International

Gar nicht barmherzig: Kirche flutet jede Nacht die Treppe, um Obdachlose zu vertreiben

Gar nicht barmherzig: Kirche flutet jede Nacht die Treppe, um Obdachlose zu vertreiben

20.03.2015, 10:0620.03.2015, 11:54
Ein Mann schützt sich mit einem Regenschirm. 
Ein Mann schützt sich mit einem Regenschirm. Bild: KCBS

Die Kirche als Zufluchtsort für die Armen und Vertriebenen? Nicht in San Francisco. Dort hat die St. Mary's Kathedrale Wasserdüsen installiert, um Obdachlose zu vertreiben. Mehrmals pro Nacht wird die Treppe im Eingangsbereich, wo sich Obdachlose ein Quartier eingerichtet haben, mit Wasser geflutet, berichtet KCBS.

Alle 30 bis 60 Minuten fliesst Wasser und das Lokalmedium wurde Zeuge, wie Obdachlose und ihre Besitztümer getränkt wurden. Ein Betroffener namens Robert sagt: «Wir sind die ganze Nacht hier, wir holen uns Unterkühlungen, Erkältungenen und alles mögliche. Die Kirche bleibt zwar sauber, aber die Leute werden krank.»

Das Bewässerungssystem soll Obdachlose vertreiben.Video: Youtube/CBS SF Bay Area

Sauber ist der Eingangsbereich offenbar nicht wirklich. Es liegen Zigarettenstummel herum, Spritzen, Karton und nasse Kleidung. Ausserdem entstehen Wasserlachen, weil es kein Abflussystem hat.

Das System ist seit über einem Jahr aktiv. Nun, nachdem es KCBS publik gemacht hat, hat der Erzbischof versprochen, es wieder zu entfernen. Und sich öffentlich dafür entschuldigt. (rey)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Ölpreise geben deutlich nach
Die Ölpreise haben zum Wochenauftakt nach dem am Freitag erreichten Fünf-Monats-Hoch deutlich nachgegeben.
Der Preis für ein Barrel (159 Liter) Rohöl der Referenzsorte Brent aus der Nordsee zur Lieferung im Dezember fiel im frühen Handel um knapp zwei Prozent auf 107.83 Dollar. Am Freitag war der Brent-Preis bis auf 110 Dollar geklettert und hatte damit den höchsten Stand seit Mai erreicht.
Zur Story