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Arzt sagt, Trump gehe es «weiterhin extrem gut»



Der Zustand von US-Präsident Donald Trump ist nach seiner Rückkehr aus dem Krankenhaus ins Weisse Haus nach Angaben seines Arztes unverändert gut. Trump habe dem Ärzteteam am Dienstag keine Corona-Symptome gemeldet, erklärte Leibarzt Sean Conley in einer Mitteilung.

Donald Trump selbst schreibt via Twitter, er fühle sich grossartig.

Die Werte des 74-jährigen Präsidenten seien stabil, sagt sein Arzt. Sein Blut weise einen Sauerstoffsättigungsgrad zwischen 95 und 97 Prozent auf. «Insgesamt geht es ihm weiterhin extrem gut», erklärte Conley.

Trumps Behandlung umstritten

Die Behandlung von US-Präsident Donald Trump ist nach Einschätzung der Frankfurter Virologin Sandra Ciesek ungewöhnlich, sein Krankheitsverlauf schwer einzuschätzen. «Letztendlich bleibt es total schwer zu beurteilen, wie sein wirklicher Zustand ist, weil einfach entscheidende Informationen für den Kliniker fehlen», sagte sie im NDR-Podcast «Coronavirus-Update» am Dienstag. Vor allem eine entscheidende Information fehle: Wann Trump sich mit dem Coronavirus infiziert hat.

Einige der Medikamente, die er laut seinen Ärzten bekam, seien für einen schweren Verlauf, obwohl es ihm angeblich immer gut gegangen sei. Andere gebe man eher in der späten Phase, obwohl er wohl erst in der ersten Krankheitswoche war. Da passe einiges nicht zusammen. «Insgesamt muss man sagen, ist die Therapie, die er bekommt, schon sehr umfangreich und auch nicht unbedingt der »standard of care«, würde ich sagen», so Ciesek.

Nach wie vor sei Covid-19 nicht heilbar, Medikamente könnten nur einen schweren Verlauf abschwächen oder die Genesung beschleunigen.

Trump, der Corona-«Überlebende»

Trump war am Montag nach dreitägiger Behandlung im Krankenhaus ins Weisse Haus zurückgekehrt. Conley hatte vor der Entlassung gesagt, Trump habe seine Erkrankung noch nicht überwunden, es spreche aber nichts gegen seine Entlassung. Dem US-Präsidenten sind eine Reihe von Medikamenten verabreicht worden, darunter ein noch experimentelles Antikörper-Mittel.

Trotz der Ungewissheit über den Ausgang der Covid-19-Erkrankung von US-Präsident Donald Trump wagt das Weisse Haus bereits Prognosen über sein Auftreten in der nächsten TV-Debatte gegen Herausforderer Joe Biden. Sprecherin Alyssa Farah sagte am Dienstag im Sender Fox News, sie erwarte, dass Trump eine «neue Mentalität» in Bezug auf das Coronavirus an den Tag legen werde. Er habe ja bereits Freunde durch das Virus verloren und mit den Amerikanern getrauert. «Aber jetzt kommt er selbst als Überlebender. Und ich denke, das wird man in dieser Debatte hören.»

(sda/dpa)

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19 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
Hierundjetzt
06.10.2020 20:07registriert May 2015
Er. Ist. Osteopath. (Alternativmediziner)
Er ist kein Arzt. Er ist auch nicht Dr. med.
In der Schweiz zahlt die Krankenkasse meist nichts an einen Besuch beim Osteopathen.
Kein Wunder gehts Trump blendend. Der Conley hat keine Ahnung.
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soulpower
06.10.2020 20:09registriert March 2020
Na ja, wir wissen ja alle, dass nicht jeder an Corona stirbt. Da scheint ja bei Donald Trump der Krankheitsverlauf glimpflich zu verlaufen, was anscheinend noch lange nicht bei allen so läuft. Aber das Virus zu verharmlosen, solange noch wichtige wissenschaftliche Erkenntnisse fehlen, oder auch schon bestehende nicht zu akzeptieren finde ich trotzdem problematisch. Man sollte da schon eine pragmatische Mitte finden. Und eine Behandlung wie er sie bekam bekommt wohl auch nicht jeder in dem Ausmass, obschon ich hiermit natürlich nicht unsere Gesundheitsdienste verunglimpfen möchte.
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