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Horror in Rio: Mann hat Frau und Söhne 17 Jahre eingesperrt

Horror in Rio: Mann hat Frau und Söhne 17 Jahre eingesperrt

30.07.2022, 06:1830.07.2022, 13:47
epa10097557 A handout photo made available by the Rio de Janeiro Military Police showing the place where a man held captive a woman and her two children for 17 years, in Rio de Janeiro, Brazil, 29 Jul ...
Das Verlies in Rio.Bild: keystone

In Brasilien soll ein Mann seine Frau und seine beiden Söhne 17 Jahre lang in seinem Haus wie Gefangene gehalten haben. Die Polizei nahm den Mann nach einem anonymen Hinweis im ärmlichen Stadtteil Guaratiba im Westen von Rio de Janeiro fest und befreite die Familie.

Die beiden Söhne waren nach Angaben der Polizei «angebunden, schmutzig und unterernährt», wie die Behörden am Freitag mitteilten. Sie und ihre Mutter wurden dehydriert und ausgehungert in ein Spital gebracht. Die Söhne sind laut Medienberichten 19 und 22 Jahre alt, sehen auf von brasilianischen Medien veröffentlichten Bildern aber aus wie Kinder oder Jugendliche.

epa10097559 A handout photo made available by the Rio de Janeiro Military Police showing the feet of a person rescued after being held captive for 17 years, in Rio de Janeiro, Brazil, 29 July 2022. Po ...
Gefesselte Opfer.Bild: keystone

Die Mutter sagte den Behörden nach Angaben des Nachrichtenportals «G1», sie und ihre Söhne hätten manchmal drei Tage lang nichts zu essen bekommen und seien ständig körperlicher und psychologischer Gewalt ausgesetzt gewesen.

Der Mann, mit dem sie seit 23 Jahren zusammen war, liess seine Frau nicht arbeiten und die Söhne nicht zur Schule gehen. «Du musst bis zum Ende bei mir bleiben, du wirst hier nur tot rauskommen», soll er seiner Frau gesagt haben.

«Keine weitere Woche überlebt»

«Wir haben den Zustand gesehen, in dem die beiden Kinder rausgekommen sind, und ich glaube, sie hätten nicht noch eine weitere Woche überlebt», sagte eine Bewohnerin von Guaratiba zu «G1». Die Mutter sei so schwach gewesen, dass sie nicht habe sprechen können.

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Bild: keystone

Nachbarn sagten zu Medien, der Mann habe den Spitznamen «DJ» gehabt, weil er immer laute Musik habe laufen lassen – mutmasslich, um Hilferufe seiner Familie zu überdecken. Anwohner sagten zudem, sie hätten die Behörden schon vor zwei Jahren alarmiert, diese hätten aber erst jetzt gehandelt. Der Mann wird sich laut «G1» unter anderem wegen Entführung, Folter und Misshandlung verantworten müssen. (aeg/sda/afp)

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