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9 Bilder und Videos, die die heftige Zerstörung in brasilianischer Stadt Petrópolis zeigen

17.02.2022, 11:4317.02.2022, 13:16

Nach Erdrutschen und Überschwemmungen in Folge von heftigem Regen ist die Zahl der Toten in der Bergregion des brasilianischen Bundesstaates Rio de Janeiro auf mindestens 104 gestiegen.

Erdrutsch mitten in die Stadt

Bild: keystone

Demnach waren acht Kinder unter den Opfern. Die Zahl der Toten könne noch steigen, zitierte die Nachrichtenagentur Agência Brasil den Bürgermeister von Petrópolis, Rubens Bomtempo. Hunderte Rettungskräfte und Bewohner suchten unter Trümmern und Schlamm nach Verschütteten. Die Verwaltung der Region veröffentlichte eine Namensliste, nach der mindestens 35 Menschen vermisst wurden.

Insgesamt 24 Personen wurden gerettet. Mindestens 80 Häuser wurden von einer Schlammlawine erfasst, mehr als 180 Bewohner von Risikogebieten fanden laut Zivilschutz in Schulen Unterschlupf. Mehr als 370 Einwohner aus zerstörten Häusern wurden nach «G1»-Angaben in Notunterkünfte gebracht.

Am Dienstag hatte es nach Angaben des Wettersenders Climatempo in sechs Stunden mehr geregnet, als für den gesamten Monat Februar erwartet war. «Es war der schlimmste Regen in Petrópolis seit 1932», sagte Gouverneur Cláudio Castro laut der Mitteilung. Hänge rutschten ab, Autos und selbst grosse Stadtbusse wurden von den Wassermassen mitgerissen, Strassen waren blockiert. «Es ist fast eine Kriegssituation», sagte Castro.

Hunderte Feuerwehrleute im Einsatz

Bild: keystone

Bei den Bergungs- und Aufräumarbeiten waren Hunderte Feuerwehrleute und Polizisten im Einsatz. «Unsere Aufgabe ist es nun, das Leben in der Stadt wieder in Gang zu bringen», sagte Gouverneur Castro. «Wir haben Teams und Maschinen mobilisiert und werden alles Nötige tun, um die Stadt wieder aufzubauen und den Schmerz der Familien der Opfer zu lindern.» Sowohl staatliche als auch private Spendenaktionen liefen an. Am meisten wurden Wasser und Hygieneartikel benötigt.

Noch liegen viele Opfer unter den Trümmern

Bild: keystone

Petrópolis mit seinen rund 300'000 Einwohnern wurde von deutschen Einwanderern geprägt. Einst war sie der Sommersitz der brasilianischen Kaiserfamilie und ist aufgrund ihrer Lage auf mehr als 800 Metern Höhe und des kühleren Klimas in den tropisch-heissen Sommermonaten auf der Südhalbkugel auch bei Einwohnern Rios als Urlaubsort beliebt.

(aeg/sda)

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