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Ugandas Präsidentschaftskandidat Bobi Wine: Entführungsversuch entkommen

Ugandas Präsidentschaftskandidat: Entführungsversuch entkommen

17.01.2026, 13:3817.01.2026, 13:38

Ugandas Präsidentschaftskandidat Bobi Wine ist eigenen Angaben zufolge einem Entführungsversuch staatlicher Sicherheitskräfte entkommen. «Ich möchte bestätigen, dass ich ihnen entkommen konnte», schrieb Wine, ein ehemaliger Musiker, der mit bürgerlichem Namen Robert Kyagulanyi heisst, auf X. Wenige Stunden zuvor hatte Wines Oppositionspartei National Unity Platform (NUP) mitgeteilt, Wine sei nachts von einem Armeehelikopter gewaltsam verschleppt worden.

epa12651159 Uganda's opposition leader Robert Kyagulanyi, popularly known as Bobi Wine (L), and his wife Barbra Itungo (R), prepare to vote during the presidential elections at the Kamwokya in Ka ...
Ugandas Oppositionsführer Robert Kyagulanyi, besser bekannt als Bobi Wine (l.), und seine Frau Barbra Itungo (r.).Bild: keystone

Der 44-jährige Wine bestätigte, Militär und Polizei hätten seine Residenz überfallen, wo er bereits seit Donnerstag unter Hausarrest stand. Die Eindringlinge hätten demnach die Stromversorgung unterbrochen und Überwachungskameras abgeschaltet. Ein Hubschrauber sei über seinem Haus gekreist. Wine halte sich nun nach eigenen Angaben versteckt, während seine Frau und andere Familienmitglieder weiter unter Hausarrest stünden.

Das ostafrikanische Land mit rund 50 Millionen Einwohnern hatte am Donnerstag einen Präsidenten und ein Parlament gewählt. Der 81 Jahre alte Amtsinhaber Yoweri Museveni, der seit 40 Jahren in Uganda regiert, strebt eine siebte Amtszeit als Präsident an. Sein schärfster Rivale ist der besonders bei jungen Leuten beliebte Wine. Diese stellen demografisch die Mehrheit der Bevölkerung.

Internetsperre und Vorwürfe des Wahlbetrugs

Die Opposition wirft der Regierung Wahlbetrug vor. Diese hat bereits seit Dienstagabend das Internet gesperrt und der Zugang zu sozialen Medien blockiert. Zudem verbot die Regierung Journalisten, über eventuelle Proteste und Unruhen zu berichten. Aktivisten hatten schon im Wahlkampf Repressionen gegen Oppositionskandidaten und ihre Anhänger kritisiert. Das UN-Menschenrechtskommissariat äusserte Besorgnis über «unzulässigen Einschränkungen» der Opposition durch staatliche Sicherheitskräfte.

Die staatliche Wahlkommission verkündete am Freitag nach Auszählung von etwa der Hälfte der abgegebenen Stimmen, Museveni liege mit rund 74 Prozent vorn, gefolgt von Wine mit etwa 22 Prozent der Stimmen. Das endgültige Ergebnis wird am Samstag erwartet. (hkl/sda/dpa)

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