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In this Tuesday, Aug. 29, 2017 photo made available by UNICEF, a boy displays a scar from a wound he obtained during his time in the militia, in Mbuji Mayi, Kasai province, Democratic Republic of the Congo. Congo’s Kasai region is the latest deadly hotspot in the vast Central African country that has seen violent rebellions for decades. Once again, children are among the most vulnerable victims.  (Patrick Rose/UNICEF via AP)

Ein Junge zeigt seine Narbe, die er sich während den Gefechten in der Kasai-Region zugezogen hat.  Bild: AP/UNICEF

Vergewaltigungen, Kannibalismus, Massenmorde – schockierender UNO-Bericht aus dem Kongo

In der kongolesischen Provinz Kasai wurden in den vergangenen zwei Jahren grausame Kriegsverbrechen begangen. Und vielleicht war das erst der Anfang.



Achtung, dieser Text enthält verstörende Einzelheiten

Kasai ist eine Provinz im Süden der Demokratischen Republik Kongo. Die Region ist gut doppelt so gross wie die Schweiz, etwa 3,5 Millionen Menschen leben dort. Und diese machen momentan äusserst schwierige Zeiten durch.

Seit 2016 schwelt in Kasai ein Konflikt zwischen den Kamuina-Nsapu-Rebellen, der regierungsnahen Bana-Mura-Milz und der kongolesischen Armee FARDC. Das Resultat der gewalttätigen Auseinandersetzungen: Mindestens 5000 Tote, 1,4 Millionen Flüchtlinge und 400'000 Kinder, die vom Hungertod bedroht sind.

Gestern veröffentlichte die UNO ein 126-seitiger Bericht, der die Kriegsgräuel der Region dokumentiert. Die Experten, welche die Lage vor Ort ein Jahr lang untersuchten, erheben schwerste Vorwürfe an alle Konfliktparteien.

Das steht im Bericht: 

Regierungstruppen sollen systematisch Dörfer niedergebrannt haben. Eine 80-Jährige verbrannte, eingesperrt in ihrem Haus, bei lebendigem Leib.

Im Juni 2017 sollen sich zehn Mitglieder der Armee FARDC im Hauptort Tshikapa mitten in der Nacht Zutritt zu einem Haus verschafft haben. Dort schnitten sie mit Macheten Hände und Füsse eines Mannes ab, bevor sie ihn köpften. Danach enthaupteten sie einen weiteren Mann, schnitten eine Frau auf, die im siebten Monat schwanger war und vergewaltigten eine weitere Frau im Hinterhof. 

Dies ist nur eines von vielen ähnlichen Verbrechen, die der kongolesischen Armee angelastet wird.

An Grausamkeit nicht zu überbieten, sind auch die Kriegsgräuel der Rebellengruppe Kamuina Nsapu. In der Stadt Luebo zwangen sie einen Jungen dazu, in der Öffentlichkeit seine Schwiegermutter zu vergewaltigen, bevor sie ihn enthaupteten. 

«Andere Zeugen beobachteten Leute dabei, wie sie Fleisch von noch lebenden oder toten Menschen, insbesondere FARDC-Soldaten, abgeschnitten, gekocht und gegessen sowie ihr Blut getrunken haben», heisst es im Bericht.

In einem Dorf sollen zwei Kindersoldaten im Alter von 12 und 14 Jahren einer schwangeren Frau den Fötus herausgeschnitten haben. Den Jugendlichen wurde erzählt, sie erhielten dadurch Superkräfte. 

Es wird von mehreren Vorfällen berichtet, bei denen die Angreifer die Genitalien ihrer Opfer abschnitten und warteten, bis diese verbluteten. Teilweise sollen diese auch gekocht und gegessen worden sein.

Im Bericht heisst es auch: «Ein Opfer erzählte uns, dass sie im Mai 2017 eine Gruppe von Kamuina-Nsapu-Milizen sah, von denen einige weibliche Genitalien (Klitoris und Vagina) als Medaillen trugen.»

