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Tear gas floats in the air as a line of police move demonstrators away from St. John's Church across Lafayette Park from the White House, as they gather to protest the death of George Floyd, Monday, June 1, 2020, in Washington. Floyd died after being restrained by Minneapolis police officers. (AP Photo/Alex Brandon)

Militärpolizisten vertreiben friedliche Demonstranten vor dem Weissen Haus. Bild: keystone

Analyse

Minneapolis will der Polizei das Geld wegnehmen – was bedeutet das?

Der neue Slogan der «Black Lives Matter»-Bewegung lautet: «Defund the police» (Nehmt der Polizei das Geld weg). Das heisst jedoch nicht, dass die Polizei abgeschafft werden soll.



Auch in der Stadt Camden wurde wegen des Todes von George Floyd demonstriert. In der 70’000-Seelen-Stadt im Bundesstaat New Jersey ging es jedoch sehr friedlich zu. Anstatt in martialischen Kampfanzügen waren die Polizisten in ihren üblichen Alltagsuniformen auf der Strasse; und anstatt mit Knüppel und Tränengas gegen die Demonstranten vorzugehen, verteilten sie Glace.

Nun ist Camden nicht etwa ein privilegiertes Hippie-Dorf, in dem in Montessori-Kindergärten aufgewachsene und an Elite-Universitäten ausgebildete weisse Liberals sich ein sozialromantisches Experiment leisten. Im Gegenteil: Noch vor zehn Jahren trug die Stadt den wenig schmeichelhaften Titel «Murder Capital of the Country».

90 Prozent der Menschen in Camden sind schwarz und arm. Drogensucht und Morde waren an der Tagesordnung. Im Jahr 2012 hatte Scott Thomson, der damalige Polizeichef von Camden, die Schnauze voll. Er entliess alle Polizisten, auch sich selbst, denn er hatte realisiert, dass der grassierenden Kriminalität mit herkömmlichen Polizeimethoden nicht mehr beizukommen war.

epa08473064 US Speaker of the House Nancy Pelosi and Democratic lawmakers kneel while observing a moment of silence to honor George Floyd and victims of racial injustice, on Capitol Hill in Washington, DC, USA, 08 June 2020. The death of George Floyd while in police custody in Minneapolis has sparked global protests demanding policing reform.  EPA/MICHAEL REYNOLDS

Nancy Pelosi (vorne) und demokratische Abgeordnete gehen zu Ehren von George Floyd auf die Knie. Bild: keystone

Die meisten Polizisten waren weder schwarz, noch lebten sie in Camden. Sie kannten deshalb die Sorgen der Menschen nicht. Sie wussten zwar, wie man einen Straftäter festnimmt, aber sie hatten keine Ahnung, was es für eine alleinerziehende Mutter mit einem Einkommen von 12’000 Dollar jährlich bedeutet, wenn sie wegen eines banalen Verkehrsvergehens eine Busse von 200 Dollar aufgebrummt bekommt.

Die Polizei in Camden beschloss, sich neu zu erfinden. Das Corps wurde jünger und volksnaher. Die meisten Polizisten wurden zwar wieder eingestellt, aber mit gekürzten Löhnen, und sie wurden mit jüngeren Kollegen ergänzt. Die Ausbildung wurde weniger militärisch, die Polizeiarbeit bürgernah.

Bald stellten sich erste Erfolge ein. Die Polizisten wurden nicht mehr gefürchtet, sondern respektiert und die Menschen begannen, sie bei ihrer Arbeit zu unterstützen. Die ehemalige Mord-Hauptstadt des Landes entwickelte sich allmählich zum Vorzeigemodell moderner Polizeiarbeit.

Camden ist auch Vorbild für das von Unruhen erschütterte Minneapolis. Auch in dieser Stadt, in der rund 400’000 Menschen leben, soll sich die Polizei völlig neu erfinden, denn wie in Camden hat das alte Modell versagt. Neun Stadträte von Minneapolis fordern eine Neuorganisation der Polizei. Einer davon, Jeremiah Ellison, drückt es im «Wall Street Journal» wie folgt aus: «Wir reden nicht darüber, die Sicherheit abzuschaffen. Wir wollen ein System abschaffen, das keine Sicherheit bieten konnte.»

