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epaselect epa05775545 Members of the Brazilian army patrol the streets of Vitoria, Espirito Santo State, Brazil, 06 February 2017. The capital of the southeastern Brazilian state of Espirito Santo has reportedly experienced 52 homicides since the police went on strike at the end of last week, a union leader said. Police stopped patrolling the streets of the city on 04 February, to protest the state government's failure to invest in public safety and to value law enforcement personnel, Jorge Emiliano Legal said. Crime has surged in Vitoria, the state capital, with a record 52 violent deaths in three days, Legal said.  EPA/GABRIEL LORDELLO

Mitglieder der Brasilianischen Armee patrouillieren auf den Strassen von Vitória: Seit die örtliche Polizei in den Streik gegangen ist, verzeichnete die Stadt 75 Morde.  Bild: EPA/EFE

Brasilien: Streik von Polizisten führt zu Mordwelle 



In der brasilianischen Grossstadt Vitória hat ein Streik der Polizei zu einer Mordwelle und zum Zusammenbruch fast des gesamten öffentlichen Lebens geführt. Innerhalb von vier Tagen seien bereits 75 Menschen ermordet worden, berichtete das Portal «O Globo».

Viele Banken, Schulen und Geschäfte in der 520 Kilometer nordöstlich von Rio de Janeiro am Atlantik gelegenen Stadt sind geschlossen. Abends und nachts gleicht Vitória einer Geisterstadt. Nachdem Busse aus Sicherheitsgründen nicht mehr fuhren, sind sie seit Dienstag zumindest tagsüber im Einsatz.

A man observes the broken window of his car, caused by a gunshot after gang attacks in Vitoria, Espirito Santo state, Brazil, February 6, 2017. REUTERS/Gabriel Lordello  FOR EDITORIAL USE ONLY. NO RESALES. NO ARCHIVES

Seit den Streiks ist das öffentliche Sicherheitsnetz zusammengebrochen und die Bandenkriminalität hat enorm zugenommen. Bild: STRINGER/REUTERS

Forderung nach mehr Lohn

Bei dem Streik der Militärpolizei geht es um Forderungen nach höheren Gehältern. Wie der benachbarte Bundesstaat Rio de Janeiro hat auch Espírito Santo mit der Hauptstadt Vitória (320'000 Einwohner) massive Finanzprobleme und ist zum Sparen gezwungen.

Die brasilianische Regierung schickte 200 Militärs in die Region, nachdem es seit dem Wochenende im Zuge der fehlenden Polizei zur drastischen Häufung an Morden und Überfällen kam. Auch in Rio gibt es nach den Olympischen Spielen erhebliche Probleme: In den Favelas flammen Bandenkriege auf, es fehlt an Polizei, und Stadien bis hin zum berühmten Maracanã verfallen zunehmend. (sda/dpa)

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