Bisher wurden rund 90 Massengräber entdeckt. In einem Dorf alleine sollen die Rebellen 186 Enthauptungen aufs Mal durchgeführt haben. Nun vermuten die Ermittler aber, dass es mehrere hundert Gräber geben soll. Im Bericht sind wohl nur ein Bruchteil der Verbrechen dokumentiert, die seit 2016 begangen worden sind.

Kabila weigert sich, abzutreten

Die Situation in der Kasai-Region eskalierte im August 2016, als Chief Kamuina Nsapu gegen Präsident Joseph Kabila mobil machte und kurz darauf von der Polizei getötet wurde. Kabila ist seit 2006 Präsident der Demokratischen Republik Kongo, er übernahm das Amt zehn Tage nach der Ermordung seines Vaters. 

Gemäss Verfassung hätte Kabila im Dezember 2016 eigentlich abtreten müssen, doch der kongolesische Machthaber weigert sich. Kritiker vermuten, dass Kabila eine Verfassungsänderung anstrebt, die ihm den Verbleib an der Staatsspitze ermöglichen würde. 

FILE - In this Sept 25, 2014 file photo Joseph Kabila Kabange, President of the Democratic Republic of Congo, speaks during the 68th Session of the United Nations General Assembly at U.N. headquarters. Kabila should step down ahead of 2016 elections but there's a campaign to change the constitution that limits presidents to two five-year terms. (AP Photo/Stan Honda,Pool, File)

Klammert sich an die Macht: Joseph Kabila. Bild: AP/Pool AFP

Die Vorwürfe im UNO-Bericht weist Kabilas Regierung zurück. «Wir haben davon keine Kenntnis, das ist sehr sonderbar», sagte ein Sprecher. Die Veröffentlichung des Berichts sei eine «politisch motivierte Pressekampagne».

Die Angst vor einem Genozid

Derweil wächst die Angst, dass sich die Situation in der Kasai-Region weiter zuspitzen könnte. Nils Melzer, Experte für Folter bei der UNO, befürchtet, dass dies erst der Anfang gewesen sei. Gegenüber Reuters sagt Melzer, die Situation in Kasai erinnere ihn an Ruanda und Bosnien in den 1990er-Jahren. «Heute ist Kasai eine Hölle, die gerade dabei ist, auszubrechen.»

Die UNO-Experten hätten die Beweise geliefert, so Melzer weiter, nun sei es an den weltweiten Regierungen, zu handeln, «den nächsten Genozid, den nächsten Exodus von Millionen von Menschen in alle Ecken der Welt und die nächste unverzeihliche Tragödie in der Geschichte der Menschheit zu verhindern.» 

Renato zum lustigen Thema: Waffenexporte! Jeeee!

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78
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78Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • thzw 05.07.2018 19:01
    Highlight Highlight Tja. Ist halt eine andere Kultur...
    8 40 Melden
    • Zerpheros 06.07.2018 11:25
      Highlight Highlight Nö. Das bleibt übrig, wenn der sogenannte Zivilisationsfirnis abplatzt. Das könnte überall passieren. Bei der grossen Masse machen die Umstände das Verhalten, nicht die Moral.
      13 2 Melden
  • Baccara - Team Nicole 05.07.2018 13:34
    Highlight Highlight Glencore, Kongo und der Bürgerkrieg.
    Diejenigen, die hier monnieren, Glencore zügelt Millionen ab. Ist korrekt.

    Nur denkt ihr, die Regierung oder die verantwortlichen Personen würden das abgezüglete Geld für ihre Bevölkerung benützen? Träumt weiter! Da blüht die Korruption und die eigenen Taschen werden immer fetter - kann man andernorts auf der Welt ganz prima betrachten..
    44 4 Melden
  • Baba 05.07.2018 13:08
    Highlight Highlight Der Kongo hat seit der Kolonialisierung durch die Belgier (deren Gräueltaten stehen den hier geschilderten in nichts nach!) niemals wirklichen Frieden und Stabilität gekannt. 1960 in die Unabhängigkeit entlassen, folgte ein Konflikt dem anderen. Man schätzt, dass über 5 Mio. Menschen ihr Leben vorloren haben.

