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Unvollständige Beweisaufnahme – warum Köppels Chemnitz-Repo durchfällt

Wenn politische Kontrahenten die Realität nach ihrem Gusto umdeuten, muss der Reporter Richter sein.



Ein 22-jähriger irakischer Asylbewerber ersticht am Stadtfest in Chemnitz mutmasslich einen 35-jährigen deutschen Familienvater. Der Asylbewerber ist mehrfach vorbestraft und hätte bereits abgeschoben sein müssen.

In der Woche darauf mobilisierten Gruppierungen wie die AfD, Pegida, die rechtsextreme Pro Chemnitz oder die Hooligan-Gruppierung Kaotic Chemnitz Kundgebungen mit teils mehreren tausend zumeist unauffälligen Teilnehmern, die ihrem Unmut über die für ihren Geschmack zu lasche Asylpolitik der Regierung Merkel Luft machen wollen.

«Adolf-Hitler-Hooligans»

Die Reportage von der grössten Kundgebung am 1. September und das zugehörige Editorial von «Weltwoche»-Chefredaktor Roger Köppel zeichnen das Bild einer sächsischen Bevölkerung, die wütend, aber friedlich gegen eine Übervorteilung durch Berlin protestiert und wegen vereinzelter Neonazis von ebenjener Regierung und den Weltmedien unfairerweise als «Nazi»-Bundesland abgestempelt werde.

In Reportage und Editorial ausgelassen oder gar bestritten sind per Video und Foto mehrfach gut dokumentierte Angriffe auf Migranten, Journalisten und Polizisten, das Zeigen des Hitler-Grusses und anderer verfassungswidriger Symbole sowie Parolen wie «Wir sind die Fans – Adolf-Hitler-Hooligans», «Ausländer raus!» oder «Nationaler Sozialismus – Jetzt».

Diese antidemokratischen Auswüchse der straff organisierten rechtsradikalen Kräfte in Sachsen sind in der Chemnitz-Reportage der «Weltwoche» ebenso unerwähnt wie die Tatsache, dass die AfD hinsichtlich der bevorstehenden Landtagswahlen in Bayern und Hessen ein vitales Interesse daran hat, mit dem Asylthema Wähler von CDU und CSU abzuwerben. Ebensowenig ist erwähnt, dass in Sachsen das Mordkommando NSU auch dank der Nachlässigkeit der Behörden zu lange unbehelligt operieren konnte. Und auch nicht erwähnt ist, dass ein Mitarbeiter im Justizvollzug den Haftbefehl gegen einen der Tatverdächtigen vom 26. August fotografiert und Pro Chemnitz zu Propagandazwecken zur Verfügung gestellt hatte.

Kleinster gemeinsamer Nenner der Debatte

Diese Fakten einfach wegzulassen, macht den thukydideischen Effort des «Weltwoche»-Chefredaktors, sich vor Ort und in allen Lagern über die Geschehnisse zu informieren, weitgehend zunichte. Jedenfalls dann, wenn man unter journalistischer Arbeit eine Tätigkeit versteht, die es einer demokratischen Bevölkerung ermöglichen soll, einen lösungsorientierten Diskurs zu Problemen und Herausforderungen ihrer Zeit zu führen.

Dies ist nur dann möglich, wenn die Realität der kleinste gemeinsame Nenner der Diskussion ist. Was passiert, wer macht was, cui bono und was sind Rahmenbedingungen und Vorgeschichte?

Nur wenn darüber ein Mindest-Konsens herrscht, können wir politische Debatten führen, Deutungen der Geschehnisse verargumentieren und Haltungen dazu nachvollziehbar vermitteln beziehungsweise verstehen und uns selbst eine Meinung bilden.

Erst die Beweise, dann das Urteil

Im derzeitigen politischen Klima, in dem die Kontrahenten selbst gut dokumentierte Sachverhalte glatt leugnen, nach ihrem Gusto umdeuten, «alternative Fakten» präsentieren und den Rest als «Fake News» abtun, kommt die Aufgabe des Reporters oder des Chefredaktors im Feld derjenigen des Richters nahe:

Erst vollständige Beweisaufnahme, dann Beurteilung des Sachverhalts.