Wenn also heute in den Vereinigten Staaten von «defunding the police» gesprochen wird, dann heisst dies nicht, dass die Polizei abgeschafft werden soll. (Okay, ein paar Wenige fordern selbst das, doch ein paar Spinner gibt es immer.) Es heisst vielmehr, dass es eine neue, bürgernahe Polizeiarbeit braucht.

epa08473930 People continue to bring flowers and lay them at the mural  near the intersection of 38th and Chicago where two weeks ago George Floyd was arrested and later died in police custody, in Minneapolis, Minnesota, USA, 08 June 2020. A bystander's video posted online on 25 May, appeared to show George Floyd, 46, pleading with arresting officers that he couldn't breathe as an officer knelt on his neck. The unarmed black man later died in police custody.  EPA/CRAIG LASSIG

Wandgemälde zu Ehren von George Floyd in Minneapolis. Bild: keystone

Die Drogen- und Kriminalitätswelle, welche die USA in den letzten drei Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts überrollt hat, führte zu falschen Schlüssen. Amerika begann, seine Ordnungskräfte militärisch aufzurüsten und seine Gefängnisse bis unters Dach zu füllen. Im Vergleich zu Europa sperren die Vereinigten Staaten absurd viele Menschen ein.

Gleichzeitig wurden die Polizisten zu einer Art Allzweckwaffe. Sie mussten nicht nur im Verkehr für Ordnung sorgen und böse Buben verhaften. Sie mussten Schüler überwachen, Drogensüchtige ins Spital einliefern und sich um Geistesgestörte und Obdachlose kümmern.

Auch ihre Ausrüstung wurde immer militärischer. Kein Wunder, nahm auch die Gewalt zu. Recherchen der «Washington Post» zeigen, dass jährlich rund 1000 Menschen von Polizisten erschossen werden.

In Minneapolis geht es nun konkret darum, dass rund 200 Millionen Dollar vom 1,3-Milliarden-Dollar-Budget der Stadt in Ausbildung und Sozialarbeit umgelenkt werden sollen. Auch das 189-Millionen-Budget der Polizei wird davon betroffen sein.

epaselect epa08473926 A man walks through a make shift cemetery with the names of people killed by police officers near the intersection of 38th and Chicago in front of the Cup Foods at the spot where two weeks ago George Floyd was arrested and later died in police custody, in Minneapolis, Minnesota, USA, 08 June 2020. A bystander's video posted online on 25 May, appeared to show George Floyd, 46, pleading with arresting officers that he couldn't breathe as an officer knelt on his neck. The unarmed black man later died in police custody.  EPA/CRAIG LASSIG

Ein symbolischer Friedhof für die Opfer von Polizeigewalt in Minneapolis. Bild: keystone

Anstatt in teure militärische Hardware soll mehr Geld in Programme fliessen, die geistig behinderten Menschen zugutekommen, oder für den Bau von Sozialwohnungen verwendet werden.

Das amerikanische Polizeisystem ist nicht nur überfordert, es leidet auch unter einem immanenten Rassismus. «Ob bewaffnet oder nicht, Schwarze werden in einem unverhältnismässig höheren Mass von Polizisten angeschossen oder getötet», stellt die «Washington Post» in der bereits erwähnten Recherche fest.

Dazu kommt, dass Polizisten vor allem junge Schwarze schikanieren. Bei der sogenannten «Stop and frisk»-Methode werden sie willkürlich angehalten und gefilzt, manchmal mehrmals am gleichen Tag. Diese Methode ist inzwischen allerdings in Verruf geraten.

Schliesslich werden die Polizisten kaum je zur Rechenschaft gezogen. Sie sind in sehr mächtigen Gewerkschaften organisiert – wohl die einzigen Gewerkschaften, die in den USA noch mächtig sind –, die dafür sorgen, dass ihnen kein Haar gekrümmt werden kann.

