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Stolpert Trump über seine schmutzigen Wahlkreis-Tricks?

Stolpert Trump über seine schmutzigen Tricks? Bild zeigt US-Präsident Donald Trump in Kacheln aufgeteilt wie bei einem Staat, der mit dem Gerrymandering aufgeteilt wurde.
Bild: watson/keystone
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Stolpert Trump über seine schmutzigen Wahlkreis-Tricks?

Mit dem Gerrymandering könnten die Republikaner bei den Zwischenwahlen mehr verlieren als gewinnen.
12.05.2026, 13:4012.05.2026, 13:40

Wie tief kann Donald Trump in den Umfragen noch sinken? Inzwischen sind seine Beliebtheitswerte tiefer als diejenigen von Richard Nixon vor Watergate. Das verspricht wenig Gutes für den Präsidenten: Alles deutet auf einen Erdrutsch-Sieg der Demokraten bei den Zwischenwahlen hin. Nicht nur das Abgeordnetenhaus, sondern auch der Senat könnten wieder in ihre Hände fallen.

Trump muss zwar nicht um seine eigene Wiederwahl fürchten, doch er wird zu einer lahmen Ente, will heissen: Er kann nur noch mit präsidialen Verordnungen regieren und muss vor allem fürchten, dass die Demokraten Untersuchungen starten werden, die seine korrupten Geschäfte unter die Lupe nehmen und ihm möglicherweise ein drittes Impeachment-Verfahren anhängen werden.

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Hat einen Gerrymandering-Krieg angezettelt: Donald Trump.Bild: keystone

Bis vor Kurzem hat wenig darauf hingedeutet, dass Trump und die Republikaner die drohende Niederlage mit politischen Erfolgen hätten verhindern können. Deshalb versuchen sie es jetzt mit schmutzigen Tricks, genauer mit dem sogenannten Gerrymandering. Hinter diesem Begriff versteckt sich das Vorgehen, die Wahlbezirke in einem Bundesstaat so aufzuteilen, dass der Sieg eines bestimmten Kandidaten fast sicher ist.

Anders ausgedrückt: Das Gerrymandering erlaubt es, dass nicht mehr die Bürgerinnen und Bürger ihre Politiker auswählen, sondern die Politiker ihre Wählerinnen und Wähler.

Eigentlich ist Gerrymandering nur nach einer Volkszählung üblich. Diese wird alle zehn Jahre durchgeführt und hat zur Folge, dass die Anzahl der Abgeordneten, die jedem Bundesstaat zustehen, festgelegt wird. Die einzelnen Bundesstaaten können dann die Aufteilung der Bezirke bestimmen. Die nächste Volkszählung wird erst 2030 stattfinden.

Doch Trump hält wenig von Tradition und Gesetzen. Deshalb hat er Texas angeordnet, mittels Gerrymandering dafür zu sorgen, dass die Republikaner bei den kommenden Zwischenwahlen fünf weitere Sitze gewinnen. Damit hat er einen veritablen Gerrymandering-Krieg ausgelöst.

Zuerst hat Kalifornien reagiert und mit einer Volksabstimmung beschlossen, seine Wahlbezirke ebenfalls neu so festzulegen, dass die Demokraten ihrerseits ebenfalls fünf Sitze gewinnen. Als der Bundesstaat Virginia Gleiches tat, schienen Trump und die Republikaner gar zunächst ein Eigengoal geschossen zu haben.

Governor Gavin Newsom speaks about the sexual assault allegations against Cesar Chavez during a press conference at San Lorenzo High School, Wednesday, March 18, 2026, in San Lorenzo, Calif. (AP Photo ...
Als zurückgeschlagen: Gavin Newsom, Gouverneur von Kalifornien.Bild: keystone

Inzwischen sieht alles wieder ganz anders aus. Und dies aus zwei Gründen: Einerseits hat der Oberste Gerichtshof des Bundesstaates Virginia die Volksabstimmung aus formalen Gründen für ungültig erklärt und damit auch die Aussicht der Demokraten auf sichere Sitzgewinne. Andererseits hat der nationale Supreme Court ein noch viel weitreichenderes Urteil gefällt: Er hat ein Gesetz aufgehoben, das dafür gesorgt hat, dass in den Südstaaten den Schwarzen eine angemessene Repräsentation gesichert wurde.

