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Tragödie mit 19 Toten ist fünf Jahre her – Erzabbau in Mariana geht weiter



Rund fünf Jahre nach der «Tragödie von Mariana» in Brasilien hat der Minenbetreiber die Aktivitäten wieder aufgenommen. Dies berichtete das brasilianische Nachrichtenportal «G1» unter Berufung auf das Bergbau-Unternehmen Samarco am Donnerstag. Nach dem Bericht kehrt Samarco zunächst eingeschränkt mit 26 Prozent der Produktionskapazität auf der Fläche mit der damaligen «Barragem de Fundão» zurück – just der Damm, der vor fünf Jahren gebrochen war.

Am 5. November 2015 hatte eine Schlammlawine den Ort Bento Rodrigues zerstört, 19 Menschen kamen ums Leben. Der Dammbruch im Rückhaltebecken eines Eisenerzwergwerkes im Bundesstaat Minas Gerais hatte die Katastrophe verursacht. Rund 35 Milliarden Liter an Rückständen sollen in den Fluss Rio Doce geflossen sein und den 650 Kilometer langen Lauf bis zum Atlantik verschmutzt haben.

Die brasilianische Staatsanwaltschaft erhob Anklage wegen fahrlässiger Tötung gegen 21 führende Angestellte von Samarco. Laut «G1» wurde seitdem aber niemand verurteilt. Der Stiftung zufolge, die Vale, BHP Billiton und Samarco gegründet haben, wurden bis Oktober 2020 10 Milliarden Reais, rund 1,6 Milliarden Euro, in Wiederaufbauprojekte gesteckt. Die brasilianische Samarco gehört dem brasilianischen Konzern Vale und dem australisch-britischen Konzern BHP Billiton. (sda/dpa)

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