Die Privilegien der Polizei werden wegen der scheusslichen Tötung an George Floyd nun genauer unter die Lupe genommen. Der Ausgang des Prozesses gegen den weissen Polizisten Derek Chauvin und seine drei Mittäter wird daher von grösster Bedeutung sein. Das Gericht hat beschlossen, dass Chauvin gegen eine Kaution von einer Million Dollar auf freien Fuss gesetzt werden darf. Der nächste Gerichtstermin ist auf den 29. Juni angesetzt.

Trump auf dem Weg zur Kirche

Umgibt sich mit weissen Männern: Präsident Trump.

Die Organisation der Polizei erfolgt grundsätzlich auf lokaler Ebene. Die Ereignisse der letzten Wochen haben diese Fragen jedoch zu einer nationalen Frage von höchster Priorität gemacht.

Die Demokraten belassen es nicht mehr bei Worten und symbolischen Aktionen wie dem Niederknien im Kongress. Im Abgeordnetenhaus haben sie auch ein Gesetz eingebracht, das die Verfolgung strafbarer Polizisten erleichtern soll. Zudem sollen nationale Daten über die Polizeiarbeit gesammelt und neue Trainingsmethoden für Polizisten eingeführt werden.

Das Gesetz wird im republikanisch beherrschten Senat kaum behandelt werden. Donald Trump hat bereits angekündigt, er werde sein Veto dagegen einlegen. Zugleich hat sich der Präsident mächtig für die Polizisten ins Zeug gelegt. Es gebe ein «paar faule Äpfel», erklärte er an einer Pressekonferenz, aber «99,9 Prozent von ihnen» seien ganz tolle Typen.

Trump will zudem seinen Wahlkampf nun ganz unter das Motto von «Recht und Ordnung» stellen. Anders als seinerzeit Richard Nixon kann er jedoch – zumindest vorläufig – nicht auf eine «schweigende Mehrheit» zählen. Die jüngsten Umfragewerte sind für den Präsidenten niederschmetternd. Eine Umfrage von CNN sieht ihn 14 Prozentpunkte hinter Joe Biden. Seine Zustimmung ist auf 38 Prozent gesunken. Aber es steht noch ein langer und heisser Sommer bevor.

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63
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    Alle Leser-Kommentare
  • TheKen 09.06.2020 21:50
    Highlight Highlight gem. Wiki: "Durchschnitt dauere die Polizeiausbildung 15 bis 16 Wochen". Hier gehört ebenfalls Handlungsbedarf. Nach welchen Kriterien wird die Polizei dort selektioniert? 15-16 Wochen, kürzer als eine RS, sieht eher aus wie eine Schnellbleiche.
  • soulpower 09.06.2020 19:04
    Highlight Highlight Trump hat laut Umfragen klar an Sympathie verloren. Und nun schneiden Teile und wichtige Exponenten der Demokraten der Polizei die finanziellen Mittel ab, oder wollen diese sogar ganz abschaffen. Was für ein Schuss ins eigene Knie, welcher nur wieder Trump in die Hände spielt. Auch hier sieht man in vielen Kommentaren, wie wenige sich für eine besser Ausbildung der Polizei aussprechen, um die Morde an Schwarzen einzuschränken. Die Polizeigewerkschaft ist eine der grössten in den USA und es ist zu bezweifeln, dass diese klein beigeben werden. Ich glaube die Demokraten machen einen Fehler...
    • Kurtli 10.06.2020 11:58
      Highlight Highlight Ich bin ja auch für eine gründliche Ausbildung der Polizei. Gerade auch was das deeskalierende Verhalten angeht und auch verhältnismässigkeit usw.
      Was das allerdings mit den Morden an schwarzen im allgemeinen zu tun hat erschliesst sich mir nicht.
    • RicoH 10.06.2020 13:12
      Highlight Highlight Ich glaube eher, Trump macht einen Fehler.
      Als amtierender POTUS ist er auch für "Law and Order" verantwortlich.
      Wohin seine Präsidentschaft diesbezüglich geführt hat, sieht man aktuell deutlich. Hier kann er nicht mehr seine Vorgänger dafür verantwortlich machen.
      Falls dieser Fehler zu seiner Abwahl führt, sei ihm dieser Fehler grosszügig verziehen 😉
  • simiimi 09.06.2020 18:57
    Highlight Highlight Grundsätzlich ist die Aufstockung der Sozialarbeit sicherlich richtig. Dass dies jedoch zulasten der Polizei gehen soll kann ich absolut nicht nachvollziehen. Die schwarze Bevölkerung wird doch am meisten darunter leiden, wenn sich die Polizei wegen Ressourcenmangel aus den von ihnen bewohnten Stadtgebieten zurück zieht, in denen eine hohe Kriminalität vorherrscht.
    • RicoH 10.06.2020 13:21
      Highlight Highlight Da heute die Institutionen dafür fehlen, muss sich die Polizei darum kümmern.