    Die UNO hat seit Jahren rund 20'000 Blauhelme im Kongo stationiert - bis anhin vergeblich, sie konnten nichts ausrichten 😢

    Ist zwar der Blick, aber trotzdem interessanter Bericht übe den "vergessenen Krieg": http://bit.ly/2K9n4eL
    38 1 Melden
  • Diana89 05.07.2018 12:19
    Highlight Highlight Ein Bericht der UNO ist ja schön und gut, aber was macht sie jetzt mit diesem? Die UNO könnte aus ihren Fehlern in Ruanda lernen und im Kongo eingreifen, so dass dort nicht noch mehr unschuldige Menschen diesen Monstern zum Opfer fallen.... Manchmal habe ich das Gefühl die UNO vergisst für was sie da ist. Sie versteckt sich lieber hinter ihren beiden ach so grossen Menschenrechtspakten (die ich gut finde, aber danach handeln und reagierten liegt der UNO m.E. nicht so...)
    16 3 Melden
    • Baba 05.07.2018 13:41
      Highlight Highlight Die UNO hat seit 2000 tausende Blauelme im Kongo stationiert. Erfolglos.
      15 0 Melden
    • Diana89 05.07.2018 15:09
      Highlight Highlight Ich nehme an nur als Beobachter, so wie in Ruanda? Weil sonst würden uns ja nicht so haarsträubende Berichte über Enthauptungen etc. erreichen? Aber ein Eingreifen der Blauhelme ist teuer und kein Mitgleidstaat möchte wirklich dafür aufkommen...
      3 2 Melden
    • Baba 05.07.2018 17:13
      Highlight Highlight Diana89 link zur Webseite der UN Blauhelme auf die OP MONUSCO: http://peacekeeping.un.org/en/mission/monusco

      Es ist aber anzumerken, dass der Kongo beinahe 100 mal grösser ist als Ruanda. Da es buchstäblich im ganzen Land kriselt und der Präsident die Blauhelme lieber heute als morgen los werden würde, ist diese Mission wohl letztendlich zum Scheitern verurteilt, TROTZ einem Budget von 1.4 Mia(!) $ für das letzte Jahr.

      Eines der Hauptproblem mögen wohl die von den Kolonialmächten willkürlich gezogenen Grenzen sein. Da wurden Ethnien zusammengefügt, die nie zusammengehörten.
      13 1 Melden
  • The Origin Gra 05.07.2018 10:53
    Highlight Highlight Kongo? Da war doch mal was?
    https://de.wikipedia.org/wiki/Likasi

    Seit Jahrzehnten Herrscht dort Bürgerkrieg, auch weil die Europäischen Kolonialmächte "ihre" Kolonien am Reissbrett Eingegrenzt haben, quer durch alle Ethischen Grenzen hinweg.
    Dann hat man, wie in Ruanda, die Ethnien auch noch gegeneinander ausgespielt und Bürgerkriege Hauptsächlich wegen der Ressourcen Kräftig Unterstützt mit Geld, Waffen und Söldnern.

    Das da kaum noch was Gutes und Erfolgreiches entstehen kann bei all dem Leid und Wahnsinn der schon vor 2016 dort Herrschte wundert einem nicht :/
    26 4 Melden
    • next_chris 05.07.2018 13:32
      Highlight Highlight Was hat jetzt das verschlafene Kaff Likasi damit zu tun? Die Einwohner von Likasi sind schon mal froh dass der Kupfer und Kobalt Preis hoch ist, also gibt es wieder arbeit.... die letzten 3 Jahre war da tote Hose.
      8 7 Melden
    • The Origin Gra 05.07.2018 15:08
      Highlight Highlight @next_chris: Das Dorf hies mal Jadotville und es war wegen Uran Heiss begehrt und auch Umkämpft, steht übrigens im Wikipedia-Artikel.

