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In this Tuesday, Aug. 29, 2017 photo made available by UNICEF, a boy displays a scar from a wound he obtained during his time in the militia, in Mbuji Mayi, Kasai province, Democratic Republic of the Congo. Congo’s Kasai region is the latest deadly hotspot in the vast Central African country that has seen violent rebellions for decades. Once again, children are among the most vulnerable victims.  (Patrick Rose/UNICEF via AP)

Ein Junge zeigt seine Narbe, die er sich während den Gefechten in der Kasai-Region zugezogen hat.  Bild: AP/UNICEF

Vergewaltigungen, Kannibalismus, Massenmorde – schockierender UNO-Bericht aus dem Kongo

In der kongolesischen Provinz Kasai wurden in den vergangenen zwei Jahren grausame Kriegsverbrechen begangen. Und vielleicht war das erst der Anfang.

04.07.18, 21:50 05.07.18, 14:11


Achtung, dieser Text enthält verstörende Einzelheiten

Kasai ist eine Provinz im Süden der Demokratischen Republik Kongo. Die Region ist gut doppelt so gross wie die Schweiz, etwa 3,5 Millionen Menschen leben dort. Und diese machen momentan äusserst schwierige Zeiten durch.

Seit 2016 schwelt in Kasai ein Konflikt zwischen den Kamuina-Nsapu-Rebellen, der regierungsnahen Bana-Mura-Milz und der kongolesischen Armee FARDC. Das Resultat der gewalttätigen Auseinandersetzungen: Mindestens 5000 Tote, 1,4 Millionen Flüchtlinge und 400'000 Kinder, die vom Hungertod bedroht sind.

Gestern veröffentlichte die UNO ein 126-seitiger Bericht, der die Kriegsgräuel der Region dokumentiert. Die Experten, welche die Lage vor Ort ein Jahr lang untersuchten, erheben schwerste Vorwürfe an alle Konfliktparteien.

Das steht im Bericht: 

Regierungstruppen sollen systematisch Dörfer niedergebrannt haben. Eine 80-Jährige verbrannte, eingesperrt in ihrem Haus, bei lebendigem Leib.

Im Juni 2017 sollen sich zehn Mitglieder der Armee FARDC im Hauptort Tshikapa mitten in der Nacht Zutritt zu einem Haus verschafft haben. Dort schnitten sie mit Macheten Hände und Füsse eines Mannes ab, bevor sie ihn köpften. Danach enthaupteten sie einen weiteren Mann, schnitten eine Frau auf, die im siebten Monat schwanger war und vergewaltigten eine weitere Frau im Hinterhof. 

Dies ist nur eines von vielen ähnlichen Verbrechen, die der kongolesischen Armee angelastet wird.

An Grausamkeit nicht zu überbieten, sind auch die Kriegsgräuel der Rebellengruppe Kamuina Nsapu. In der Stadt Luebo zwangen sie einen Jungen dazu, in der Öffentlichkeit seine Schwiegermutter zu vergewaltigen, bevor sie ihn enthaupteten. 

«Andere Zeugen beobachteten Leute dabei, wie sie Fleisch von noch lebenden oder toten Menschen, insbesondere FARDC-Soldaten, abgeschnitten, gekocht und gegessen sowie ihr Blut getrunken haben», heisst es im Bericht.

In einem Dorf sollen zwei Kindersoldaten im Alter von 12 und 14 Jahren einer schwangeren Frau den Fötus herausgeschnitten haben. Den Jugendlichen wurde erzählt, sie erhielten dadurch Superkräfte. 

Es wird von mehreren Vorfällen berichtet, bei denen die Angreifer die Genitalien ihrer Opfer abschnitten und warteten, bis diese verbluteten. Teilweise sollen diese auch gekocht und gegessen worden sein.

Im Bericht heisst es auch: «Ein Opfer erzählte uns, dass sie im Mai 2017 eine Gruppe von Kamuina-Nsapu-Milizen sah, von denen einige weibliche Genitalien (Klitoris und Vagina) als Medaillen trugen.»

Bisher wurden rund 90 Massengräber entdeckt. In einem Dorf alleine sollen die Rebellen 186 Enthauptungen aufs Mal durchgeführt haben. Nun vermuten die Ermittler aber, dass es mehrere hundert Gräber geben soll. Im Bericht sind wohl nur ein Bruchteil der Verbrechen dokumentiert, die seit 2016 begangen worden sind.

Kabila weigert sich, abzutreten

Die Situation in der Kasai-Region eskalierte im August 2016, als Chief Kamuina Nsapu gegen Präsident Joseph Kabila mobil machte und kurz darauf von der Polizei getötet wurde. Kabila ist seit 2006 Präsident der Demokratischen Republik Kongo, er übernahm das Amt zehn Tage nach der Ermordung seines Vaters. 

Gemäss Verfassung hätte Kabila im Dezember 2016 eigentlich abtreten müssen, doch der kongolesische Machthaber weigert sich. Kritiker vermuten, dass Kabila eine Verfassungsänderung anstrebt, die ihm den Verbleib an der Staatsspitze ermöglichen würde. 

FILE - In this Sept 25, 2014 file photo Joseph Kabila Kabange, President of the Democratic Republic of Congo, speaks during the 68th Session of the United Nations General Assembly at U.N. headquarters. Kabila should step down ahead of 2016 elections but there's a campaign to change the constitution that limits presidents to two five-year terms. (AP Photo/Stan Honda,Pool, File)

Klammert sich an die Macht: Joseph Kabila. Bild: AP/Pool AFP

Die Vorwürfe im UNO-Bericht weist Kabilas Regierung zurück. «Wir haben davon keine Kenntnis, das ist sehr sonderbar», sagte ein Sprecher. Die Veröffentlichung des Berichts sei eine «politisch motivierte Pressekampagne».