      Mit der Schaffung von sozialen Diensten sollen solche Aufgaben in professionelle Hände verlagert werden und entbindet zugleich die Polizei von diesen Verpflichtungen. Folglich wird es dadurch weniger Polizisten brauchen.
  • PatriciaLisa 09.06.2020 18:39
    Highlight Highlight Wann man die Ausrüstung der Amerikanischen Polizei mit der Ausrüstung der Ärzte und dem medizinischen Personal vergleicht, sollte man merken, dass das Budget total falsch eingesetzt wird.
  • Faktenchecker 09.06.2020 18:30
    Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte formuliere deine Kritik sachlich und beachte die Kommentarregeln.
    • Liselote Meier 10.06.2020 06:55
      Highlight Highlight Der Kommentar, auf den du Bezug nimmst, wurde bereits entfernt.
  • du_bist_du 09.06.2020 17:31
    Highlight Highlight Ich dachte immer, dass in Camden aufgrund der Finanzkrise z.b. die Feuerwehr nicht mehr ausrückte und die Polizei unterbesetzt war.

    Der Bundesstaat musste Kohle einwerfen, was nicht mehr tragbar war. Das County übernahm die Polizeiaufgaben.
    Deswegen auch die niedrigeren Löhne.
    Das gute community-arbeit geleistet wurde im Anschluss und das Vertrauen der poc in die Polizei steigt will ich nicht abstreiten. Aber die ganze Geschichte ist immer spannender nicht? Oder gibt es zwei Camden New Jersey?
  • Murky 09.06.2020 17:23
    Highlight Highlight Also wenn ich das richtig verstehe versuchen sie einfach aufzuholen um auch mal im 21. Jahrhundert anzukommen, oder?
    Denn was man in den USA Polizei schimpft hat ja nun mal gar nichts zu tun mit unserem System hier. Nicht nur die Qualität und Dauer der Ausbildung von Polizisten an Sich, auch die diversen nahen Organisationen im Bereich Sicherheit, Prävention oder Sozialbetreuung sind ja kaum vergleichbar.
    Früher habe ich das nicht so begriffen, sozusagen "Polizei ist gleich Polizei". Aber jetzt wird immer offenbarer wir riesig hier der Unterschied ist zwischen USA und Schweiz.
  • Share 09.06.2020 17:19
    Highlight Highlight Und ich dachte Stallone’s Co Land sei nicht mehr zu unterbieten.
    Bei der Eignungsprüfung der Men in Black war der Bösewicht das kleine Mädchen mit den Physikbüchern. Hat lange gedauert bis ich mir das genauer überlegte, stehen die Bücher doch auch als Synonym für die Scientologen. Nun, wenn‘s die Polizei Akademie nicht auf die Reihe bekommt, sollen die jetzt alle neu geschult werden? Und von wem? Das Fass ohne Boden. Das dürfte teurer sein als Chancengleichheit für jedes Kind.
    • Share 09.06.2020 21:53
      Highlight Highlight Das hatte Moore in seinen Dokumentationen aufgezeigt. ZBsp das Arbeiterprogramm der Nullerjahre nach 2000. Mit Bussen sind Haushaltshilfen zwei Stunden ins Ghetto chauffiert worden um für deren Haushalte zu sorgen. Die eigene Familie versorgte sich unterdessen selbst, wenn überhaupt. Den Lunch gibt’s in der Schule. Von 4 Uhr morgens bis 4 Uhr nachmittags nei den Herrschaften, dann weiter zum Zweitjob.
      Die aktuelle Lage ist nur mit wirklich neuen Ansätzen zu bewältigen. Also was wollen wir der nächsten Generation vermachen? Schulden, Arbeitslager? Oder, Existenzsicherung und sozialer Friede?
  • Hillary Clinton 09.06.2020 16:54
    Highlight Highlight "Die jüngsten Umfragewerte sind für den Präsidenten niederschmetternd. Eine Umfrage von CNN sieht ihn 14 Prozentpunkte hinter Joe Biden."

