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Nach Äusserung an Parteitag: Heftige Kritik an Armin Laschet

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Armin Laschet teilte am Parteitag der CSU gegen die SPD aus.Bild: keystone

Nach Äusserung an Parteitag: Heftige Kritik an Armin Laschet

11.09.2021, 18:3411.09.2021, 18:35

Auf dem CSU-Parteitag in Nürnberg hat Armin Laschet scharfe Kritik an der SPD geübt. Einige Sozialdemokraten zeigen sich nun erbost über den Unionskanzlerkandidaten – vor allem eine seiner Äusserungen erhitzt die Gemüter.

In seiner Rede auf dem CSU-Parteitag in Nürnberg fiel Unionskanzlerkandidat Armin Laschet mit scharfen Attacken auf die SPD und Rot-Grün-Rot auf. Während er vor Ort mit langem Applaus gefeiert wurde, reagierten via Twitter bereits mehrere SPD-Politiker mit heftiger Kritik auf Laschets Äusserungen.

Dieser hatte unter anderem gesagt: «In allen Entscheidungen der Nachkriegsgeschichte standen Sozialdemokraten immer auf der falschen Seite.» Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) erklärte daraufhin via Twitter, den Beitrag der Sozialdemokratie zum Aufbau des Landes und der Demokratie zu leugnen, sei «nicht nur geschichtsvergessen, sondern unanständig und würdelos». Auch sein SPD-Kollege Lars Klingenbeil twitterte: «Die Union hat unter Laschet echt Anstand und Würde verloren. Sie gehört in die Opposition!»

Der stellvertretende SPD-Vorsitzende Kevin Kühnert kommentierte die Rede wiederum mit einem bildhaften Vergleich: «Wie wenn einer mit dem Heissluftballon im Sinkflug ist, schon allen Ballast über Bord geworfen hat und nun anfängt die letzten und wichtigsten Habseligkeiten loszulassen, damit es noch irgendwie nach oben geht. Erbarmungswürdig», schrieb er auf Twitter.

Auch Corona-Experte und SPD-Politiker Karl Lauterbach reagierte auf Laschets Worte. «Wie unseriös das ist. Wir haben in der Corona-Krise eine gute gemeinsame Arbeit geleistet. Schade», twitterte er.

CDU-Kollege Jens Spahn lobte hingegen Laschets Rede. Sie markiere den «Startschuss für zwei Wochen Volldampf von CDU und CSU», so der Gesundheitsminister auf Twitter.

Armin Laschet ging als klarer Favorit ins Rennen ums Kanzleramt. Seine Umfragewerte sanken jedoch kontinuierlich, nachdem er sich mehrere Fehler geleistet hatte. Die SPD um Kanzlerkandidat Olaf Scholz hat die CDU/CSU in Umfragewerten mittlerweile hinter sich gelassen und darf sich berechtigt Hoffnungen auf die Nachfolge von Angela Merkel machen. (t-online.de/cma)

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