International
Attentat in München

Münchner Amokschütze chattete mit sich selbst

Münchner Amokschütze chattete mit sich selbst

24.10.2016, 15:0724.10.2016, 15:14

Zehn Tote, grosse Unsicherheit, massives Polizeiaufgebot: Impressionen aus München

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Zehn Tote, grosse Unsicherheit, massives Polizeiaufgebot: Impressionen aus München
Grosseinsatz in München: Vor einer McDonald's-Filiale nahe eines Einkaufszentrums sind am Freitagabend Schüsse gefallen.
quelle: epa/dpa / sven hoppe
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Der Münchner Amokschütze hat im Vorfeld seiner Bluttat im Internet vermutlich mit sich selbst gechattet. Sein Gesprächspartner «Bastian» sei «mit höchster Wahrscheinlichkeit» eine nichtexistente Person, teilte das Bayerische Landeskriminalamt (LKA) am Montag mit.

Zuvor hatte die «Bild am Sonntag» darüber berichtet. Der 18-Jährige habe in den virtuellen Gesprächen auch über Amokläufe geschrieben. «Er war zwei Personen in diesem Chat», sagte ein LKA-Sprecher.

Zum Inhalt der Unterhaltungen machten die Beamten keine Angaben. Fingierte Gespräche jedenfalls würden zur bisherigen Einschätzung der Ermittler passen, wonach der 18-Jährige wohl ein Einzeltäter war.

Die «BamS» hatte berichtet, der 18-Jährige habe sich in dem Chat mit «Bastian» über Mobbing beklagt und erklärt, sein Amoklauf solle eine Rache sein. Das LKA wollte dies nicht bestätigen und verwies auf die laufenden Ermittlungen. Nach der Tat seien sehr viele elektronische Datenträger gesichert worden, die nun ausgewertet würden.

Am 22. Juli hatte der Amokschütze am Olympia-Einkaufszentrum in München neun Menschen getötet und sich dann selbst erschossen. Die Pistole hatte er nach Auskunft der Ermittler im Darknet, einem anonymen Teil des Internets, erworben. Bereits im August war deshalb ein 31-Jähriger im hessischen Marburg als mutmasslicher Waffenhändler festgenommen worden. (sda/dpa)

München trauert

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München trauert
Der Vater eines der Opfer von München zeigt den Medien ein Foto seines verstorbenen Sohns.
quelle: epa/dpa / karl-josef hildenbrand
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