    Was Brad Parscale, Trumps Wahlkampfchef dazu zu sagen hat:

    https://www.washingtonexaminer.com/opinion/op-eds/fake-polls-destroy-media-credibility

    Den Washington Examiner würde ich jetzt nicht lesen aber den Artikel hat Parscale geschrieben.
    • RicoH 10.06.2020 13:32
      Highlight Highlight Einen Artikel des Trump Wahlkampfleiters kann/sollte man nicht erst nehmen.

      Umfragewerte sind immer unsicher. Das ist überall so, sehen wir auch in der Schweiz.

      Fakt ist aber:
      Seit 2 Monaten sinken die Werte für Doni eindrücklich (-12%). Da immer gleich sondiert wird, lässt sich ob der grossen Unsicherheit dennoch ein gewisser Trend ablesen.
    • Hillary Clinton 10.06.2020 14:15
      Highlight Highlight Hast du den Artikel gelesen?

      Er sagt das ihre Recherchen ergeben haben das 10% der Befragten gar nicht registrierte Wähler sind!

      Da schmilzt Bidens's Vorsprung in die angegebene Fehlerquote zurück!
    • RicoH 11.06.2020 08:51
      Highlight Highlight @ Hillary Clinton
      Hast du meinen Kommentar gelesen? Auch wenn bei den Befragungen immer 10% nicht registrierte Wähler sind, zeigt der Trend für Trump nach unten.

      Jetzt kann man wie Brad die 10% einfach abziehen. Es ist aber Unsinn zu glauben, dass nur die 10% für den Abwärtstrend verantwortlich sind.
  • Heinzbond 09.06.2020 16:37
    Highlight Highlight Vielleicht wäre wie bei anderen Berufen auch mal eine grundlegende Reform und das durchdenken der "Ausbildung" der Polizisten angedacht, weniger auf schnell auf die Strasse, might makes right und nicht immer nur bildungsferne einstellen weil günstiger...
    Aber das würde Geld und Bildung fördern, lieber wird das ja in trumps dubiose Geschäfte gesteckt, in grenzmauern und mehr Waffen...
    • du_bist_du 09.06.2020 19:00
      Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte formuliere deine Kritik sachlich und beachte die Kommentarregeln.
  • Dieter123 09.06.2020 16:28
    Highlight Highlight Man darf nicht vergessen, dass die Gefängniss-Insassen-Arbeit in den USA ein riesengrosser Wirtschaftsfaktor ist und es deshalb konstanten Arbeiter Nachschub braucht.
    Solange der Spinner im weissen Haus rumpöbeln darf, wird sich wohl bei der Polizeiarbeit nicht viel ändern, der steht zu sehr auf John Wayne Methoden.
    Die Diktatoren dieser Welt, Putin, Erdowahn und der nordkoreanische Zwerg sind seine grossen Idole/Vorbilder und er träumt tag und nacht davon einmal deren Format zu erreichen, bloss müsste er zuerst mal ins Erwachsenenlager wechseln.
  • Stefan Morgenthaler-Müller 09.06.2020 16:27
    Highlight Highlight Ich bin mir nicht sicher, ob mehr Polizei mehr Sicherheit bedeutet.

    Man sieht es in der Nachbarschaft, wenn keiner den Sheriff spielt, haben es die Nachbarn meist gut miteinander und lösen zusammen Probleme. Kaum spielt jemand den Sheriff, gibt's den Salat. Leider Tatsache.

