Brände im argentinischen Patagonien zerstören über 15'000 Hektaren
Waldbrände in Patagonien haben seit Montag fast 15'000 Hektar Land zerstört. Hunderte von Feuerwehrleuten und Freiwilligen waren am Sonntag weiterhin im Einsatz, um die Flammen einzudämmen.
Die Brände brachen am Montag im Badeort Puerto Patriada (Provinz Chubut), etwa 1700 Kilometer südlich von Buenos Aires, aus. Das Hauptfeuer in der Nähe von Epuyén in der Provinz Chubut hat laut einer Mitteilung der Provinzfeuerwehr vom Sonntag bereits fast 12'000 Hektar zerstört.
Fast 3000 Touristinnen und Touristen in Puerto Patriada und 15 Familien aus Epuyén mussten laut dem Gouverneur aus der Provinz evakuiert werden. Mehr als zehn Häuser wurden durch die Flammen zerstört. Am Sonntag hat sich die Lage etwas beruhigt, blieb aber «weiterhin sehr kritisch».
Ein weiterer grosser Brandherd betrifft den Nationalpark Los Alerces, der zum Unesco-Weltkulturerbe gehört. Die betroffene Fläche wurde von den Behörden nicht genau angegeben. Der Park Los Alerces umfasst rund 200'000 Hektar.
Darüber hinaus bemühen sich die Einsatzkräfte, zwei weitere Brände in Chubut und Santa Cruz einzudämmen, die in den letzten Tagen bereits fast 3800 Hektar zerstört haben, wie die Bundesbehörde für Notfälle mitteilte. (sda/afp)