Die Angst vor einem Genozid

Derweil wächst die Angst, dass sich die Situation in der Kasai-Region weiter zuspitzen könnte. Nils Melzer, Experte für Folter bei der UNO, befürchtet, dass dies erst der Anfang gewesen sei. Gegenüber Reuters sagt Melzer, die Situation in Kasai erinnere ihn an Ruanda und Bosnien in den 1990er-Jahren. «Heute ist Kasai eine Hölle, die gerade dabei ist, auszubrechen.»

Die UNO-Experten hätten die Beweise geliefert, so Melzer weiter, nun sei es an den weltweiten Regierungen, zu handeln, «den nächsten Genozid, den nächsten Exodus von Millionen von Menschen in alle Ecken der Welt und die nächste unverzeihliche Tragödie in der Geschichte der Menschheit zu verhindern.» 

Renato zum lustigen Thema: Waffenexporte! Jeeee!

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Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.

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82
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82Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • thzw 05.07.2018 19:01
    Highlight Tja. Ist halt eine andere Kultur...
    8 40 Melden
    • Zerpheros 06.07.2018 11:25
      Highlight Nö. Das bleibt übrig, wenn der sogenannte Zivilisationsfirnis abplatzt. Das könnte überall passieren. Bei der grossen Masse machen die Umstände das Verhalten, nicht die Moral.
      13 2 Melden
  • Baccara 05.07.2018 13:34
    Highlight Glencore, Kongo und der Bürgerkrieg.
    Diejenigen, die hier monnieren, Glencore zügelt Millionen ab. Ist korrekt.

    Nur denkt ihr, die Regierung oder die verantwortlichen Personen würden das abgezüglete Geld für ihre Bevölkerung benützen? Träumt weiter! Da blüht die Korruption und die eigenen Taschen werden immer fetter - kann man andernorts auf der Welt ganz prima betrachten..
    44 4 Melden
  • Baba 05.07.2018 13:08
    Highlight Der Kongo hat seit der Kolonialisierung durch die Belgier (deren Gräueltaten stehen den hier geschilderten in nichts nach!) niemals wirklichen Frieden und Stabilität gekannt. 1960 in die Unabhängigkeit entlassen, folgte ein Konflikt dem anderen. Man schätzt, dass über 5 Mio. Menschen ihr Leben vorloren haben.

    Die UNO hat seit Jahren rund 20'000 Blauhelme im Kongo stationiert - bis anhin vergeblich, sie konnten nichts ausrichten 😢

    Ist zwar der Blick, aber trotzdem interessanter Bericht übe den "vergessenen Krieg": http://bit.ly/2K9n4eL
    38 1 Melden
  • Diana89 05.07.2018 12:19
    Highlight Ein Bericht der UNO ist ja schön und gut, aber was macht sie jetzt mit diesem? Die UNO könnte aus ihren Fehlern in Ruanda lernen und im Kongo eingreifen, so dass dort nicht noch mehr unschuldige Menschen diesen Monstern zum Opfer fallen.... Manchmal habe ich das Gefühl die UNO vergisst für was sie da ist. Sie versteckt sich lieber hinter ihren beiden ach so grossen Menschenrechtspakten (die ich gut finde, aber danach handeln und reagierten liegt der UNO m.E. nicht so...)
    16 3 Melden
    • Baba 05.07.2018 13:41
      Highlight Die UNO hat seit 2000 tausende Blauelme im Kongo stationiert. Erfolglos.
      15 0 Melden
    • Diana89 05.07.2018 15:09
      Highlight Ich nehme an nur als Beobachter, so wie in Ruanda? Weil sonst würden uns ja nicht so haarsträubende Berichte über Enthauptungen etc. erreichen? Aber ein Eingreifen der Blauhelme ist teuer und kein Mitgleidstaat möchte wirklich dafür aufkommen...
      3 2 Melden
    • Baba 05.07.2018 17:13
      Highlight Diana89 link zur Webseite der UN Blauhelme auf die OP MONUSCO: http://peacekeeping.un.org/en/mission/monusco

      Es ist aber anzumerken, dass der Kongo beinahe 100 mal grösser ist als Ruanda. Da es buchstäblich im ganzen Land kriselt und der Präsident die Blauhelme lieber heute als morgen los werden würde, ist diese Mission wohl letztendlich zum Scheitern verurteilt, TROTZ einem Budget von 1.4 Mia(!) $ für das letzte Jahr.

      Eines der Hauptproblem mögen wohl die von den Kolonialmächten willkürlich gezogenen Grenzen sein. Da wurden Ethnien zusammengefügt, die nie zusammengehörten.
      13 1 Melden
  • The Origin Gra 05.07.2018 10:53
    Highlight Kongo? Da war doch mal was?
    https://de.wikipedia.org/wiki/Likasi

    Seit Jahrzehnten Herrscht dort Bürgerkrieg, auch weil die Europäischen Kolonialmächte "ihre" Kolonien am Reissbrett Eingegrenzt haben, quer durch alle Ethischen Grenzen hinweg.
    Dann hat man, wie in Ruanda, die Ethnien auch noch gegeneinander ausgespielt und Bürgerkriege Hauptsächlich wegen der Ressourcen Kräftig Unterstützt mit Geld, Waffen und Söldnern.

    Das da kaum noch was Gutes und Erfolgreiches entstehen kann bei all dem Leid und Wahnsinn der schon vor 2016 dort Herrschte wundert einem nicht :/
    26 4 Melden
    • next_chris 05.07.2018 13:32
      Highlight Was hat jetzt das verschlafene Kaff Likasi damit zu tun? Die Einwohner von Likasi sind schon mal froh dass der Kupfer und Kobalt Preis hoch ist, also gibt es wieder arbeit.... die letzten 3 Jahre war da tote Hose.
      8 7 Melden
    • The Origin Gra 05.07.2018 15:08
      Highlight @next_chris: Das Dorf hies mal Jadotville und es war wegen Uran Heiss begehrt und auch Umkämpft, steht übrigens im Wikipedia-Artikel.

