet war».

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Mariyem ist ausgezehrt vor Hunger, 11. Mai 2022.Bild: keystone

Als Taktiken, um diesen Hunger herbeizuführen, werden in diesem und in weiteren Berichten von Menschenrechtsorganisationen sowohl Plünderungen als auch das Verbrennen von Ernten aufgeführt. Der Zugang zu Dünger werde der Bevölkerung durch Blockaden verunmöglicht.

Das Plündern von Autos, Generatoren, Lebensmittelvorräten, Rindern, Schafen und Ziegen sei durch die Streitkräfte wohl systematisch durchgeführt worden. Und somit ein Verstoss gegen das internationale Strafrecht, sagt Alex de Waal, Geschäftsführer der World Peace Foundation. Denn «einem Kriegführenden ist es verboten, Gegenstände zu entfernen, zu zerstören oder nutzlos zu machen, die für das Überleben der Zivilbevölkerung unentbehrlich sind».

Die äthiopische Regierung habe zusammen mit verbündeten Streitkräften gezielte Anstrengungen unternommen, um der Region Tigray «den Zugang zu grundlegenden Dienstleistungen [...] und humanitärer Hilfe» zu verweigern, heisst es in einem weiteren Bericht, der im September dem UN-Menschenrechtsrat vorgelegt wurde. So würden Lebensmittellager von Nichtregierungsorganisationen von den äthiopischen und eritreischen Streitkräften belagert, sobald sie eine Stadt eingenommen hätten, sagte ein humanitärer Helfer der Nachrichtenagentur AP.

Treibstoffmangel und Stromausfall erschwerten die Verteilung von Hilfsgütern weiter, so die ägyptische Tageszeitung «Al Ahram» in einer Reportage. Und auch Menschen, die theoretisch über Geld verfügten, verhungerten, da ihnen seit zwei Jahren keinen Zugang zu ihren Konten gewährt werde, wie auch Tedros bestätigt.

Medhin Gereziher, 1, is treated for malnutrition at the Ayder Referral Hospital in Mekele, in the Tigray region of northern Ethiopia Tuesday, Oct. 4, 2022. Babies are dying in their first month of lif ...
Medhin Gereziher schreit. Sie wird gegen Unterernährung behandelt im Ayder-Referral-Spital – einer der einzigen Gesundheitseinrichtungen der Region, die noch mit Medikamenten versorgt ist. Bild: keystone

Zerstörung von medizinischer und ziviler Infrastruktur

Zu den mutmasslichen Kriegsverbrechen in Tigray gehört auch die Zerstörung ziviler Objekte wie Spitälern.

Human Rights Watch erklärte bereits früh im Krieg, dass äthiopische Streitkräfte Artillerieangriffe gegen Spitäler, Schulen und Märkte in den Städten Mekele, Humera und Shire führten. Heute ist aufgrund der Blockaden und der Zerstörung nur noch ein Spital in der Lage, wenigstens die nötigste medizinische Hilfe anzubieten: das Ayder-Referral-Spital in der Hauptstadt der Region, Mekele.

Behandelbare Krankheiten wie Tuberkulose, HIV oder Diabetes seien in Tigray mittlerweile sichere Todesurteile, sagte Tedros in seiner Ansprache vergangene Woche.

Selam Mulu, 2, is treated for malnutrition at the Ayder Referral Hospital in Mekele, in the Tigray region of northern Ethiopia, Tuesday, Oct. 4, 2022. Babies are dying in their first month of life at  ...
Sie hatte Glück: Die zweijährige Selam Mulu bekommt im Oktober eine Behandlung gegen Mangelernährung im Ayder-Referral-Spital – einer der einzigen Gesundheitseinrichtungen der Region, die noch mit Medikamenten versorgt ist. Bild: keystone

Die Tigray-Streitkräfte wiederum wenden dieselbe Taktik bei einer Offensive in den Nachbarregionen Afar und Amhara an. In einer Mitteilung der Äthiopischen Menschenrechtskommission (EHCR) vom März 2022 heisst es:

«Die Tigray-Streitkräfte führten weit verbreitete und organisierte Plünderungen und Zerstörungen durch […]. Insgesamt haben 2409 Gesundheitseinrichtungen ihren Betrieb aufgrund von Zerstörung, Beschädigung und Plünderung eingestellt. Darüber hinaus wurden insgesamt 1090 Schulen vollständig zerstört, während 3220 teilweise beschädigt wurden.»

Sexuelle Gewalt

Kürzlich veröffentlichte die Nachrichtenagentur AP Auszüge aus einem internen Dokument, aus dem hervorgeht, dass allein in der Stadt Sheraro im Nordwesten Tigrays rund 40 Mädchen und Frauen im Alter zwischen 13 und 80 Jahren vergewaltigt wurden. Das Dokument berichtet von acht weiteren Vergewaltigungen, «einschliesslich Gruppenvergewaltigungen», im Bezirk Tselemt.