Diese Analyse erschien unter dem Label Gegenrede zuerst in der «Weltwoche» vom 13.9.2018.

Rechtsextreme in Chemnitz bedrohen Journalisten

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Video: watson/felix huesmann, lia haubner, marius notter

Demonstrationen im Chemnitz 1.9.2018

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72
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72Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Barracuda 14.09.2018 14:12
    Highlight Highlight Warum wurden hier dermassen viel Kommentare aufgeschaltet, die dann doch nachträglich zensiert werden?
    0 1 Melden
  • Barracuda 14.09.2018 14:08
    Highlight Highlight Thukydideisch"? WTF?! :-) Das ist jetzt mal wieder so ein Wort, wo es dem Verfasser in erster Linie darum geht, zu beeindrucken (wieso auch immer). Ansonsten würde man wohl kaum einen Ausdruck wählen, den 99 % nicht verstehen.
    1 0 Melden
  • Mizzi 14.09.2018 07:06
    Highlight Highlight "macht den thukydideischen Effort"...
    ... Wenn sogar der Chefredaktor Fremdwörter googelt 🤣

    Allerdings habe ich die Definition nicht gefunden im Google... Was heisst das überhaupt? 😛

    Und redet ihr bei Watson alle so? 🤣
    24 4 Melden
    • meerblau 15.09.2018 13:07
      Highlight Highlight Thukydides war ein Stratege und Geschichtsschreiber der Antike, welcher methodisch den Anspruch hatte, die Geschehnisse so neutral und wahrheitsgetreu wie möglich wiederzugeben. Ob und in welchem Masse ihm das gelang, ist noch immer ein grosses Diskussionsfeld in der Wissenschaft.
      8 0 Melden
  • Paul De Meo 13.09.2018 20:57
    Highlight Highlight Die Anführungszeichen in Rogers Tweet sagen alles!

    https://twitter.com/koeppelroger/status/1035884745375264770?s=21
    3 12 Melden
  • Regas 13.09.2018 18:45
    Highlight Highlight Ich warte jetzt gespannt auf einen Artikel der Gegenrede verfasst von Roger Köppel. Will er das überhaupt? Wäre Watson bereit dem Köppel einen solchen Artikel im Magazin zuzugestehen?
    45 6 Melden
    • dickmo 13.09.2018 19:59
      Highlight Highlight @Regas: Klar.
      52 17 Melden
  • Knäckebrot 13.09.2018 18:34
    Highlight Highlight Finde den Artikel nicht schlimm.
    Seine Haltung ist halt rechts, deshalb beschreibt er es so. Ich finde auch, dass er versucht die Rechten nachvollziehbar zu erklären. Bei den Linken hat er u.a. einen der eine pazifistische Haltung hat befragt und nachvollziehbar wiedergegeben.
    Und hier regen sich Rechte über die Deutungsweisen der Journalisten hier auf.
    Hatte noch nie das Gefühl, dass Köppel die Naziideologie sympatisch findet.

    Finde es einen Gewinn beide Seiten zu lesen; von ihm und euch. Und meine Meinung ist manchmal weit ab von beiden.
    74 38 Melden
    • elias776 13.09.2018 22:14
      Highlight Highlight Von mir aus ist er Rechtsorientiert, das entschuldigt aber immer noch nicht das er wichtige, wirklich wichtige Fakten ausgelassen hat.
      46 32 Melden
    • Knäckebrot 14.09.2018 08:02
      Highlight Highlight Selektivität wirft er und die meisten Rechten auch links vor.

      Und Araber ärgern sich, dass in Medien ständig Israel in Schutz genommen wird und die Palästinenser kritisiert werden und Israelis ärgern sich, dass ständig die Israelis kritisiert und die Palästinenser in Schutz genommen werden.

      Und alle sehen wirklich wichtige Fakten, welche von den anderen ausgelassen werden. Ich seh es auch so.

      Es geht mir bei meinen wichtigen Themen ja auch so.