      Likasi steht eigentlich Stellvertretend dafür wie Ausländische Mächte sich lange im Kongo eingemischt haben.
      11 0 Melden
    • next_chris 05.07.2018 16:24
      Highlight @ The Origin, Ich kenne Shinkolobwe, ich war mehrmals da, war eine der besten Uran/Kupfer minen, aber wird heute nicht mehr abgebaut, hat aber immer noch gute Kupfer Adern in der Gegend, wird nur von Artisanal Minern benutzt, hast aber Probleme wegen der Radioaktivitaet im Material, dafuer findest Du keine Abnehmer...ansonsten ein schoenes Staedtchen mit viel Baeumen, und zerfallener Kolonial infrastruktur.... Stellvertredend fuer die Geschichte, geb ich Dir Recht.... speziell die USA haben sich frueher extrem eingemischt in Likasi
      3 3 Melden
  • Laut_bis_10 05.07.2018 09:08
    Highlight Kurze Frage: Es handelt sich ja hier um einen internen Konflikt ... Heisst das, die Schweiz dürfte da jetzt Waffen hinliefern?
    32 5 Melden
    • next_chris 05.07.2018 13:33
      Highlight Nein, die Waffen wurden in der Ukraine gekauft....
      6 3 Melden
  • Waedliman 05.07.2018 08:16
    Highlight Die Situation in solchen Ländern ist eine Verquickung aus wirtschaftlichen Interessen ausländischer Unternehmen, schlechter Bildung der Bevölkerung, Stammeskriegen, archaischer Weltanschauung, Einfluss der katholischen Kirche, Korruption und gewissenloser Politiker. Wie soll man da noch durchsehen?
    27 3 Melden
    • Tikvaw 05.07.2018 12:30
      Highlight Dazu kommen noch, von Kolonialmächten, künstliche erschaffene Landesgrenzen, die Unterschiedliche "Gruppen" willkürlich zusammengewürfelt haben und jetzt wollen natürlich alle "Gruppen" auch von den Rohstoffen innerhalb dieser Landesgrenzen profitieren, auch wenn diese Gebiete ursprünglich anderen "Gruppen" gehörten. Da die Zentralregierungen auf die lokal angesiedelten "Gruppen" häufig keine Rücksicht nahmen bzw. ihnen alles stahlen, entstanden natürlich auch Widerstandskämpfe, die wiederum brutal niedergeschlagen wurden mithilfe von, vom Westen finanzierten, Militärtruppen der "Diktatoren".
      20 1 Melden
  • rodolofo 05.07.2018 08:05
    Highlight Solche Geschichten von Gräueltaten, begangen durch Para-Militärische Todes-Schwadronen habe ich auch von Aktivisten einer alternativen Fair-Trade-Organisation auf Negros, der Philippinischen "Zucker-Insel" erfahren.
    Und das ist jetzt schon einige Jahre her.
    Auch in dieser eigentlich sehr fruchtbaren Region, in der die Menschen vor ihrer "Entdeckung" ein unbeschwertes Tropen-Leben, geliebt von einer wunderbaren Mutter Natur führen konnten, hat der raffgierige, skrupellose und brutale Sklavenhalter-Kolonialismus extreme Gegensätze geschaffen und einen Nährboden für Gewalt und Terrorismus...
    22 10 Melden
  • Fischra 05.07.2018 07:23
    Highlight Ich finde es erschteckend dass die UNO Zeit findet solche Berichte zu schreiben, aber wirklich etwas zu tun schafft niemand. Alle schauen weg und lassen es wie im Jemen geschehen. Wenn die Menschen dann als Flüchtlinge vor der Türe stehen wundert man sich und will ihnen den Schutz verweigern. Die Welt ist wirklich sehr verlogen. In Afrika muss investiert werden und den Menschen muss Zukunft und Sicherheit gegeben werden.
    41 8 Melden
    • Waedliman 05.07.2018 14:52
      Highlight Absolut richtig. Die Investitionen müssen aber bei den Menschen ankommen, also mit Trinkwasser, Saatgut und Know-how, wie man Böden bestellt, dazu Schulen, keinen religiösen Einfluss. Wie aber schafft man die totalitären Systeme dort ab? Durch Entmachtung? Und dann machen die Europäer alles besser? Eine Zwickmühle...
      17 0 Melden
  • Ueli der Knecht 05.07.2018 00:58
    Highlight Darum:

    JA zur Konzernverantwortungsinitiative:
    https://konzern-initiative.ch/

    Mehr Infos zu Glencore und Kongo:

    "Kobalt füllt Glencore die Kassen."
    https://www.handelszeitung.ch/unternehmen/kongo-gefahrdet-glencores-milliardengewinne

    "Wie Glencore Afrika ausnimmt"
    https://www.beobachter.ch/wirtschaft/bodenschatze-wie-glencore-afrika-ausnimmt

    "Glencore in der kongolesischen Zwickmühle"
    https://www.nzz.ch/wirtschaft/glencore-in-der-kongolesischen-zwickmuehle-ld.1381585

    Glencore ist bei weitem nicht einzige Sünderin unter den CH-Firmen.
    82 47 Melden
    • Hexentanz 05.07.2018 07:17
      Highlight Es ist schlussendlich so eine typische Schweizer Initiative. Wir verbieten den Ressourcenschieber die Arbeit, welche sich dann nach Irland oder sonst wo absetzen, verlieren die Arbeitsplätze und das tun und machen geht weiter.