    Ich sage nicht, dass das auch für komplexe Systeme gilt, aber die Polizei löst bei den meisten Menschen ein Unbehagen aus, z.B. wenn im Rückspiegel ein Polizeiauto zu sehen ist. Man sieht auch, wenn ein Polizeifahrzeug an einem Kreisel steht, dass plötzlich alle den Blinker betätigen und langsam fahren, usw.
    • Basti Spiesser 09.06.2020 17:05
      Highlight Highlight Man sieht auch, wenn ein Polizeifahrzeug an einem Kreisel steht, dass plötzlich alle den Blinker betätigen und langsam fahren, usw.

      Echt unglaublich was die Polizei alles auslösen kann. So ohne Verkehrsregeln wäre es allemal sicherer, die gute Nachbar würden schon aufs Blinken aufmerksam machen...
    • Stefan Morgenthaler-Müller 09.06.2020 17:34
      Highlight Highlight @B. Spiesser. Sie haben meinen Kommentar nicht verstanden. Viele Menschen verhalten sich anders, wenn die Polizei zu sehen ist, weil sie sich kontrolliert fühlen.

      In den USA gibt es doppelt so viel Polizisten und Schwarze stehen da nochmals stärker unter Generalverdacht. Wenn man also ein ganzes Leben lang Angst haben muss vor der Polizei, trägt das zur Sicherheit bei? Ich denke nicht.

      Stellen Sie sich vor, an jeder Ecke würden Polizisten stehen und für "Sicherheit" sorgen, wie frei würde man sich in so einem Staat fühlen?

      So wenig Polizei wie nötig ist das Beste für alle. Meine Meinung.
    • Hillary Clinton 09.06.2020 18:07
      Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte formuliere deine Kritik sachlich und beachte die Kommentarregeln.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Sauäschnörrli 09.06.2020 16:15
    Highlight Highlight „... Anstatt in teure militärische Hardware ...“

    Falsch Herr Löpfe. Die Polizei bezahlt meist nur den Versand der Hardware, möglich macht dass das Program 1033. Es kommt die Behörden also günstiger ein Minenräumfahrzeug und ein Paar M4 zu besorgen als ein PKW und Teaser. Wenn also das Budget gekürzt wird, ist eher mit mehr militärischer Hardware zu rechnen.

    https://en.m.wikipedia.org/wiki/1033_program
    • du_bist_du 09.06.2020 17:14
      Highlight Highlight Danke an den Kommentarschreiber. Wieso das in einem Leserkommentar kommt und nicht in den relevanten Artikeln thematisiert wird ist mir schleierhaft...
  • Bivio 09.06.2020 15:58
    Highlight Highlight Ich denke, dass dies zwar gut gemeint ist, jedoch über lang gesehen nichts ändert. Weniger als ein Dutzen Polizeidepartement sind jetzt mittlerweile diesen Weg gegangen bei fast 18'000 Polizeidepartemente. Bei einigen übernehmen einfach andere Truppen (z.B. LAPD) gewisse Aufgaben, welche jedoch auch verrechnet werden.
    In ein paar Jahren, falls die Kriminalität bzw. das Kriminalitätsgefühl wieder zunimmt, wird wieder mehr "richtige", "eigene" Polizei kommen.
  • Dong 09.06.2020 15:57
    Highlight Highlight ... wieso heisst's das denn "defund" und nicht "reorganize" oder so? Also wenn ich ein weisser Rassist wäre, ich würde mir langsam überlegen, BLM finanziell zu unterstützen. Da ist die Chance real, dass sie die ganze Community auf Jahre hinaus kaputt machen.