      Vielleicht hast du Glück und du und Köppel macht bei "Schweiz Spricht" mit und gerade ihr trefft euch :)
      13 8 Melden
  • Sherlock_Holmes 13.09.2018 16:38
    Highlight Highlight Im Zusammenhang mit Roger Köppel sei auf den sehr differenzierten und spannenden Artikel von Jean-Martin Büttner im TA vom 13. Sept. hingewiesen.
    «Die Verhärtungen des Roger Köppel»
    In ihm bespricht der ehemalige Arbeitskollege von Roger Köppel die exzellente Charakterstudie im Buch von Daniel Ryser:
    «In Badehosen nach Stalingrad. Der Weg von Roger Köppel» Echtzeit-Verlag, 272 Seiten.
    Am 14. Oktober tritt Daniel Ryser im Zürcher Kaufleuten auf.
    33 22 Melden
  • Sherlock_Holmes 13.09.2018 16:20
    Highlight Highlight Mit scharfem, wachem Blick und Verstand verfasste Analysen gehören zu den vornehmsten Aufgaben eines Chefredakteurs.
    Sie sind ein wichtiger Beitrag zur Einordnung eines Geschehens und zum öffentlichen Diskurs. Nicht zuletzt umreissen sie das Profil eines Mediums. Mit den Worten Jean-Martin Büttners muss früh aufstehen, wer gegen Köppel bestehen will. Dies gelingt Maurice Thiriet.
    Es spricht vordergründig für Köppel, dass diese Gegenrede in der WW Platz hat. Allerdings ist dies mehr dem persönlichen Ehrgeiz Köppels geschuldet, sich im Kampf zu messen, als der publizistischen Ausgewogenheit.
    45 24 Melden
    • pachnota 13.09.2018 18:38
      Highlight Highlight Im Kampf zu messen?

      Köppel lässt den Text ja stehen und enthält sich einer Reaktion?
      17 8 Melden
    • Sherlock_Holmes 13.09.2018 22:27
      Highlight Highlight Hat Köppel auch nicht nötig – Hauptsache er erzeugt Widerspruch. Je vehementer desto besser. Siehe Hinweis oben: «Die Verhärtungen des Roger Köppel» von Jean-Martin Büttner bzw. Biografie von Daniel Ryser.
      Das Buch würde mich sehr interessieren, weil ich es als sehr aufschlussreich erachte zu erfahren, warum und wie Roger Köppel zu dem gelangt ist, was ihn ausmacht.
      Den Termin im Kaufleuten habe ich mir jedenfalls notiert.
      11 10 Melden
  • Skip Bo 13.09.2018 15:42
    Highlight Highlight "Erst vollständige Beweisaufnahme, dann Beurteilung des Sachverhalts."
    Das habe ich bei Merkels voreiliget Aussage zu "Hetzjagden" auch gedacht.
    45 20 Melden
    • P.Rediger 14.09.2018 13:16
      Highlight Highlight ...und bei der Verharmlosenden Aussage von Maassen.
      0 0 Melden
  • stabiler 13.09.2018 15:06
    Highlight Highlight "Dies ist nur dann möglich, wenn die Realität der kleinste gemeinsame Nenner der Diskussion ist."

    Einverstanden - zur Realität DE der letzten Tage gehört aber eben nicht nur Chemnitz mit seinen hässlichen Facetten, sondern auch der Angriff auf Polizisten in Essen durch Angehörige einer arabischen Grossfamilie, die im Anschluss die Freilassung eines Verhafteten forderten und drohten, ansonsten "ihre Familie zu mobilisieren". Oder die Hinrichtung von Nidar R. am helllichten Tag mitten in Berlin, an dessen heutige Beerdigung 2000 "Angehörige" erschienen.

    Nur - davon liest man hier nichts.
    79 24 Melden
    • Bene86 13.09.2018 16:04
      Highlight Highlight Angriff auf eine Polizistin, Missbrauch eines Mädchens in 2 Asylheimen, Angriff auf einen Nachtclub von ca. 10 Araber, Missbrauch eines Mädchen von 5 Migranten auf offener Strasse, Missbrauch eines Kindes durch Migranten auf einer Schulreise, Köten, Chemnitz, usw. usf.

