International
Afrika

27 Leichen in Sambia entdeckt – Vermutlich beim Transit erstickt

27 Leichen in Sambia entdeckt – Vermutlich beim Transit erstickt

11.12.2022, 21:2111.12.2022, 21:21

Die Polizei in Sambia hat in der Hauptstadt Lusaka die Leichen von 27 mutmasslich illegal eingereisten Menschen aus Äthiopien oder Somalia aufgefunden. Eine Person, die noch am Leben war, wurde ins Universitätskrankenhaus gebracht, wie Polizeisprecher Danny Mwale der Deutschen Presse-Agentur sagte. Die Menschen seien vermutlich bei einem Transport erstickt. Die genauen Umstände blieben zunächst unklar.

Das südafrikanische Land mit seinen gut 18 Millionen Einwohnern kämpft seit Jahren gegen illegalen Menschenhandel. Dem Flüchtlingshilfswerk UNHCR zufolge hat Sambia mehr als 105'000 Flüchtlinge aus benachbarten Ländern wie dem Kongo, Burundi, Angola und Ruanda aufgenommen.

Im regionalen Vergleich gilt das Land als politisch eher stabil. 2021 erlebte Sambia einen friedlichen Machtwechsel, hat aber mit vielen Problemen zu kämpfen - wie verbreiteter Armut, Mangelernährung sowie den Folgen des Klimawandels. Ende 2020 musste Sambia seine Zahlungsunfähigkeit gegenüber seinen internationalen Gläubigern erklären. (sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Sachsen-Anhalt: AfD nominiert Tillschneider für hohen Posten
Am Dienstag wird das neue Landtagspräsidium im ostdeutschen Bundesland Sachsen-Anhalt gewählt. Die AfD schlägt einen Abgeordneten als Vizepräsidenten vor, der mehrfach polarisiert hat.
Die sachsen-anhaltische AfD-Landtagsfraktion hat ihren Abgeordneten Hans-Thomas Tillschneider für das Amt des Vizepräsidenten im Landtag vorgeschlagen. Der Beschluss sei einstimmig gefallen, sagte Co-Fraktionschef Oliver Kirchner in Magdeburg nach der Fraktionssitzung der AfD. Er habe noch keine Signale vom BSW zur Personalie, so Kirchner.
Zur Story