      Natürlich ist die Initiative gut und ihr Sinn ist löblich.. Aber seien wir ehrlich, auch wenn ich selbst diese Initiative auch annehmen werde, sie wird nur begrenzt etwas nützen.

      Das Diktatoren Problem müsste global angegangen werden, aber dies klappt ja nichtmal in Syrien.

      Vergangene Beispiele wie zb Irak zeigen das der Schuss sogar noch nach hinten losgehen kann:(
      34 4 Melden
    • Ueli der Knecht 05.07.2018 10:22
      Highlight Hexentanz: Der Vergleich mit Irak und Syrien hinkt ziemlich. Die Verhältnisse im Kongo sind ganz anders.

      Es ist auf alle Fälle besser, etwas zu tun, als nichts zu tun. Wie in der Nothilfe bewährt sich oft auch der Grundsatz: Sogar das Falsche zu tun ist meistens besser als nichts zu tun.

      Es ist eigentlich egal, wenn die Firmen irgendwohin auswandern. Es kann doch nicht sein, dass wir uns auf Kosten und auf dem Buckel der Ärmsten und Hilflosesten bereichern.

      Eine nationale, lokale Lösung wäre jedenfalls mal ein Schritt in Richtung globale Lösung.
      32 12 Melden
    • Bijouxly 05.07.2018 10:54
      Highlight Und dann gibts keine Gräueltaten mehr? Die Initiative hat damit rein gar nichts zu tun.
      10 13 Melden
    • Ueli der Knecht 05.07.2018 12:50
      Highlight Bijouxly: Du argumentierst ähnlich wie ein Waffenschieber oder Drogendealer, so im Stil, wenn wir das (Böse) nicht tun, dann tun es andere (Böse, deswegen dürfen wir weiterhin Böses tun). Ich finde das ziemlich infantil.

      Dann gibts weniger Firmen in der Schweiz, die sich mit solchen Greueltaten bereichern. Es geht darum, dass wir es in der Schweiz nicht nötig hätten, uns an kriminellen Machenschaften zu beteiligen. Vielleicht ist es nur ein Tropfen auf den heissen Stein, aber das ist immerhin doch viel besser als ständig solche billigen Ausreden, wie du und viele anderen sie hier auftischen.
      24 8 Melden
  • know your limits 05.07.2018 00:56
    Highlight Okay. Arbeitshypothese verworfen. https://www.ohchr.org/Documents/HRBodies/HRCouncil/DRC/A_HRC_38_31_FR.docx Es ist handelt sich um einen ethnischen Konflikt, der in einer brutal unterentwickelten Region ausartet. Der Staat macht keine Falle und alles ist durchtränkt von Alkohol und einem Sch####-Aberglauben und der Verfügbarkeit von Waffen.
    61 7 Melden
  • Oh Dae-su 05.07.2018 00:36
    Highlight Bei solchen Konflikten kann man sich schlussendlich eigentlich nur raushalten. Die Gefahr ist viel zu gross zwischen die Fronten zu geraten.
    Man könnte jedoch UNO Sanktionen gegen die Kriegsparteien erlassen und so international Druck ausüben.
    Auch hier spielt aber wohl wieder die Theorie des "Youth Bulge" ein Rolle:

    https://www.nzz.ch/articleeo5x7-1.76650
    28 22 Melden
    • TheGoon 05.07.2018 18:13
      Highlight solange wir daran verdienen sind wir auch in der Verantwortung.
      4 1 Melden
  • axantas 05.07.2018 00:12
    Highlight Sind wir ehrlich: Wir sind machtlos dagegen. Nicht aus Desinteresse oder anderen Gründen, sondern weil wir schlicht nichts gegen diesen Konflikt tun können - ausser wir eliminieren diese Gestalten mit Bomben oder ähnlichem. Dann machen wir uns aber wiederum eines Genozids schuldig. DAS könnte man uns dann vorwerfen. Bleibt letztlich nur, sie machen zu lassen.

    So lange sie es nicht selber schaffen, in friedlicher Koexistenz mitenander zu leben, wird das Morden weitergehen.
    144 77 Melden
    • Ueli der Knecht 05.07.2018 09:46
      Highlight Wir könnten unseren Rohstoffkonzernen ihr unmoralisches Verhalten in Afrika verbieten:

      JA zur Konzernverantwortungsinitiative:
      https://konzern-initiative.ch/

      Dass wir machtlos seien, stimmt nicht. Das ist doch bloss eine plumpe Ausrede, um nichts zu tun, um sich nicht mit verantwortlich zu fühlen, resp. aus der Verantwortung zu stehlen.
      27 24 Melden
    • Mietzekatze 05.07.2018 11:06
      Highlight Entweder den Rohstoffkonernen oder aber den Export von Waffen in solche Länder!
      9 4 Melden
    • DaBoong 05.07.2018 12:27
      Highlight Man kann seht wohl etwas tun. Man muss sich lediglich gut informieren und dann bewusst auf rohstoffe, nahrungsmittel wie auch produkte verzichten, welche aus den besagten gebieten kommen. Ist nicht leicht und auch nicht immer 100% möglich.... aber es ist ein anfang! 😉
      12 2 Melden
    • next_chris 05.07.2018 13:37
      Highlight @daBoong, warum soll man denn auf Rohstoffe aus dieser Region verzichten??? Wovonn sollen die Leute dann leben? DIe letzten 3 Jahre mit tiefen Preisen war extrem hart, endlich sind die Preise besser und man sieht wie die lokale Wirtschaft wieder in Fahrt kommt. Das hilft 1000x mehr als jede NGO oder Hilfstaetigkeit.
      9 8 Melden
    • DaBoong 05.07.2018 13:47
      Highlight Ich denke nicht, dass die leute dort was davon haben.... Ausser man schaut auf fair trade und nachaltige produktion. In diesem fall gebe ich dir recht... 😁
      7 4 Melden
    • next_chris 05.07.2018 16:31
      Highlight @daboong, doch, die Leuter profitieren direkt von hoeheren Preisen. Entweder gut bezahlte Jobs bei den grossen Firmen, oder viele Jobs im Zuliefer Bereich. Wenn schon Skandal, dann google nach Jerabos Accident in Kitwe, deren Regierung gab einen Huegel mit Mining Rejects frei fuer lokale Miners.... duzende Tote innerhalb eine Monats.... das ist ein Skandal, und nun koennen Sie die tausenden Leute nicht mehr aufhalten..
      2 7 Melden
    • DaBoong 05.07.2018 20:08
      Highlight Verstehe deine argumentation nicht ganz, äxgüsi. 😁 Bis ich sie nachvollziehen kann, bleib ich bei meiner meinung, hoffe du verstehst. Lasse mich aber gerne eines besseren belehren...
      2 0 Melden
    • rodolofo 06.07.2018 07:40
      Highlight @ next_chris
      Darf ich fragen, von was DU im Kongo lebst?
      Wenn mir mein Philippinischer Schwager davon erzählt, wie er früher, wenn ihm das Essen nicht passte, im nahen Wald jagen-, oder im nahen Fluss fischen ging, oder wenn er mir davon erzählt, wie er seinem Grossvater bei der Reisernte half, dann weiss ich sehr wohl, von was die Leute früher lebten!
      Solche Möglichkeiten zur Selbstversorgung gibt es heute nicht mehr.
      Der Wald ist dem wuchernden Moloch Manila gewichen. Der Fluss ist eine stinkende Kloake.
      Und das Alles nennt sich vermutlich "Entwicklung", oder "Wirtschaft-Boom"...
      5 0 Melden
    • next_chris 06.07.2018 12:32
      Highlight @rudolofo, LPG import & distribution, waste oil &plastic recycling, consulting fuer mining, energy & rohstoffe ... Kongo ist so gross wie WestEuropa, und komplett unterschiedlich je nach Region. Kinshasa eine Stadt mit 15 mio Einwohner, Equator Provinz oder Kisangani Regenwald wie Brasilien, NordKivu wie die Schweiz vor 100 Jahren; Kolwezi 100% Mining auf technisch hoestem Stand, Tanganika ein Meer im Landesinnern... Kongo ist nicht nur eindimensional, Kongo ist extrem vielfaelltig und schoen (z Bsp Lake Kivu, Bukavu, Ruwenzori, ....), und kann sehr, sehr Remote aber auch exrem staedtisch sein
      1 0 Melden
    • JoWu 06.07.2018 16:26
      Highlight „Das Böse triumphiert allein dadurch, dass gute Menschen nichts unternehmen.“ - Halte ich immer noch für einen ethischen Grundsatz, der in vielen Situationen gilt. Schade, glauben heute immer noch viele Menschen an Appeasement-Politik. Ist anscheinend am bequemsten.
      0 0 Melden
  • know your limits 05.07.2018 00:08
    Highlight Aus dem Artikel geht nicht hervor wie sich sich diese extreme Grausamkeit von beiderseits gegen die Zivilbevölkerung erklären lässt. Offensichtlich kämpfen sie nicht gegen Kabila.
    (Arbeitshypothese bis dahin: Abergläubische ungebildete bewaffnete adoleszente Idioten leben ihre kranken Gewaltphantasien an wehrlosen Menschen aus, möglicherweise unter Einfluss enthemmender Drogen)
    46 4 Melden
  • niklausb 04.07.2018 23:13
    Highlight Da wird möglicherweise schon reagiert aber wenn dann nur weil es viele rohstoffe im Kongo gibt.
    13 15 Melden
  • TheGoon 04.07.2018 22:31
    Highlight passend dazu:

    Rohstoff- und Logistikkonzerne werden immer mächtiger. Das zeigt das diesjährige Ranking der Schweizer Umsatz-Riesen
    https://www.handelszeitung.ch/unternehmen/glencore-ist-das-grosste-unternehmen-der-schweiz

    Der Schweizer Rohstoffkonzern kauft Kupfer von Zwischenhändlern, das unter sehr prekären Bedingungen und von Kindern abgebaut wurde.
    http://www.xn--untergrund-blttle-2qb.ch/wirtschaft/glencore_in_der_demokratischen_republik_kongo.html

    Glencore subpoenaed by US Department of Justice
    https://www.ft.com/content/b18205f4-7e91-11e8-8e67-1e1a0846c475

    Hauptsache Steuern in Zug?
    204 37 Melden
    • Koba 05.07.2018 01:47
      Highlight Und wo genau ist da der Zusammenhang zum obigen Artikel?
      37 27 Melden
    • Jonas Schärer 05.07.2018 06:42
      Highlight In der Region Kasai werden sehr viele seltene Metalle abgebaut, speziell jene, welche zur Handyherstellung benötigt werden.
      Die Abbauschächte gehören dabei oft zu den bestbewachten ganz Afrikas... die Zivilbevölkerung schützen? Pffffffff die Rohstoffabbaugebiete schützen? Aber Hallo,kein Problem. Geht ja um viel viel Batzeli.

      Einer der Hauptsünder = Glencore.
      50 26 Melden
    • next_chris 05.07.2018 06:46
      Highlight In Kasai gibt es Diamanten aber kein Kupfer. Glencore hat null und nichts mit dem zu tun.
      40 17 Melden
    • zipper 05.07.2018 09:43
      Highlight Die bezahlen doch noch nicht mal gross Steuern! Der Bundesrat ist ebenso unfähig, solchen Konzernen mal strikte Regeln und saftige Steuern aufzubürden. Und wenns denen nicht passt, könnens gerne gehen - zahlen ja eh keine Steuern ;)
      11 3 Melden
    • Ueli der Knecht 05.07.2018 09:50
      Highlight next_chris: Vielleicht liest du einmal den Bericht. Da wird schon auch von Diamanten gesprochen, aber auch von der Ausbeutung von weiteren Rohstoffen, Kobalt und Kupfer. Damit hat Glencore eine ganze Menge Dreck am Stecken.

