DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

200 Tote bei Vergeltungsangriff im Sudan – Spitäler und Markt in West-Darfur zerstört

28.04.2022, 06:56

Bei gewaltsamen Zusammenstössen in der sudanesischen Krisenregion Darfur sind in den letzten Tagen mehr als 200 Menschen getötet worden. Nach Angaben der Regionalregierung vom Mittwoch wurden binnen drei Tagen mindestens 213 Menschen getötet.

«Ich bin entsetzt», erklärte die Uno-Hochkommissarin für Menschenrechte, Michelle Bachelet. Sie forderte unparteiische und unabhängige Untersuchungen der Angriffe.

Die Zusammenstösse erreigenten sich in West-Darfur.
Die Zusammenstösse erreigenten sich in West-Darfur.Bild: keystone

Die Gewalt war am Freitag ausgebrochen, als bewaffnete Kämpfer arabischer Stämme Dörfer der Massalit angriffen, einer ethnischen afrikanischen Minderheit. Es handelte sich offenbar um Vergeltung für den Tod zweier Stammesmitglieder.

Schwerpunkt war zunächst die Region Krink rund 80 Kilometer von El Geneina, der Hauptstadt der Region West-Darfur, entfernt. Am Mittwochabend berichtete Adam Regal, Vertreter einer Hilfsorganisation vor Ort, auch von heftigen Schiessereien in El-Geneina selbst.

Mehr als tausend Kämpfer des arabischen Riseigat-Stamms waren am Sonntag nach Uno-Angaben in die 500'000 Einwohner zählende Stadt Krink eingefallen. Sie griffen demnach Spitäler an, zerstörten eine Polizeistation und brannten einen Markt nieder.

Ärzte ohne Grenzen (MSF) zufolge wurde auch medizinisches Personal getötet. Angesichts der Gewalt setzte die Uno ihre Nahrungsmittelhilfe für mehr als 60'000 Menschen in der Region aus. (yam/sda/afp)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Massenproteste im Sudan: Präsident al-Baschir verhaftet

1 / 14
Massenproteste im Sudan: Präsident al-Baschir verhaftet
quelle: lana haroun/@lana_hago
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Hier werden Flüchtlinge mit offenen Armen aufgenommen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

4 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
4
Diskriminierung von Schwangeren und Behinderten? Bundesstaat New York verklagt Amazon

Der weltgrösste Online-Versandhändler Amazon ist im US-Bundesstaat New York mit einer Diskriminierungsklage konfrontiert. Der Konzern soll Schwangere und Menschen mit Behinderungen benachteiligen. Amazon zeigte sich in einem Statement überrascht.

Zur Story