      Und dies nicht innert mehreren Monaten sondern wenigen Tagen.

      Die Liste würde sich noch laaaange so weiterführen lassen, aber man darf sich auch selbst noch etwas über die Landesgrenze informieren.
      51 17 Melden
    • Herr J. 13.09.2018 16:19
      Highlight Highlight Die Realität erschliesst sich einem Herr Thiriet eben anders als einem Herr Köppel. Das Wesentliche für den einen ist das Detail des anderen. Es führt nirgendwo hin, den anderen ihre jeweils andere Sichtweise um die Ohren zu schlagen. Hilfreicher wäre es anzuerkennen: Es gibt nicht DIE Realität, es gibt Fakten, die man unterschiedlich werten kann. Und es gibt auf beiden Seiten Extremisten, von denen es sich klar zu distanzieren gilt.
      34 11 Melden
    • Garp 13.09.2018 22:44
      Highlight Highlight Tja und Herr Köppel hat so manche Fakten eben nicht erwähnt oder wollte sie nicht registrieren und das hat mir Journalismus dann eben nichts mehr zu tun. Und Köppel schreit dann Fake News, wenn andere Fakten bringen. Erst die Fakten und dann erst kann man darüber nachdenken, wie man wertet.

      Wir hatten in der Schule so Wandbilder. Zuerst sammelte man was man konkret sah, ganz sachlich und erst danach kam das Interpretieren und werten.
      14 20 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • claydermann 13.09.2018 14:26
    Highlight Highlight Entfernt. Bitte beachte die Kommentarregeln. Danke, die Redaktion.
  • San_Fernando 13.09.2018 14:10
    Highlight Highlight Roger Köppel ist in erster Linie ja auch SVP-Nationalrat und erst dann Journalist. Somit handelt es sich auch mehr um eine Reportage aus dem Blickwinkel eines nationalistischen Politikers. Etwas anderes zu erwarten ist m.E. sehr naiv.
    43 71 Melden
    • aglio e olio 13.09.2018 16:09
      Highlight Highlight Er war es doch, der behauptete er wäre als Journalist da um neutral zu berichten.
      47 9 Melden
    • Juliet Bravo 13.09.2018 22:20
      Highlight Highlight aglio e oglio, er ist Nationalrat, er politisiert - mit allem, auch als Journalist bleibt er Köppel. Der im Laufe seines Lebens immer rechter wurde. Auch weiss er mE um seine Inszenierierung mit Notizblock unter Rechtsextremen.
      12 10 Melden
  • Jupiter Jones 13.09.2018 13:55
    Highlight Highlight Naja, in diesem Fall ist es etwas paradox, Köppel und der Weltwoche einseitige Berichterstattung vorzuwerfen, wenn man bedenkt, dass Köppel/Weltwoche diese Gegenrede überhaupt erst angeregt und den Platz dafür zur Verfügung gestellt haben.
    92 22 Melden
    • pachnota 13.09.2018 14:10
      Highlight Highlight @Jupiter Jones

      Danke! Ich glaube, die meisten hier sind sich der Tatsache, dass dieser Text zuerst in der Weltwoche erschien gar nicht erst bewusst.
      57 17 Melden
    • äti 13.09.2018 16:43
      Highlight Highlight Steht ganz deutlich im Artikel:

      Diese Analyse erschien unter dem Label Gegenrede zuerst in der «Weltwoche» vom 13.9.2018.
      18 7 Melden
    • Nick Name 13.09.2018 19:36
      Highlight Highlight Sorry, paradox ist das ganz sicher nicht: Thiriets Text ist eine REAKTION auf Köppels Text (angeregt ist hier m.E. ein bisschen ein versüssender Ausdruck...). Wo ist hier bitte das Paradoxon?

      Dass die Gegenrede in der Weltwoche erscheint, ist Köppel durchaus anzurechnen. Aber ebenfalls noch lange kein Paradoxon.
      20 8 Melden
  • infomann 13.09.2018 13:42
    Highlight Highlight Für mich ist der Herr Köppel ein brandgefährlicher Akteur und hoffe dabei das er von der Mehrheit der Schweizer Bevölkerung durchschaut wird.
    128 108 Melden
  • pachnota 13.09.2018 13:29
    Highlight Highlight Auch in diesem Artikel ist nicht ersichtlich, was Köppel eigentlich falsch gemacht hat. Außer der politischen Meinung des Autors zu widersprechen.