      Koba: Es hat damit zu tun, dass jemand diese bewaffneten Milizen finanziert, und die korrupten Politiker schmiert. Und dieses Geschäfte werden nicht ganz zufällig oft und gerne in der Schweiz abgewickelt. Glencore ist zwar ganz vorne mit dabei, aber beileibe nicht die einzige unmoralische Firma, die sich auf Kosten und auf dem Buckel von Hilflosen bereichert.
      11 8 Melden
    • Cornholio99 05.07.2018 11:49
      Highlight Finde es sehr traurig wie viele jetzt versuchen mit diesem Leid lokale Initiativen zu fördern....
      1. Glencore ist nicht die größte Firma der CH im Rohstoffhandel...man sollte vielleicht mal ein zweites Buch nach King of oil zu Thema lesen.

      Der größte profiteur im Kongo ist China.
      Die Ausbeutung passiert aufgrund von Rebellen und Korruption, kein Rohstoff Konzern profitiert von solch instabilen Strukturen wie im Kongo.
      Es gäbe ja auch positive Beispiele für die Auswirkungen des Rohstoffhandels, aber darüber kann man sich nicht aufregen, man müsste sich ruhig und sachlich d’ami beschäftigen:(

      5 5 Melden
    • Ueli der Knecht 05.07.2018 13:06
      Highlight Cornholio: Es zeugt m.E. nicht wirklich für Intelligenz, wenn man argumentiert, die anderen tun auch, also dürfen wir auch.

      Wenn wir nicht böse sind, dann sind es andere. Wenn wir keine Drogen verkaufen, dann tun es andere. Wenn wir keine Waffen schieben, dann tun es andere. Wenn wir die Leute in Afrika nicht versklaven, dann tun es andere. Wenn wir die Umwelt in Afrika nicht vergiften, dann tun es andere.

      Glencore ist das grösste Rohstoffunternehmen der Schweiz. Glencores Profit basiert zu einem grossen Teil auf fragwürdigen, dreckigen Geschäften, u.a. auch im Kongo (http://bit.ly/2MLVfH9).
      5 6 Melden
    • Ueli der Knecht 05.07.2018 13:18
      Highlight Conrholio: "Der größte profiteur im Kongo ist China." - Tatsächlich kauft China die Rohstoffe. Aber von wem denkst du? Wer ist Chinas Rohstoff-Lieferant. Richtig: Glencore!

      Glencore und die Schweiz sind mindestens so grosse Profiteure. Ausserdem geht's hier gar nicht um ein Ranking, wer der Egoistischste von allen ist.

      Unter den zehn grössten CH-Firmen (siehe Link oben von TheGoon) sind 5 Rohstofflieferanten mit einem Umsatz von rund 700 Milliarden Franken. Hast du eine Ahnung, wie gross das BIP der Schweiz ist?

      Es wäre sehr wirksam, wenn wir diese CH-Rohstoffmultis disziplinieren würden.
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    • next_chris 05.07.2018 13:25
      Highlight @ueli Ich hab den Bericht gelesen, aber da ich in der Region wohne kenn ich es aus eigener erfahrung. Es gibt kein Kobalt oder Kupfer in der angesprochenen Region. Es gibt auch keine internationalen Konzerne in dieser Region. Der Konflikt ist extrem Brutal, wie immer wenn es im Kongo brennt, aber hier sind Glencore und ander Firmen zu 0% involviert. Ehrlich gesagt ist mir dieser interne Konflikt ein Raetsel.. wahrscheinlich eine Mischung aus Politik und Stamm probleme. Tragisch allemal.
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    • Baccara 05.07.2018 13:29
      Highlight Ich glaube kaum, dass da In Kasai irgendwas abgebaut wird. Wird wohl kaum noch möglich sein im Bürgerkrieg..
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    • Ueli der Knecht 05.07.2018 13:42
      Highlight Baccara: Lies den UN-Bericht. Der spricht von Diamanten und Rohstoff-Abbau, womit sich die Milizen finanzieren.

      next_chris: Ich glaube eher den UN-Berichterstatter, die übrigens auch vor Ort waren, als deinen widersprüchlichen Geschichten. Wie kommt es denn, das die UN in ihrem Bericht ganz anderes berichtet als du?

      Keine Ahnung, mit was für Scheuklappen du durch die Welt läufst. Oder vielleicht hast du einfach nur eine blühende Fantasie.
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    • next_chris 05.07.2018 14:02
      Highlight @ueli Distanz zwischen den Glencore Minen und Mbuji Mayi (Kasai) 550km Luftline,also ca 3 Tage mit dem Auto, und nicht passierbar zwischen Dezember und April. Was genau hat jetzt Glencore mit einem Konflikt in Kasai zu tun? Null und Nix
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    • Baccara 05.07.2018 14:08
      Highlight @Ueli - ja mag sein, aber sicher nicht in DER Region. Und ja - ich denke nach wie vor, auch wenn das Geld im Land bleiben würde, würden die gleichen Zustände herrschen. Man studiere die Geschichte..
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    • TheGoon 05.07.2018 15:57
      Highlight Wie Korruption auf höchster Regierungsebene keinen Einfluss auf den gesamten Kongo haben soll ist mir ein Rätsel.