      Likasi steht eigentlich Stellvertretend dafür wie Ausländische Mächte sich lange im Kongo eingemischt haben.
      11 0 Melden
    • next_chris 05.07.2018 16:24
      Highlight Highlight @ The Origin, Ich kenne Shinkolobwe, ich war mehrmals da, war eine der besten Uran/Kupfer minen, aber wird heute nicht mehr abgebaut, hat aber immer noch gute Kupfer Adern in der Gegend, wird nur von Artisanal Minern benutzt, hast aber Probleme wegen der Radioaktivitaet im Material, dafuer findest Du keine Abnehmer...ansonsten ein schoenes Staedtchen mit viel Baeumen, und zerfallener Kolonial infrastruktur.... Stellvertredend fuer die Geschichte, geb ich Dir Recht.... speziell die USA haben sich frueher extrem eingemischt in Likasi
      3 3 Melden
  • Laut_bis_10 05.07.2018 09:08
    Highlight Highlight Kurze Frage: Es handelt sich ja hier um einen internen Konflikt ... Heisst das, die Schweiz dürfte da jetzt Waffen hinliefern?
    32 5 Melden
    • next_chris 05.07.2018 13:33
      Highlight Highlight Nein, die Waffen wurden in der Ukraine gekauft....
      6 3 Melden
  • Waedliman 05.07.2018 08:16
    Highlight Highlight Die Situation in solchen Ländern ist eine Verquickung aus wirtschaftlichen Interessen ausländischer Unternehmen, schlechter Bildung der Bevölkerung, Stammeskriegen, archaischer Weltanschauung, Einfluss der katholischen Kirche, Korruption und gewissenloser Politiker. Wie soll man da noch durchsehen?
    27 3 Melden
    • Tikvaw 05.07.2018 12:30
      Highlight Highlight Dazu kommen noch, von Kolonialmächten, künstliche erschaffene Landesgrenzen, die Unterschiedliche "Gruppen" willkürlich zusammengewürfelt haben und jetzt wollen natürlich alle "Gruppen" auch von den Rohstoffen innerhalb dieser Landesgrenzen profitieren, auch wenn diese Gebiete ursprünglich anderen "Gruppen" gehörten. Da die Zentralregierungen auf die lokal angesiedelten "Gruppen" häufig keine Rücksicht nahmen bzw. ihnen alles stahlen, entstanden natürlich auch Widerstandskämpfe, die wiederum brutal niedergeschlagen wurden mithilfe von, vom Westen finanzierten, Militärtruppen der "Diktatoren".
      20 1 Melden
  • rodolofo 05.07.2018 08:05
    Highlight Highlight Solche Geschichten von Gräueltaten, begangen durch Para-Militärische Todes-Schwadronen habe ich auch von Aktivisten einer alternativen Fair-Trade-Organisation auf Negros, der Philippinischen "Zucker-Insel" erfahren.
    Und das ist jetzt schon einige Jahre her.
    Auch in dieser eigentlich sehr fruchtbaren Region, in der die Menschen vor ihrer "Entdeckung" ein unbeschwertes Tropen-Leben, geliebt von einer wunderbaren Mutter Natur führen konnten, hat der raffgierige, skrupellose und brutale Sklavenhalter-Kolonialismus extreme Gegensätze geschaffen und einen Nährboden für Gewalt und Terrorismus...
    22 10 Melden
  • Fischra 05.07.2018 07:23
    Highlight Highlight Ich finde es erschteckend dass die UNO Zeit findet solche Berichte zu schreiben, aber wirklich etwas zu tun schafft niemand. Alle schauen weg und lassen es wie im Jemen geschehen. Wenn die Menschen dann als Flüchtlinge vor der Türe stehen wundert man sich und will ihnen den Schutz verweigern. Die Welt ist wirklich sehr verlogen. In Afrika muss investiert werden und den Menschen muss Zukunft und Sicherheit gegeben werden.
    41 8 Melden
    • Waedliman 05.07.2018 14:52
      Highlight Highlight Absolut richtig. Die Investitionen müssen aber bei den Menschen ankommen, also mit Trinkwasser, Saatgut und Know-how, wie man Böden bestellt, dazu Schulen, keinen religiösen Einfluss. Wie aber schafft man die totalitären Systeme dort ab? Durch Entmachtung? Und dann machen die Europäer alles besser? Eine Zwickmühle...
      17 0 Melden
  • Ueli der Knecht 05.07.2018 00:58
    Highlight Highlight Darum:

    JA zur Konzernverantwortungsinitiative:
    https://konzern-initiative.ch/

    Mehr Infos zu Glencore und Kongo:

    "Kobalt füllt Glencore die Kassen."
    https://www.handelszeitung.ch/unternehmen/kongo-gefahrdet-glencores-milliardengewinne

    "Wie Glencore Afrika ausnimmt"
    https://www.beobachter.ch/wirtschaft/bodenschatze-wie-glencore-afrika-ausnimmt

    "Glencore in der kongolesischen Zwickmühle"
    https://www.nzz.ch/wirtschaft/glencore-in-der-kongolesischen-zwickmuehle-ld.1381585

    Glencore ist bei weitem nicht einzige Sünderin unter den CH-Firmen.
    82 47 Melden
    • Hexentanz 05.07.2018 07:17
      Highlight Highlight Es ist schlussendlich so eine typische Schweizer Initiative. Wir verbieten den Ressourcenschieber die Arbeit, welche sich dann nach Irland oder sonst wo absetzen, verlieren die Arbeitsplätze und das tun und machen geht weiter.

      Natürlich ist die Initiative gut und ihr Sinn ist löblich.. Aber seien wir ehrlich, auch wenn ich selbst diese Initiative auch annehmen werde, sie wird nur begrenzt etwas nützen.

      Das Diktatoren Problem müsste global angegangen werden, aber dies klappt ja nichtmal in Syrien.

      Vergangene Beispiele wie zb Irak zeigen das der Schuss sogar noch nach hinten losgehen kann:(
      34 4 Melden
    • Ueli der Knecht 05.07.2018 10:22
      Highlight Highlight Hexentanz: Der Vergleich mit Irak und Syrien hinkt ziemlich. Die Verhältnisse im Kongo sind ganz anders.

      Es ist auf alle Fälle besser, etwas zu tun, als nichts zu tun. Wie in der Nothilfe bewährt sich oft auch der Grundsatz: Sogar das Falsche zu tun ist meistens besser als nichts zu tun.

      Es ist eigentlich egal, wenn die Firmen irgendwohin auswandern. Es kann doch nicht sein, dass wir uns auf Kosten und auf dem Buckel der Ärmsten und Hilflosesten bereichern.

      Eine nationale, lokale Lösung wäre jedenfalls mal ein Schritt in Richtung globale Lösung.
      32 12 Melden
    • Bijouxly 05.07.2018 10:54
      Highlight Highlight Und dann gibts keine Gräueltaten mehr? Die Initiative hat damit rein gar nichts zu tun.
      10 13 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Erklärungsbedarf your limits 05.07.2018 00:56
    Highlight Highlight Okay. Arbeitshypothese verworfen. https://www.ohchr.org/Documents/HRBodies/HRCouncil/DRC/A_HRC_38_31_FR.docx Es ist handelt sich um einen ethnischen Konflikt, der in einer brutal unterentwickelten Region ausartet. Der Staat macht keine Falle und alles ist durchtränkt von Alkohol und einem Sch####-Aberglauben und der Verfügbarkeit von Waffen.
    61 7 Melden
  • Oh Dae-su 05.07.2018 00:36
    Highlight Highlight Bei solchen Konflikten kann man sich schlussendlich eigentlich nur raushalten. Die Gefahr ist viel zu gross zwischen die Fronten zu geraten.
    Man könnte jedoch UNO Sanktionen gegen die Kriegsparteien erlassen und so international Druck ausüben.
    Auch hier spielt aber wohl wieder die Theorie des "Youth Bulge" ein Rolle:

    https://www.nzz.ch/articleeo5x7-1.76650
    28 22 Melden
    • TheGoon 05.07.2018 18:13
      Highlight Highlight solange wir daran verdienen sind wir auch in der Verantwortung.
      4 1 Melden
  • axantas 05.07.2018 00:12
    Highlight Highlight Sind wir ehrlich: Wir sind machtlos dagegen. Nicht aus Desinteresse oder anderen Gründen, sondern weil wir schlicht nichts gegen diesen Konflikt tun können - ausser wir eliminieren diese Gestalten mit Bomben oder ähnlichem. Dann machen wir uns aber wiederum eines Genozids schuldig. DAS könnte man uns dann vorwerfen. Bleibt letztlich nur, sie machen zu lassen.

    So lange sie es nicht selber schaffen, in friedlicher Koexistenz mitenander zu leben, wird das Morden weitergehen.
    144 77 Melden
    • Ueli der Knecht 05.07.2018 09:46
      Highlight Highlight Wir könnten unseren Rohstoffkonzernen ihr unmoralisches Verhalten in Afrika verbieten:

      JA zur Konzernverantwortungsinitiative:
      https://konzern-initiative.ch/

      Dass wir machtlos seien, stimmt nicht. Das ist doch bloss eine plumpe Ausrede, um nichts zu tun, um sich nicht mit verantwortlich zu fühlen, resp. aus der Verantwortung zu stehlen.
      27 24 Melden
    • Mietzekatze 05.07.2018 11:06
      Highlight Highlight Entweder den Rohstoffkonernen oder aber den Export von Waffen in solche Länder!
      9 4 Melden
    • DaBoong 05.07.2018 12:27
      Highlight Highlight Man kann seht wohl etwas tun. Man muss sich lediglich gut informieren und dann bewusst auf rohstoffe, nahrungsmittel wie auch produkte verzichten, welche aus den besagten gebieten kommen. Ist nicht leicht und auch nicht immer 100% möglich.... aber es ist ein anfang! 😉
      12 2 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Erklärungsbedarf your limits 05.07.2018 00:08
    Highlight Highlight Aus dem Artikel geht nicht hervor wie sich sich diese extreme Grausamkeit von beiderseits gegen die Zivilbevölkerung erklären lässt. Offensichtlich kämpfen sie nicht gegen Kabila.
    (Arbeitshypothese bis dahin: Abergläubische ungebildete bewaffnete adoleszente Idioten leben ihre kranken Gewaltphantasien an wehrlosen Menschen aus, möglicherweise unter Einfluss enthemmender Drogen)
    46 4 Melden
  • niklausb 04.07.2018 23:13
    Highlight Highlight Da wird möglicherweise schon reagiert aber wenn dann nur weil es viele rohstoffe im Kongo gibt.
    13 15 Melden
  • TheGoon 04.07.2018 22:31
    Highlight Highlight passend dazu:

    Rohstoff- und Logistikkonzerne werden immer mächtiger. Das zeigt das diesjährige Ranking der Schweizer Umsatz-Riesen
    https://www.handelszeitung.ch/unternehmen/glencore-ist-das-grosste-unternehmen-der-schweiz

    Der Schweizer Rohstoffkonzern kauft Kupfer von Zwischenhändlern, das unter sehr prekären Bedingungen und von Kindern abgebaut wurde.
    http://www.xn--untergrund-blttle-2qb.ch/wirtschaft/glencore_in_der_demokratischen_republik_kongo.html