    Das Beispiel von Camden unterstütze ich vorbehaltlos, so sollte Politik sein ud so viel kann sie bewirken! Aber wer garantiert uns, dass das auch eintritt, wenn die Polizei erstmal entfinanziert ist?
    • satyros 09.06.2020 23:06
      Highlight Highlight Es heisst "defund", weil in den USA viel zu viel Geld in die Polizei fliesst. Geld, das dann an anderen Orten fehlt. Z.B. um Sozialarbeitende anzustellen, die - richtig eingesetzt - helfen können, Kriminalität zu verhindern. Jedes gesellschaftliche Problem als ein polizeiliches zu sehen ist nämlich nicht nur wahnsinnig teuer sondern oftmals kontraproduktiv.
  • Wat Sohn 09.06.2020 15:49
    Highlight Highlight Ein Lösungsansatz könnte Community Policing sein. (Gibt's dafür eine Übersetzung ins Deutsche?) Bürgernahe, partnerschaftliche und präventive Polizeiarbeit!
    • nadasagenwirjetzteinfachmal 09.06.2020 16:27
      Highlight Highlight In der Schweiz sind das die Quartierpolizisten
  • du_bist_du 09.06.2020 15:34
    Highlight Highlight Als Nichtamerikaner kommen mir die Forderungen (Pauschalisierung), typisch kapitalistisch mit wenig Weitsicht vor.

    Ältere Atbeitnehmer entlassen und mit gekürztem Lohn Wiedereinstellen. Streichung der rechtlichen Rückendeckung. Welcher Cop wird sich noch einen Anwalt leisten können, wenn er im Dienst Nachbars Katze überfährt und auf eine Million verklagt wird?
    Demilitarisierung begrüsse ich. Nur ich habe Berichte gelesen. Viele Polizeistellen nehmen lieber den Armeepanzer weil sie den gratis bekommen. Den normalen Streifenwagen nicht. woher dann das Geld in Zukunft bei Budgetkürzung? Tja...
  • Dr no 09.06.2020 15:27
    Highlight Highlight Also in den USA, wo so viele Waffen im Umlauf sind, muss die Polizei auch angemessen bewaffnet sein. Die Verhältnisse sind einfach anders als bei uns. Angesichts des steigenden Einflusses der Drogenbanden, z.B. MS 13 etc. die oftmals schwer bewaffnet sind, könnte sich dieser Zug als Schuss ins eigene Bein entpuppen. Nicht dass was dagegen sprechen würde Mittel in Prävention und Ausbildung zu stecken.
  • Locutus70 09.06.2020 15:27
    Highlight Highlight Warum macht man da nicht gemischte Polizeistreifen? Andere Städte haben damit sehr gute Erfahrungen gemacht.
  • Hillary Clinton 09.06.2020 15:11
    Highlight Highlight "Eine Umfrage von CNN sieht ihn 14 Prozentpunkte hinter Joe Biden"

    Auf YT könnt ihr das Video von "Morning Joe" vom Morgen nach der '16 Wahl ansehen. Dort sagt Mika, dass sie noch am Abend mit der Trump Kampagne telefoniert habe als die ersten Meldungen reinkamen und es nicht gut aussah. Die Trumpkampagne habe gelacht und gesagt ihre internen Umfragen sagen einen Sieg voraus - sie lagen richtig.

    Jetzt sagt die Trumpkampagne erneut diese Zahlen stimmen nicht. Haben die wohl erneut andere Daten zur Hand? Die sind alle seelenruhig und scheinen nicht besonders besorgt gem. deren Twitterfeeds.
  • Froggr 09.06.2020 15:10
    Highlight Highlight Macht das, dann weiss ich welche Stadt man in den USA in Zukunft meiden muss. Best. Idea. Ever. :)
  • PeteZahad 09.06.2020 15:08
    Highlight Highlight Für einmal mehr oder weniger Ihrer Meinung Herr Löpfe.
  • Matti_St 09.06.2020 15:06
    Highlight Highlight Das Konzept mit Kürzungen der Löhne wird ein Schuss in den Ofen sein. Je tiefer das Einkommen, umso höher die Gefahr der Korruption.