    Man darf diese Kampagne ruhig als Hommage an den Chefredaktor der WW verstehen.
    Immerhin zeig dieses grosse Interesse an der Person Köppel, deren Bedeutung.

    Je erfolgreicher jemand ist, gerade in der CH, umso mehr Kritiker finden sich.
    105 130 Melden
    • manhunt 13.09.2018 14:27
      Highlight Highlight „Auch in diesem Artikel ist nicht ersichtlich, was Köppel eigentlich falsch gemacht hat.“
      eben doch. köppel hat in seinem bericht bewusst relevante fakten ausgelassen. steht so im artikel. somit wurde die journalistische sorgfaltsplicht verletzt. und in einem tatsachenbericht hat die politische meinung nichts verloren. ergo ist die kritik absolut berechtigt
      76 47 Melden
    • Scott 13.09.2018 16:40
      Highlight Highlight "Je erfolgreicher jemand ist, gerade in der CH, umso mehr Kritiker finden sich."

      Mitleid bekommt man geschenkt, Neid muss man sich verdienen !
      28 8 Melden
    • Roterriese 13.09.2018 17:54
      Highlight Highlight @Confused Dingo #teamhansi

      naja gibt ja auch genug linke Trolle, z.B. du. In eurem Sprachgebrauch bedeutet Troll ja "anderer Meinung als die Meine".
      44 27 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Alterssturheit 13.09.2018 13:20
    Highlight Highlight War denn von einer Köppel Reportage etwas anderes zu erwarten ??
    89 80 Melden
    • Nick Name 13.09.2018 13:54
      Highlight Highlight Was wollen Sie damit sagen?

      (Diese Art Kommentare stehen unter fast jedem Artikel. Ich hab noch nie verstanden, was die Kommentierenden damit bezwecken – ausser zu vermitteln versuchen, dass sie schon im Voraus gewusst hätten, was die schreibende Person schreiben würde, und dass sie daher ziemlich was auf dem Kasten hätten und das Geschriebene ohnehin obsolet sei.)
      70 18 Melden
    • äti 13.09.2018 16:48
      Highlight Highlight @nick, dasselbe gilt auch für "Was wollen Sie damit sagen?" :)
      11 15 Melden
    • Nick Name 13.09.2018 21:24
      Highlight Highlight @äti: Was wollen Sie damit ...
      :-)

      Aber ernsthaft: Eine Unverständnis ausdrückende Frage soll mitteilen, was ich in Klammer geschrieben habe, also dass der kommentierte Artikel überflüssig sei etc.?
      Okay.
      ...
      Lege das Schwert nieder. Da komm ich nicht mehr mit.
      8 4 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Asmodeus 13.09.2018 13:13
    Highlight Highlight Entfernt. Bitte formuliere deine Kritik sachlich. Danke, die Redaktion.
  • Hades 13.09.2018 12:59
    Highlight Highlight https://de.wikipedia.org/wiki/Thukydides
    Nur falls sonst noch jemand über dieses Wort gestolpert ist ;)
    31 5 Melden
  • The greatest man who ever inhaled oxygen 13.09.2018 12:43
    Highlight Highlight Entfernt. Bitte formuliere deine Kritik sachlich. Danke, die Redaktion.
  • Electric Elefant 13.09.2018 12:43
    Highlight Highlight Naja, von Köppel ausgewogene Berichte zu diesem Thema zu erhalten, finde ich reichlich naiv...
    Passt zu seiner Göring-Verharmlosung! Dieser Strohmann-Verleger ist eine Schande für unser Parlament UND den Journalismus...
    103 78 Melden
    • pachnota 13.09.2018 13:39
      Highlight Highlight Immerhin lässt Köppel, diese Kritik, in der WW abdrucken.
      Dies macht ja diese Zeitung gerade interessant. Das Meinungen der Gegenseite auch Platz haben.