      Hier ein Bericht aus der SD (4. Juli 2018):
      http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/glencore-verdacht-auf-geldwaesche-1.4040000

      Quote: "Selbst die wirtschaftsnahe Neue Zürcher Zeitung fragt inzwischen, warum es eigentlich immer die Amerikaner sein müssten, die derlei Missstände untersuchten: "Die strafrechtlichen Mittel dafür sind auch in der Schweiz vorhanden." So klingt Mentalitätswandel."
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    • Ueli der Knecht 05.07.2018 17:06
      Highlight Baccara: Lies doch einfach mal wirklich den Bericht. Da steht, es würden in Kasaï Diamanten und andere Rohstoffe abgebaut und gehandelt würden. Ob du das glaubst oder nicht, spielt eigentlich weniger eine Rolle.

      next_chris, lies das hier:
      "There could be winners from this mess. Glencore could still emerge with a grip over much of the world's cobalt."
      https://www.swissinfo.ch/eng/minerals-and-power_cut-throat-cobalt-drama-will-leave-congolese-people-the-losers/44124982

      Man kann für den Blutrausch in Afrika verantwortlich sein, auch wenn man tausende Kilometer Luftlinie weit weg in Zug sitzt.
      4 3 Melden
    • rodolofo 06.07.2018 07:28
      Highlight Vielleicht so:
      Wenn Grossfamiliäre Stammeskulturen und Kolonialismus aufeinander treffen, dann ergeben sich diese explosiven Mischungen.
      Einerseits wurden den Stammes-Kulturen (sei das jetzt in Afrika, den Philippinen, in Zentral-Amerika, oder in Arabischen Ländern) künstliche Grenzen aufgedrückt, mit welchen die Kolonialmächte ihre Eroberungen unter sich aufteilten.
      Andererseits konnten die Stämme und Grossfamilien dem Imperialismus nichts Schlagkräftiges entgegen setzen.
      ...
      0 0 Melden
    • rodolofo 06.07.2018 07:33
      Highlight ...
      Die Stämme und Grossfamilien liessen sich gegeneinander ausspielen, und Einige übernahmen dann nach der formellen Unabhängigkeit als "Einheimische Elite" die Sklaventreiber-Rolle für die weissen, gelben und braunen Herren, die bis zum heutigen Tage vornehm aus dem Hintergrund heraus agieren, zum Beispiel vom Hauptsitz im Steuergünstigen Zug aus...
      Ich sage das Alles. ohne zu moralisieren.
      Wären die Schwarzafrikaner in ihrer technologischen Entwicklung voraus gewesen, dann wäre es heute vielleicht umgekehrt.
      Aber vielleicht waren sie auch zu gutmütig und feierten zu viel...
      2 0 Melden
  • Scaros_2 04.07.2018 22:21
    Highlight Und die Welt schaut zu. Sorry aber das ist die Wahrheit. Es interessiert doch hier wirklich kaum jemand was in Afrika passiert. Ein kurzer Aufschrei, ein Bericht,... that's it und danach kehren wir zu unseren 1st World problems zurück wie der kommende Rückbau der Replay-Funktion und die belustigung über die Ortographie des US-Präsidenten.

    Ich will das Morden in Afrika nicht bagatelisieren - auf keinen Fall.....nur es wird sich wirklich kaum was ändern und wenn, dann schmeissen wir Bomben runter und dann machts auch keinen Unterschied "wie" der Afrikaner nun starb.
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    • Borki 04.07.2018 22:59
      Highlight Doch, doch! Natürlich interessiert es uns was in Afrika geschieht! Zieh dir einmal den Bericht über EINE tote Giraffe rein! (Etwas weiter unten im News-Feed) Mehr als 60 Kommentare und x Leute gehen durch die Decke!
      Eigentlich widerlich, wenn man mal genauer darüber nachdenkt, nicht?
      177 21 Melden
    • mondbewohner 04.07.2018 23:34
      Highlight Ja, genau, oder ich setze hier einfach einen entsetzten Kommentar ab. Das ändert auch eine ganze Menge. Irgendwen habe ich doch jetzt gerettet, oder?

      Über‘s Wochenende gehe ich da runter und geb den Bösen eins auf‘s Dach. Das macht mich viel besser als die. Wer kommt mit?
      27 17 Melden
    • Holzklotz 04.07.2018 23:55
      Highlight @borki, Du sprichst mir aus der Seele!
      16 6 Melden
    • axantas 05.07.2018 00:16
      Highlight ... mit dem kleinen Unterschied, Borki, dass wir der schiesswütigen Tante damit einen verpassen können. Wenn sie sich nicht auf dem selben Niveau, wie die kongolesischen Schlächter bewegt, wird sie sich vielleicht Gedanken über ihr Tun machen. Gegen die hirnlosen Schlächter sind wir machtlos.

      Ich finde übrigens den Link zu dem Fall mit der Giraffe im höchten Mass unangebracht.
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    • DingoAteMyBaby 05.07.2018 02:21
      Highlight @Borki du bringst es genau auf dem Punkt. Danke!
      15 11 Melden
    • yannis675 05.07.2018 05:41
      Highlight Unsere zuger konzerne mache milliarden mit Afrikanischen gütern und es ist ihnen egal was dort passiert. Wir sind somit aktiver teil des problems.
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    • jellyshoot 05.07.2018 05:50
      Highlight wie recht du doch hast ...
      es wird nicht mal mit bomben gehandelt, denn die sind zu teuer. das zahlt sich nur aus, bei ländern mit öl ...
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    • next_chris 05.07.2018 06:51
      Highlight @yannis es ist keinem egal was in Kongo geschieht, aber es ist unmoeglich Einfluss zu nehmen in die lokalen Konflikte... in Kasai oder in Kivu. In Lualaba und Haut Katanga wo die Zuger aktiv sind, gibt es keine Konflikte.
      24 9 Melden
    • Jonas Schärer 05.07.2018 06:52
      Highlight @Gaswookie:
      Oooh doch die Gründe kennen wir sehr sehr genau und die können bis in die 1880er Jahre minutiös zurückverfolgt werden! Man muss nur wollen!!!