    Glencore subpoenaed by US Department of Justice
    https://www.ft.com/content/b18205f4-7e91-11e8-8e67-1e1a0846c475

    Hauptsache Steuern in Zug?
    204 37 Melden
    • Koba 05.07.2018 01:47
      Highlight Highlight Und wo genau ist da der Zusammenhang zum obigen Artikel?
      37 27 Melden
    • Jonas Schärer 05.07.2018 06:42
      Highlight Highlight In der Region Kasai werden sehr viele seltene Metalle abgebaut, speziell jene, welche zur Handyherstellung benötigt werden.
      Die Abbauschächte gehören dabei oft zu den bestbewachten ganz Afrikas... die Zivilbevölkerung schützen? Pffffffff die Rohstoffabbaugebiete schützen? Aber Hallo,kein Problem. Geht ja um viel viel Batzeli.

      Einer der Hauptsünder = Glencore.
      50 26 Melden
    • next_chris 05.07.2018 06:46
      Highlight Highlight In Kasai gibt es Diamanten aber kein Kupfer. Glencore hat null und nichts mit dem zu tun.
      40 17 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Scaros_2 04.07.2018 22:21
    Highlight Highlight Und die Welt schaut zu. Sorry aber das ist die Wahrheit. Es interessiert doch hier wirklich kaum jemand was in Afrika passiert. Ein kurzer Aufschrei, ein Bericht,... that's it und danach kehren wir zu unseren 1st World problems zurück wie der kommende Rückbau der Replay-Funktion und die belustigung über die Ortographie des US-Präsidenten.

    Ich will das Morden in Afrika nicht bagatelisieren - auf keinen Fall.....nur es wird sich wirklich kaum was ändern und wenn, dann schmeissen wir Bomben runter und dann machts auch keinen Unterschied "wie" der Afrikaner nun starb.
    483 42 Melden
    • Borki 04.07.2018 22:59
      Highlight Highlight Doch, doch! Natürlich interessiert es uns was in Afrika geschieht! Zieh dir einmal den Bericht über EINE tote Giraffe rein! (Etwas weiter unten im News-Feed) Mehr als 60 Kommentare und x Leute gehen durch die Decke!
      Eigentlich widerlich, wenn man mal genauer darüber nachdenkt, nicht?
      177 21 Melden
    • mondbewohner 04.07.2018 23:34
      Highlight Highlight Ja, genau, oder ich setze hier einfach einen entsetzten Kommentar ab. Das ändert auch eine ganze Menge. Irgendwen habe ich doch jetzt gerettet, oder?

      Über‘s Wochenende gehe ich da runter und geb den Bösen eins auf‘s Dach. Das macht mich viel besser als die. Wer kommt mit?
      27 17 Melden
    • Holzklotz 04.07.2018 23:55
      Highlight Highlight @borki, Du sprichst mir aus der Seele!
      16 6 Melden
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Heute vor 100 Jahren: So endete der 1. Weltkrieg

Am 11. November unterzeichneten die Entente und die Mittelmächte einen Waffenstillstand. Dieser sollte zwar nur für 36 Tage gelten, beendete jedoch faktisch den 1. Weltkrieg. Gleich mehrere Grossreiche zerfielen, das alte Europa stand vor einem Scherbenhaufen.

Der 1. Weltkrieg dauerte vier Jahre und tobte in Gebieten in Europa, im Nahen Osten, Asien, Afrika und Ozeanien. Am Ende war Europa nicht mehr wieder zuerkennen: Das russische Zarenreich, das deutsche Kaisertum, die österreich-ungarische Doppelmonarchie und das Osmanische Reich gab es so nicht mehr.

Innert weniger Wochen manifestierten sich tiefgreifende Veränderungen in ganz Europa. Hier eine Chronologie der letzten Tage des «Grossen Krieges»:

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