      Oder können Sie sich einen freien Artikel von Köppel, z.B. bei watson vorstellen?

      So von wegen...
      96 50 Melden
    • peeti 13.09.2018 23:58
      Highlight Highlight «Aber er glaubt es umso überzeugter, je mehr Leute ihm widersprechen.» (Ryser im besagten Tagi-Artikel). Köppel ist nicht an einer Diskussion oder Selbstkritik interessiert. Er findet es einfach geil, wenn möglichst viele Leute anderer Meinung sind und dies öffentlich kundtun.
      Gleichzeitig glaube ich schon, dass watson einen Artikel von RK publizieren würde (aber ebe, den wird es nicht geben).
      8 5 Melden
  • D(r)ummer 13.09.2018 12:41
    Highlight Highlight "Diese Analyse erschien unter dem Label Gegenrede zuerst in der «Weltwoche» vom 13.9.2018."

    Gute Geste von Nationalrat Köppel.



    93 30 Melden
    • Madison Pierce 13.09.2018 13:37
      Highlight Highlight Die Weltwoche hat im Meinungsteil schon viele Jahre eine höhere Vielfalt als manches "Mainstream"-Medium. So hat Peter Bodenmann eine Kolumne, als Gegenpol zu Mörgeli. Wissen nur viele Hasser nicht.

      Habe das Abo trotzdem vorletztes Jahr abbestellt. Weil die normalen Artikel einfach so dermassen ideologisch gefärbt waren (wie Herr Thiriet hier ja beschreibt), dass man sie nicht mehr als Informationsquelle nutzen konnte. Da könnte ich besser eine Parteizeitung abonnieren, die wäre kostenlos.
      91 28 Melden
  • N. Y. P. 13.09.2018 12:35
    Highlight Highlight Was in den Vereinigten Staaten schon lange an der Tagesordnung ist, nämlich Fakten zu verdrehen oder wegzulassen, hat also ihren ersten Ableger, in der Person Roger Köppels, in der Schweiz

    Die 4. Gewalt halte ich für sehr wichtig.

    Es gilt dem Roger auf die Finger zu schauen.
    285 163 Melden
    • pachnota 13.09.2018 13:38
      Highlight Highlight Immerhin lässt Köppel, diese Kritik, in der WW abdrucken.
      Dies macht ja diese Zeitung gerade interessant. Das Meinungen der Gegenseite auch Platz haben.

      Oder können Sie sich einen freien Artikel von Köppel, z.B. bei watson vorstellen?

      So von wegen...
      62 44 Melden
    • Julian Roechelt 13.09.2018 13:44
      Highlight Highlight "Die 4. Gewalt halte ich für sehr wichtig."