Die Täter und der Zeitraum werden im Bericht nicht genannt. Aber: Diplomatischen Quellen zufolge haben eritreische und äthiopische Truppen letzten Monat die Kontrolle über Sheraro übernommen.

Mutwillige Gewalt

Ein Bericht von Amnesty International über mutwillige Gewalt lässt Augenzeugen sprechen. Sie erzählen, wie eritreische und äthiopische Truppen bei einer Offensive die Stadt Axum eingenommen haben. Deprose Muchena, der Leiter für Ostafrika und das südliche Afrika bei Amnesty International, sagte damals:

«Darüber hinaus haben eritreische Truppen randaliert und systematisch Hunderte Zivilisten kaltblütig getötet, was nach einem Verbrechen gegen die Menschlichkeit aussieht.»

Ein Bewohner der Stadt berichtete Amnesty, er habe durch sein Fenster beobachtet, wie eritreische Soldaten sechs Männer auf der Strasse aufgereiht und mit einem automatischen Gewehr von hinten erschossen hätten.

Women and children wait under the shade of an umbrella at a food distribution site in the town of Adi Mehameday, in the western Tigray region of Ethiopia, Saturday, May 28, 2022. Hunger is tightening  ...
Frauen und Kinder warten auf Hilfslieferungen, Adi Mehameday, 28. Mai 2022.Bild: keystone

Es steht der Vorwurf im Raum, dass Beamte und Streitkräfte der Region Amhara «ethnische Säuberungen» an der tigrayischen Bevölkerung durchgeführt hätten: «Ganze Dörfer wurden stark beschädigt oder vollständig ausgelöscht.» Dies geht aus einem internen Bericht der US-Regierung hervor, den die «New York Times» auswertete.

Einige Kriegsverbrechen sollen wohl vertuscht werden, denn es sei damit begonnen worden, Massengräber ethnischer Tigrayaner systematisch auszuheben und die Leichen zu verbrennen, so die BBC im Mai 2022. Dieser Vorgang sei nur einige Tage nach der Genehmigung der Finanzierung einer UN-Untersuchung von Kriegsverbrechen im Tigray-Krieg dokumentiert worden (gegen die Äthiopien gestimmt hatte).

Auf der anderen Seite zeigt ein Bericht der Amhara Association of America von vergangener Woche, dass die Streitkräfte von Tigray seit August in der Region Raya Kobo, die an Tigray grenzt, Zivilisten verschleppen, töten und vergewaltigen. Eine Auswertung von Satellitenbildern bestätige zudem, dass die TDF absichtlich ein Dorf in der Region Amhara niederbrannte.

Young Tigrayan children play in a classroom where they now live at a camp for the internally-displaced in an elementary school in Mekele, in the Tigray region of northern Ethiopia Monday, May 10, 2021 ...
Kinder aus Tigray spielen in einem Klassenzimmer, in dem sie als Vertriebene untergekommen sind.Bild: AP

Die äthiopische Regierung hat wiederholt bestritten, humanitäre Hilfslieferungen nach Tigray zu blockieren oder Zivilisten ins Visier zu nehmen. Sie erklärte vergangene Woche, dass ihre Streitkräfte die Menschenrechte achteten.

Die aktuell laufenden Friedensgespräche könnten Raum schaffen, damit die mutmasslichen Kriegsverbrechen verurteilt und geahndet werden. Und einen Völkermord in Tigray gerade noch rechtzeitig abwenden.

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«Seit dem Ausbruch des Krieges weiss ich nicht, wo meine Familie ist»
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55 Kommentare
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Lagi
25.10.2022 10:27registriert Mai 2022
Man könnte jetzt finden friedensnobelpreisträger und massenmörder etc……

Aber am Ende ist es einfach nur schlimm und es beelendet mich dieser hass und leid überall auf der welt.
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Skunk42
25.10.2022 10:39registriert Februar 2022
Der Grund warum man hier kaum was davon liest, dürfte sein, dass der Impact auf die Industriestaaten gering ausfallen dürfte. Die Region ist für diese weder grosser Zulieferer oder Abnehmer irgendwelcher Waren.
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Ironiker
25.10.2022 11:45registriert Juli 2018
Verstösst gegen die Menschenrechtskonvention, Kriegsrecht, etc.

Das ist alles nur bla bla und das Papier nicht Wert auf dem es geachrieben ist. Jene die das einhalten fangen erst gar keinen Krieg an, und den anderen geht ea am Allerwertesten vorbei. Im Gegenteil: Es ist Bestandteil der Kriegstaktik.
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55
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