International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Rohingya refugees headed to the Bhasan Char island prepare to board navy vessels from the south eastern port city of Chattogram, Bangladesh, Monday, Feb.15,2021. Authorities sent a fourth group of Rohingya refugees to the newly developed island in the Bay of Bengal on Monday amid calls by human rights groups for a halt to the process. (AP Photo)

Rohingya-Flüchtlinge auf ihrem Weg zur Bhasan Char Insel am 15. Februar 2021. Bild: keystone

Bangladesch schickt weitere 2000 Rohingya-Flüchtlinge auf umstrittene Insel



Bangladesch hat rund 2000 weitere Rohingya-Flüchtlinge aus überfüllten Lagern auf eine 35 Kilometer entfernte Insel gebracht, die während der Monsunsaison Hilfsorganisationen zufolge Stürmen und Überflutungen ausgesetzt ist.

Inzwischen seien mehr als 8500 Flüchtlinge dort, sagte ein zuständiger Behördenmitarbeiter am Montag der Nachrichtenagentur DPA. Trotz Kritik von Hilfsorganisationen hält die Regierung Bangladeschs an ihrem Plan fest, 100'000 Rohingyas auf die Insel zu schicken.

Anhaltender Völkermord

Hunderttausende Angehörige der muslimischen Minderheit aus dem mehrheitlich buddhistischen Nachbarland Myanmar waren 2017 von dort vor Militärgewalt in das muslimische Bangladesch geflüchtet und leben nun in Camps. Die Vereinten Nationen bezeichnen ihre Verfolgung in ihrer Heimat Myanmar als anhaltenden Völkermord.

Im Dezember hatte die Hilfsorganisation Amnesty International mitgeteilt, dass keine unabhängige Beobachtung der Lage auf der Insel möglich sei, da sie von Hilfsorganisationen nur mit vorheriger Erlaubnis betreten werden dürfe.

Das ganze Ausmass der Rohingya-Verzweiflung

Video: Angelina Graf

Nach Angaben örtlicher Behörden gehen die Rohingya-Flüchtlinge freiwillig auf die Insel, auf die Bangladesch unter anderem Unterkünfte, Krankenhäuser, Dämme und Moscheen für rund 300 Millionen Euro gebaut habe.

Viele Rohingya verloren in Myanmar durch ein 1983 erlassenes Gesetz die Staatsbürgerschaft. Das Militär von Myanmar steht wegen der Verfolgung international in der Kritik. Etliche Rohingya wollen in ihre Heimat zurückkehren. (sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

340'000 Rohingya-Minderjährige in Chaos und Elend

Massengräber in Myanmar zeigen unvorstellbare Gewalt

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Meillard und Holdener die Schnellsten in der Parallel-Quali – auch Odermatt weiter

Acht Schweizerinnen und Schweizer traten an der Ski-WM in Cortina d'Ampezzo zur Qualifikation für die Parallelrennen an – drei schafften diese. Wendy Holdener und Loic Meillard stellten die jeweils besten Zeiten auf, auch Marco Odermatt hinterliess einen starken Eindruck.

Kurzfristig hatte die FIS das Wettkampfformat geändert. Alle Teilnehmer hatten nur einen Qualifikationslauf zu bestreiten, am Ende kamen die jeweils acht Schnellsten auf beiden Kursen in die Achtelfinals (ab 14 Uhr).

Diese finden …

Artikel lesen
Link zum Artikel