      1) Etat Indépendant du Congo => Massenweise abgeschnittene Hände und Füsse als Beweis für die sachgerechte Verwendung von Munition; Caoutchuc rouge

      2) Congo Belge => Beginn des Rohstoffabbaus mit 100'000 Toten in den Minen und Arbeitslagern

      3) die Wirren um Patrice Lumumba, was schliesslich in der Machtübernahme von Mobutu mündet = Die Tragödie geht unvermindert weiter, der Raubbau beginnt, Verbrechen werden bis weit in die 90er ignoriert
      9 4 Melden
    • rodolofo 05.07.2018 08:13
      Highlight Es kann sich nur etwas ändern, wenn WIR etwas tun!
      Was "Die da oben" tun, und was die AfD tun will, erfahren wir schon zur Genüge in den Zeitungen.
      "Integration" ist keine Einbahnstrasse!
      Leute aus Afrika sind ja inzwischen recht viele hier und bringen sogar noch mehr Temperament und Lebensfreude mit, als die inzwischen bestens integrierten ItalienerInnen und deren Nachfolge-Generationen!
      Also nichts wie los zum gegenseitigen Kennenlernen!
      5 17 Melden
    • MacB 05.07.2018 08:45
      Highlight Ja, Scaros, erklär doch mal, was wir hier tun können und warum wir hier Einfluss nehmen sollen!?



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    • Ueli der Knecht 05.07.2018 09:59
      Highlight gas_wookie und next_christ: Ihr habt offenbar die UN-Berichte gar nicht gelesen. Es ist nicht unmöglich, Einfluss zu nehmen. Die UN macht sogar Vorschläge.

      In der Schweiz könnten wir schweizer Firmen verbieten, Menschenrechte zu verletzen oder die Umwelt zu beschädigen.

      JA zur Konzernverantwortungsinitiative:
      https://konzern-initiative.ch/

      Das Argument, es sei unmöglich, ist bloss eine plumpe und eher hilflose Ausrede, um sich aus der eigenen Verantwortung zu stehlen.

      next_chris: "wo die Zuger aktiv sind, gibt es keine Konflikte."

      Mach deine Augen auf, und google mal "Glencore Kongo"!
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    • Scaros_2 05.07.2018 10:28
      Highlight Es ist nicht meine Aufgabe eine Lösung für das Problem zu suchen. Wie gesagt ich muss mich um meine eigenen Probleme kümmern wie die Rettung der Replay Funktion etc.

      Das müssen die Menschen Lokal machen. Der Staat ist ja auch Souverän - kommt hinzu.
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    • Ueli der Knecht 05.07.2018 10:52
      Highlight gas_wookie: Es geht ja nicht um eine externe Einflussnahme sondern um die Firmen in der Schweiz, die ja eben (extern) Einfluss nehmen in Kongo und anderswo.

      Wenn du also glaubst, dass das nicht funktioniert oder nur zum Desaster führt, dann begrüsst du offenbar die Initiative, die den schweizern Firmen ihre dreckigen Geschäfte in diesen Krisenregionen verbieten. Das wäre keine externe Einflussnahme, sondern eine interne, um nämlich externe Einflussnahmen zu verbieten.

      Wenn du deinen Ansatz also konsequent weiterverfolgen würdest, bist du ein Befürworter der Konzern-Verantwortungs-Initiative.
      5 7 Melden
    • Ueli der Knecht 05.07.2018 12:56
      Highlight gas_wookie: Ich finde es kindisch, wenn man auf jede Kritik immer gleich vom Gegenteil ausgeht.

      Ich habe gar nie gefordert, dass Glencore nicht mehr investiert, sondern nur, dass Glencore die Verantwortung übernimmt für ihre Handlungen und negativen Auswirkungen ihrer Geschäftstätigkeit.

      Glencore müsste eher noch mehr investieren, um sicherzustellen, dass ihr Profit nicht auf Kinder- und Sklavenarbeit aufbaut, und dass ihre Geschäftstätigkeit Menschenrechte achten und die Umwelt nicht schädigen.

      Eigentlich wären das Selbstverständlichkeiten! Aber offenbar nicht für profitgeile Egoisten.
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    • next_chris 05.07.2018 13:29
      Highlight @ueli: nochmals, ich muss das nocht mal googeln, ich wohne da mitten drin. ich sehs jeden Tag mit eigenen Augen. DIeser Konflikt hat nichts mit Glencore zu tun. Wir sprechen von einer anderen Provinz ohne wirkliche Verbindung zur Mining Region. Ich kenne etliche Monusco Offiziere, und UNO Mitarbeiter die auch da vor Ort sind wo's brennt. Es geht wohl um lokale Probleme, eventuell gemixt mit politischen Zielen... aber nix mit Mining
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    • TheGoon 05.07.2018 18:34
      Highlight @next_chris Der Abfluss von Geld und Rohstoffen betrifft den ganzen Kongo.
      Verkauf mal den "Paradeplatz" ohne wirtschaftliche Folgen fürs Appenzell.
      Die können sicher den Käse weiterhin verkaufen aber bau mal eine Molkerei ohne einen Kredit.

      ps: habe vor 17 Jahren bereits in Lusaka gearbeitet und die hatten dort keine Molkerei mit Appenzeller.
      2 0 Melden
    • rodolofo 06.07.2018 07:15
      Highlight @ The Goon
      Respekt! Was hast Du gearbeitet in Lusaka?
      1 1 Melden
    • next_chris 06.07.2018 12:28
      Highlight @the Goon, bist Du noch in Lusaka? koennen uns ja mal treffen in Ndola oder so.....
      1 0 Melden

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