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Iran's former nuclear negotiator, Hasan Rohani, a potential front-runner in the presidential race, addresses, in a campaign rally in Tehran, Iran, Thursday, May 2, 2013. One candidate stresses Iran's need to find ways to persuade the world that it can possess nuclear technology without building a bomb. Another thinks Iran's international reputation has taken unwelcome hits from the diatribes of President Mahmoud Ahmadinejad. More than a few say there's no reason Washington must remain a permanent enemy. While the race to succeed Ahmadinejad still hasn't reached the official starting gate _ formal registration for candidates begins next week _ comments from presumed front-runners for the June 14 ballot offer an overview that suggests less bombast and more measured diplomacy from Iran's highest elected leader. (AP Photo/Vahid Salemi)

«Feindseligkeiten, Verdächtigungen und Verschwörungen hinter sich gelassen»: Irans Präsident Hassan Ruhani
Bild: AP

Irans Präsident Ruhani begrüsst Aufhebung der Sanktionen gegen den Iran



Irans Präsident Hassan Ruhani hat die Aufhebung der internationalen Sanktionen gegen sein Land begrüsst. Damit sei ein «neues Kapitel» in den Beziehungen zwischen dem Iran und Weltgemeinschaft aufgeschlagen worden.

Die Iraner seien mit dem Atomabkommen auf die Welt zugegangen und hätten mit diesem «Zeichen des Friedens» die «Feindseligkeiten, Verdächtigungen und Verschwörungen» hinter sich gelassen, sagte Ruhani am Sonntag vor dem Parlament.

Iran soll weniger vom Öl abhängig sein

In der Geschichte des Iran sei eine «goldene Seite» aufgeschlagen worden. Für die iranische Wirtschaft sei das Abkommen zur Beendigung des Atomstreits ein Wendepunkt.

Ruhani forderte zugleich Wirtschaftsreformen. Der Iran müsse weniger abhängig von seinen Erdöleinnahmen werden. Die niedrigen Ölpreise seien der beste Grund, um «die Nabelschnur» zum Öl durchtrennen.

Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) hatte dem Iran am Samstagabend bescheinigt, seine Verpflichtungen aus dem im Juli geschlossenen Atomabkommen einzuhalten. Die EU und die USA hoben ihre Sanktionen gegen Teheran daraufhin auf. Am Sonntag wird IAEA-Generalsekretär Yukiya Amano in Teheran erwartet.

Kritik von Israel und Republikanern

Die Gruppe der fünf UNO-Vetomächte und Deutschland hatten im Juli nach jahrelangen Verhandlungen in Wien ein Atomabkommen mit dem Iran geschlossen, das dem Land die zivile Nutzung der Atomtechnologie erlaubt, zugleich aber sicherstellen soll, dass der Staat keine Atomwaffen entwickeln kann.

Das Abkommen sieht vor, dass der Iran seine Urananreicherung drastisch zurückfährt und verschärfte internationale Kontrollen zulässt. Im Gegenzug werden schrittweise die Sanktionen aufgehoben, die im Iran eine schwere Wirtschaftskrise ausgelöst hatten.

Namentlich von Seiten Israels und den Republikanern in den USA wurde die Aufhebung der Sanktionen scharf kritisiert. Sie bezweifeln den Willen des Irans, auf eine atomare Aufrüstung zu verzichten. (sda/afp/reu)

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