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In Indonesien toben derzeit zahlreiche Waldbrände. screenshot: globalforestwatch

Heftige Brände wüten auf Sumatra und Borneo – mit gefährlichen Folgen für Mensch und Tier



Riesige Busch- und Waldbrände im indonesischen Regenwald haben ganze Regionen in Südostasien in dichten Rauch gehüllt.

Auf Sumatra und Borneo standen weiter grosse Dschungelgebiete in Flammen. Tausende Helfer waren im Löscheinsatz. Viele der Feuer werden absichtlich gelegt, um Ackerland zu gewinnen. Auf Borneo, Sumatra und in Malaysia werden im grossen Stil Palmöl-Plantagen angelegt.

Die Brände haben bereits in den Provinzen Riau, Jambi, Südsumatra, West-Kalimantan, Zentralkalimantan und Südkalimantan bereits 162'000 Hektare vernichtet. In Sumatra und auf Borneo leben besonders bedrohte Tierarten wie etwa der Orang-Utan, dessen Lebensraum durch die starke Abholzung stark zurück gegangen ist.

Aufgrund der Brände blieben in Indonesien am Mittwoch tausende Schulen geschlossen. Wann sie wieder aufgehen, ist derzeit nicht bekannt.

Starker Rauch in Malaysia

Auch im malaysischen Teil der Insel Borneo blieben rund 400 Schulen am Dienstag geschlossen, wie Behördenvertreter sagten. Rund 150'000 Schüler waren betroffen.

Der Rauch war auch in der malaysischen Hauptstadt deutlich sichtbar. In Kuala Lumpur wurde die Luftqualität nach der offiziellen Messskala als «ungesund» eingestuft.

So dicht ist der Rauch in Kuala Lumpur:

Der Rauch bedroht auch Singapur und den Süden Thailands. Laut Prognosen dürfe die Situation in den kommenden Tagen aufgrund ungünstiger Winde anhalten.

Am Montag hatte die malaysische Regierung angekündigt, mit Chemikalien Wolken zum Abregnen bringen zu wollen, um auf diese Weise die Brände einzudämmen. Experten bezweifelten jedoch die Wirksamkeit einer solchen Massnahme. Umweltschützer forderten einen Stopp von Brandrodungen. (cma/sda/afp)

Soziale und ökologische Folgen des Palmölanbaus

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    Alle Leser-Kommentare
  • rodolofo 12.09.2019 05:08
    Highlight Highlight Einfach nur grauenhaft!
    Anstatt von den Indigenen des Urwalds zu lernen, wie man im Einklang mit der Natur lebt, werden die letzten Reste dieser wunderbar vielfältigen Natur ausgebeutet, vergewaltigt und verwüstet.
    Und wofür das alles?
    Für Luxus und Fassaden-Schönheit, die mit "Schlauchboot-Lippen" zu vergleichen ist!
    Die Menschheit ist süchtig nach diesem "Äusseren Schein" und merkt nicht, wie sie sich dabei selber zu Grunde richtet.
    Arme, bedauernswerte "Herrenmenschen"...
  • - Momo - 12.09.2019 04:42
    Highlight Highlight Eine Hiobsbotschaft nach der anderen. Einmal mehr zeigt sich einfach, wir Konsumenten müssen uns mehr darum Bemühen gewissenhaft einzukaufen. Ich bin gegen Palmöl aber liebe Nutella, passt einfach nicht. Es gibt viele alternative Produkte, wenn wir denen eine Chance geben, erkennen wir, dass die ebensogut sind. Aber eben der Mensch ist nunmal ein ‚Gewohnheitstierchen‘ :), trotzdem packen wir‘s an.
  • malu 64 11.09.2019 22:15
    Highlight Highlight Viele Brände, aber wenig Willen um zu löschen.
  • Mr. Kr 11.09.2019 22:03
    Highlight Highlight Solche Meldungen machen mich immer sehr traurig. Aber Brände in Borneo schockieren mich besonders, da in Borneo auf einem Quadratkilometer mehr Tierarten leben als in ganz Europa. Schade das da nichts passiert 😔
  • Linus Luchs 11.09.2019 21:45
    Highlight Highlight Im malaysischen Teil von Borneo lebt das indigene Volk der Penan. Bruno Manser hat sich für die Penan engagiert und ist in diesem Gebiet verschollen. Die Brandrodungen gibt es dort seit weit mehr als zehn Jahren. Ich habe es 2006 selber gesehen. Dahinter stecken Holzkonzerne, die mit Hilfe von Schweizer Banken börsenkotiert wurden. Das Schweizer Parlament sperrt sich gegen ein Verbot von Palmölprodukten. Damit fördert die Schweiz die Zerstörung des Regenwaldes. Wir Wählerinnen und Wähler haben es in der Hand, den Parteien, die dafür verantwortlich sind, die Macht zu entziehen.
  • maylander 11.09.2019 21:40
    Highlight Highlight Alle Jahre wieder.
    Der Regenwald dort ist der älteste der Erde und hat die grösste Biodiversität hervorgebracht.

    Zum Glück muss man schon fast sagen, stammt ein guter Teil des Rauch von abgefackelten Reisfeldern. Aber auch da gäbe es nachhaltigere Methoden.
  • Baba 11.09.2019 21:38
    Highlight Highlight Es ist jedes Jahr das selbe Elend. Und die Regierungen unternehmen nichts gegen diese Gauner, die auf kriminelle Art und Weise Anbaugebiete für Ölpalmen brandroden. Weil sie zT mit drin stecken.

    Jede und jeder von uns kann mithelfen, dass diese Verbrechen irgendwann ein Ende haben: Konsequent Produkte mit Palmöl drin vermeiden!
    • maga84 12.09.2019 02:31
      Highlight Highlight Exakt! Palmöl ist einer der wesentlichen Faktoren.
      Als sich Singapur und Malaysia vor einigen Jahren über die Brandrodung auf Sumatra, Kalimantan/ Borneo beschwerten, hiess es von Seiten Indonesien "Dann hört auf unser Palmöl zu kaufen!"

      Wie von Baba bereits geschrieben: Palmölprodukte vermeiden. Ich z.B scanne Produkte, welche ich kaufen möchte erst mit dem App "Codecheck" und kann so identifizieren ob Palmöl im Produkt ist.

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