Es handelt sich um einen Teil des Voting Rights Acts, des 1965 beschlossenen Gesetzes, das die Unterdrückung der schwarzen Stimmen vor allem in den Südstaaten korrigiert hat. Mit dem Urteil des konservativen Supreme Court ist es diesen Staaten nun wieder möglich, ihre Wahlbezirke so aufzuteilen, dass die Stimmen der Schwarzen in der weissen Mehrheit untergehen.

Die Südstaaten machen denn auch umgehend von diesem Urteil des Supreme Courts Gebrauch. In Louisiana wurden gar die bereits laufenden Vorwahlen vom republikanischen Gouverneur gestoppt. In Tennessee wurde derweil der Wahlkreis von Memphis, einer mehrheitlich von Schwarzen bewohnten Stadt, so zerstückelt, dass ihre Stimmen in der mehrheitlich von Weissen bewohnten Umgebung keine Bedeutung mehr haben. Ähnliches ist in Alabama und Arkansas geplant. In Florida hat Gouverneur Ron DeSantis innerhalb von Stunden ein ähnliches Gesetz durch den republikanisch dominierten Senat geboxt.

Trumps Koalition zerfällt

Wird es Teflon-Trump also einmal mehr gelingen, mit schmutzigen Tricks zum Ziel zu gelangen? Eher nicht. Die Wahlen 2024 hat er gewonnen, weil es ihm gelungen ist – und weil sich die Demokraten oberdämlich verhalten haben –, eine Koalition zu schmieden, in der nicht nur die MAGA-Fans vertreten waren, sondern überdurchschnittlich viele Schwarze, Hispanics und Junge.

Diese Koalition zerfällt, dafür gibt es eine Reihe von Gründen. Und mit dem Gerrymandering treibt Trump die Demokraten zur Weissglut, ihre Wählerinnen und Wähler jedoch auch zur Wahlurne. Viele Unabhängige werden diesmal ebenfalls an den Zwischenwahlen teilnehmen. Sie sind frustriert, weil Trump seine Wahlversprechen krass verletzt und die Wirtschaft nicht auf Touren kommt. Die MAGA-Basis hingegen ist wenig motiviert, schliesslich steht ihr Idol nicht auf dem Wahlzettel.

Dabei will Trump mit dem Gerrymandering sicherstellen, dass die Republikaner an der Macht bleiben, selbst wenn eine Mehrheit für die Demokraten stimmt. Er könnte sich damit selbst ins Knie schiessen, denn inzwischen sind selbst sicher geglaubte republikanische Wahlbezirke nicht mehr sicher. Aus Ungarn lässt ein gewisser Viktor Orban grüssen.

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Rannen
12.05.2026 13:58registriert Januar 2018
Es wäre sehr befriedigend wenn endlich sein Ende eingeläutet wird! Folgend Untersuchungen Impeachment und Knast.
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Frizbee
12.05.2026 14:30registriert März 2022
Das sollte uns alles nicht mehr interessieren. Die Amerikaner haben es so gewollt. Wir sollten die USA einfach isolieren, nichts mehr da kaufen und auch nichts in die USA verkaufen und nicht mehr in die USA reisen. Mit Nordkorea ging das ja auch.
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D.Enk-Zettel
12.05.2026 14:28registriert Oktober 2021
es käme einem Feiertag gleich, wenn Dony zu einer lahmen Ente mutieren würde. Diese Schmach würde den Obernarzissten bis ins Herz und noch tiefer treffen.. Das wichtigste aber wäre aber endlich gerichtlich gegen diesen Jerk vorgehen zu können.
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