      Der Meinung bin ich auch. Und Journalisten, die ihren Aufgaben nicht nachkommen, gehören bei den nächsten Wahlen abgewählt.
      So funktioniert Demokratie.
      28 34 Melden
  • Luke1879 13.09.2018 12:33
    Highlight Highlight Zudem liess Köppel ausser Acht, dass es sich bei Pro Chemnitz nicht um eine gewöhnliche Bürgerbewegung handelt, die sich nur für ein besseres Chemnitz einsetzt. Pro Chemnitz ist eine rechtspopulistische Organisation mit Kontakten zur Neonazi Szene. Es ist höchst besorgniserregend, wenn sich über 5000 Personen an einer Demonstration anschliessen, die von solchen Bewegungen organisiert werden.
    105 50 Melden
  • piedone lo sbirro 13.09.2018 12:33
    Highlight Highlight Entfernt. Bitte beachte die Kommentarregeln. Danke, die Redaktion.
  • Gordon Blue 13.09.2018 12:33
    Highlight Highlight Meiner Einer hat jetzt erstmal "thukydideischen" gegoogelt. 🤷
    215 12 Melden
    • Astrogator 13.09.2018 13:13
      Highlight Highlight Es kommt nicht oft vor, dass ich nach dem Lesen eines Artikels einen Begriff googeln muss. Genau dafür mag ich WATSON
      27 40 Melden
    • arriving somewhere but not here 13.09.2018 13:18
      Highlight Highlight Ging mir genauso. Hab‘ mich beim Googlen erst sogar noch vertippt... 🙈
      20 6 Melden
    • dickmo 13.09.2018 13:49
      Highlight Highlight Entfernt. Bitte beachte die Kommentarregeln. Danke, die Redaktion.
    Weitere Antworten anzeigen
  • ThomasHiller 13.09.2018 12:26
    Highlight Highlight "einen 35-jährigen deutschen Familienvater"
    -> Es sollte darauf hingewiesen werden, daß es sich um einen Deutsch-Kubaner handelt.
    Und ja, das hier ist wichtig!
    Es zeigt nämlich, wie der rechte Rand und auch die AfD Nationalitäten nach eigenem Gusto nutzen. Im Regelfall sollte man nämlich davon ausgehen, daß der Deutsch-Türke für die AfD immer Türke und nie Deutscher ist, vergleiche auch Jerome Boateng (Deutsch-Ghanaer), den Herr Gauland nicht als Nachbarn haben möchte, weil er nicht Deutsch [genug] ist in den Augen Gaulands.
    354 119 Melden
    • Echo der Zeit 13.09.2018 12:50
      Highlight Highlight Entfernt. Bitte beachte die Kommentarregeln. Danke, die Redaktion.
  • wasps 13.09.2018 12:22
    Highlight Highlight Mich würde die Reaktion Köppels auf diese berechtigte Kritik interessieren. Kriegt er die Gelegenheit, seinen Standpunkt hier zu publizieren? Will er das überhaupt?
    44 14 Melden
    • Bert der Geologe 13.09.2018 13:19
      Highlight Highlight Die Kritik wurde offenbar in seinem eigenen Blatt publiziert. Das erstaunt mich, aber Chapeau. Falls er nochmals antworten will muss er halt den Chef fragen (Ironie). Watson hingegen publiziert nur die Antwort, aber nicht Köppels Pamphlet (oder habe ich das überlesen?)
      48 7 Melden
    • Willy Tanner 13.09.2018 13:52
      Highlight Highlight Und die Watson Reaktion ist natürlich viel profunder, neutraler und besser recherchiert. Wie immer wird nur reagiert, und mit ein paar sauber eingestreuten Fremdwörter der Anschein eines besseren Journalismus gemacht.
      66 32 Melden
    • m. benedetti 13.09.2018 16:23
      Highlight Highlight Die Frage, die sich mir stellt, war ein Journi von watson auch in Chemnitz? Und wenn nein, woher haben sie die Recherche für ihre Artikel? Journalisten gehören vor Ort. Immerhin das hat Köppel getan. Und im Gegensatz zu vielen Journalisten die auf der Lohnliste irgendeines Verlegers (WOZ ausgenommen) fungieren, muss Köppel keine Rücksicht auf ein unterehmerisch tätigen Verlag nehmen. Und ja, in seinem Blatt werden auch andere Meinungen als seine zugelassen. Nicht wahr Herr Thiriet.
      17 11 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • c-bra 13.09.2018 12:17
    Highlight Highlight Das ist nicht Roger Köppel, das ist Notizblockman!
    User Image
    71 25 Melden

«Lieber Herr Köppel, berichten Sie noch oder gehören Sie schon dazu?»

SVP-Nationalrat und Journalist Roger Köppel berichtet von den Demonstrationen in Chemnitz und vergisst dabei, Angriffe auf Berufskolleginnen und -kollegen zu vermelden. Ein grober handwerklicher Fehler.

Lieber Herr Köppel 

Nachdem Sie am Wochenende bei den rechten Demonstrationen in Chemnitz Feldforschung betrieben haben, bezeichnen Sie die Sachsen nun als «intellektuelle Avantgarde eines weitverbreiteten Deutschen Unbehagens». 

Ich musste sehr lachen, als ich das gelesen habe, weil das Attribut «intellektuelle Avantgarde» in Zusammenhang mit Hitlergruss zeigenden und «Ausländer raus!» schreienden Hooligan- und Neonazi-Mobs eine wirklich gute Pointe ist. 

Nach dem Lachen habe ich …

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