International

Mindestens 30 Tote bei mutmasslichem Boko-Haram-Angriff in Nigeria

Mindestens 30 Tote bei mutmasslichem Boko-Haram-Angriff in Nigeria

16.12.2015, 06:2516.12.2015, 06:25

Bei einem der Islamistengruppe Boko Haram zugeschriebenem Angriff auf drei Dörfer im Nordosten Nigerias sind Einwohnern zufolge mindestens 30 Menschen getötet worden. Die Dörfer waren bereits mehrfach Ziel von Angriffen der Islamisten.

Wie Mitglieder einer Bürgerwehr am Dienstag der Nachrichtenagentur AFP sagten, attackierten Kämpfer am Samstag die Ortschaften Warwara, Mangari und Bura-Shika. Diese liegen nahe Buratai, dem Geburtsort des nigerianischen Armeechefs Tukur Yusuf Buratai im Bundesstaat Borno.

Die Stadt Konduga im Bundesstaat Borno war schon vor den neuerlichen Angriffen von Boko Haram zerstört worden.
Die Stadt Konduga im Bundesstaat Borno war schon vor den neuerlichen Angriffen von Boko Haram zerstört worden.
Bild: STRINGER/REUTERS

Etwa 20 weitere Menschen seien verletzt worden, sagte Mustapha Karimbe, Mitglied einer Bürgerwehr in dem Ort Biu. Die meisten Menschen seien mit Macheten und Äxten massakriert worden. Anschliessend hätten die Angreifer die drei Dörfer in Brand gesteckt.

Allein in Warwara seien 20 Menschen getötet worden, sagte Musa Suleiman, ein anderes Bürgerwehrmitglied. Demnach wurden sechs Einwohner in Bura-Shika und vier in Mangari ums Leben gebracht. Die Überlebenden des Überfalls seien nach Biu geflohen, das etwa 30 Kilometer entfernt liegt.

Weil Boko Haram viele Telekommunikationsmasten zerstört hat, braucht es inzwischen Tage, bis Informationen über solche Gewalttaten öffentlich werden. Erst am Donnerstag hatten Boko-Haram-Kämpfer 14 Menschen im Dorf Kamuya in Borno getötet, mehrere Opfer wurden geköpft. Aus Kamuya kommt die Mutter von Generalstabschef Buratai. Dieser war im Juli ernannt worden und hatte den Druck auf Boko Haram erhöht.

(sda/afp)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Trump setzt neue Sanktionen gegen Russland aus: Jetzt hagelt es parteiübergreifend Kritik
Demokratische und republikanische Kongressmitglieder haben die Aussetzung neuer Sanktionen gegen Russland durch US-Präsident Donald Trump verurteilt.
«Mehr als unverantwortlich», schrieb der republikanische Senator Thom Tillis auf der Plattform X. «Es ist unerhört, dass diese Regierung vor einem russischen Diktator kapituliert, der illegal in die Ukraine eingefallen ist und jeden Tag unschuldige Zivilisten niedermetzelt.» Wenn Trump Energiepreise tatsächlich senken wolle, könne er das tun, indem er den Konflikt mit dem Iran löse – und nicht, indem er Russlands Präsidenten Wladimir Putin einen Gefallen tue.
Zur Story