    Was man aber machen könnte, ein Teil für Hardware gedachte Ausrüstung in die Weiterbildung in sozialer Kompetenz investieren. Deeskalation usw. Dazu neue Verträge erarbeiten und die Gewerkschaften nach hinten binden.
  • just sayin' (beleidigende user werden ignoriert) 09.06.2020 15:01
    Highlight Highlight Camden County Police Chief Joe Wysocki: “by almost doubling the amount of officers on the street that has given us a much larger footprint to focus on community engagement and creating a dialogue with residents that has been missing for decades in the city.”

    der artikel suggeriert, dass camden durch weniger polizei auch weniger gewaltdelikte hat.

    camden hat aber ihre polizeikräfte quasi verdoppelt und kann nun mit den zusätzlichen ressourcen community engagement betreiben.

    https://www.tapinto.net/towns/ca
    mden/sections/law-and-justice/articles/camden-sees-crime-drop-over-past-decade
    • Philipp Löpfe 09.06.2020 15:06
      Highlight Highlight #just: Der Artikel suggeriert gar nichts. Er stellt fest.
    • just sayin' (beleidigende user werden ignoriert) 09.06.2020 15:26
      Highlight Highlight @Philipp Löpfe

      so so?

      und warum wird die tatsache, dass camden die gesamtzahl der polizisten fast verdoppelt hat, per zufall weggelassen?
    • jimmyspeakstruths 09.06.2020 15:57
      Highlight Highlight Just sayin' : Kannst du mir die Stelle zeigen? Also ich finde nicht, dass auch nur ansatzweise deine Aussage stützt. Der Artikel geht überhaupt nicht auf die Anzahl ein, weder dass es mehr noch dass es weniger Polizisten seien.

      Finde deinen Kommentar jetzt ehrlich gesagt ein bisschen frech und unfair.

      Was korrekt ist : Der Artikel sollte m.M.n. diesen Punkt auch erwähnen, denn er adressiert offensichtlich die Überforderung der Polizei durch die unzähligen Sondertätigkeiten. Diese müssen ausgelagert werden oder man braucht eben mehr Polizei, sonst bleibt immer was auf der Strecke.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Borki 09.06.2020 14:59
    Highlight Highlight Tönt vernünftig. Ein solches Berufsbild würde mittelfristig vor allem auch ganz andere Bewerber anlocken, was sicher kein Nachteil wäre.

    Und ein paar wenige schwere Fahrzeuge und Waffen dürften Sie ja trotzdem noch behalten. Um zu spielen und um die ganz bösen Jungs zu fangen...
    • Cyberpunk 09.06.2020 16:25
      Highlight Highlight Weniger Lohn,soll zu Folge habe, daß besser qualifizierte Rekruten folgen? Glaube kaum,eher folgen Leute mit tiefer Bildung welche die Karrieren von „dirty cops“ beleben. Mit jüngeren Polizisten,mag die Politik zwar eine Polizeikorps erhalten,die für ihre Interessen „formbar“ ist und zeitweise eine gute PR hergibt. Das dies der Sicherheit dienen wird,mag ich zu bezweifeln. Schliesslich rennt in der USA fast jeder mit einer Knarre rum.. Ohne Transparenz in den internen Kontrollinstanzen & einer längeren und besseren Ausbildung (deeskalierende Massnahmen), wird die Lage niemals besser.
  • bruuslii 09.06.2020 14:59
    Highlight Highlight
    Play Icon
    • just sayin' (beleidigende user werden ignoriert) 09.06.2020 15:27
      Highlight Highlight john oliver ist immer noch ein komiker und satiriker - und keine neutrale newsquelle.
    • bruuslii 09.06.2020 17:21
      Highlight Highlight just sayin: ad hominem!

      Play Icon


      wenn du nichts zum inhalt sagen kannst, lass es besser sein!
    • just sayin' (beleidigende user werden ignoriert) 09.06.2020 19:43
      Highlight Highlight @ bruuslii

      „ad hominem!“

      und wenn dir dieses (zugegeben hochintellektuell-klingende) wort verwendest - verwende es am richtigen ort.

      ich habe nicht john oliver als person kritisiert (er ist sehr unterhaltsam).

      ich habe kritisiert, dass man seine (satire)sendung nicht mit neutraler berichterstattung verwechseln sollte.

      better luck next time!
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