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epa05559722 Spanish policemen escort an alleged jihadist arrested during a police operation in Melilla, the Spanish enclave in the North of Africa, 28 September 2016. Five suspected jihadists have been arrested in Spain, Germany and Belgium during a joint operational carried out by the security forces of the three European countries against the so-called Islamic State (IS). In Spain three suspects were arrested, two in Barcelona and one in Melilla; another one in Wuppertal (Germany), and a last one in Brussels (Belgium). The five suspects formed a cell with an organized structure following IS instructions by means of Internet, Spanish Interior Ministry's sources stated.  EPA/BLASCO DE AVELLANEDA

Menschenrechtler berichten von körperlicher und verbaler Gewalt gegen Terror-Verdächtige. Bild: EPA/EFE

Überzogene Einsätze, bedenkliche Gesetze: Kritik an Belgiens Anti-Terror-Kampf



Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) hat Belgien ein zu hartes Durchgreifen im Kampf gegen den Terrorismus vorgeworfen. Das Land habe bedenkliche Antiterror-Gesetze verabschiedet, zudem habe es überzogene Polizeieinsätze gegeben.

Das heisst es in einem am Donnerstagabend veröffentlichten HRW-Bericht. Die Organisation kritisiert unter anderem Fälle von langer Einzelhaft sowie verbaler und körperlicher Gewalt gegen Terrorverdächtige.

Als «schmutziger Araber» beschimpft

Einige von ihnen seien als «schmutziger Araber» oder «schmutziger Terrorist» beschimpft worden, schrieb die Autorin Letta Tayler. In zehn Fällen hätten Befragte von überzogener Polizeigewalt berichtet: Sie seien geschlagen oder gegen Autos geschubst worden.

So läuft in Belgien ein Anti-Terror-Einsatz ab:

Das harte Vorgehen der Behörden untergrabe die Massnahmen zur Terrorabwehr, weil damit auch eine Entfremdung der muslimischen Gemeinden riskiert werde, deren Kooperation hilfreich sein könne. Nach Angaben von HRW hat die belgische Regierung erklärt, es würden einige Fälle von verbaler oder körperlicher Polizeigewalt untersucht.

Am 22. März hatten islamistische Terroristen in Brüssel einen Doppelanschlag am Flughafen und in der U-Bahn verübt. 32 Menschen wurden getötet. Die Brüsseler Terroristenzelle hatte Beziehungen zu den Pariser Anschlägen vom 13. November 2015 mit 130 Toten. (tat/sda/dpa)

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