International

Für den Nicaraguakanal müssten Tausende Menschen umgesiedelt werden

Bereits im Dezember 2014 demonstrierten Hunderte gegen den Bau des Kanals.
Bereits im Dezember 2014 demonstrierten Hunderte gegen den Bau des Kanals.
Bild: STRINGER/NICARAGUA/REUTERS

Für den Nicaraguakanal müssten Tausende Menschen umgesiedelt werden

25.09.2015, 03:3425.09.2015, 06:36

Für den geplanten Nicaraguakanal müssten im Süden des mittelamerikanischen Landes etwa 27'000 Menschen umgesiedelt werden. Das geht aus dem Umwelt- und Sozialgutachten hervor, das am Donnerstag teilweise vorgestellt wurde.

«Wir haben den See ausführlich untersucht und um ehrlich zu sein: Dieser See ist schon krank.»
Vizepräsident der HKND

Der Einfluss der Wasserstrasse – die auch durch den Nicaraguasee führen soll – auf das Ökosystem sei minimal, sagte der Vizepräsident der verantwortlichen Firma HKND. «Wir haben den See ausführlich untersucht und um ehrlich zu sein: Dieser See ist schon krank und ohne den Kanal oder Aktionen der Regierung könnte er umkippen.» Der Nicaraguasee ist das wichtigste Süsswasserreservoir der Region und Lebensgrundlage zahlreicher Menschen.

Fischer am Nicaragua-Kanal: Der Süsswasser-See ist die Lebensgrundlage zahlreicher Bewohner des Landes.
Fischer am Nicaragua-Kanal: Der Süsswasser-See ist die Lebensgrundlage zahlreicher Bewohner des Landes.
Bild: Esteban Felix/AP/KEYSTONE

Das chinesische Unternehmen HKND will neben der neuen Wasserstrasse zur Verbindung des atlantischen mit dem pazifischen Ozean zwei Häfen, einen internationalen Flughafen, Fabriken und eine Freihandelszone errichten.

Trotz des offiziellen Baubeginns im Dezember vergangenen Jahres kommt das 50 Milliarden US-Dollar schwere Vorhaben kaum voran. Kritiker bezweifeln die Machbarkeit und warnen vor Umweltschäden. Auch die Finanzierung des Projekts und die Entschädigung der Anwohner ist noch unklar. (sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Selenskyj kündigt Regierungsumbau in der Ukraine an
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat eine Kabinettsumbildung angekündigt. Er begründete dies unter anderem mit einem aussenpolitischen Strategiewechsel, um Beziehungen zu Schlüsselpartnern zu stärken. Er habe darüber auch mit Regierungschefin Julija Swyrydenko gesprochen. «Wir haben festgestellt, dass für die Veränderung eine Erneuerung des Ministerkabinetts nötig ist», schrieb er bei Telegram. Er dankte Swyrydenko für ihren Einsatz und kündigte an, ihr die Leitung der Diplomatie mit den wichtigsten Partnern der Ukraine anzubieten.
Zur Story