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Wieder Pegida-Kundgebung und Gegendemonstration in Dresden



In Dresden haben am Montagabend mehrere tausend Menschen gegen die fremdenfeindliche und antiislamische Pegida-Bewegung demonstriert. Gleichzeitig nahmen mehrere tausend Personen an einer Pegida-Kundgebung teil.

Supporters of the anti-immigration right-wing movement PEGIDA (Patriotic Europeans Against the Islamisation of the West) gather during their weekly demonstration in Dresden, Germany, December 21, 2015.      REUTERS/Hannibal Hanschke

Bild: HANNIBAL HANSCHKE/REUTERS

Nach Angaben der Studenteninitiative «Durchgezählt» beteiligten sich zwischen 3000 und 4000 Menschen an einer Kundgebung des Anti-Pegida-Bündnisses «Herz statt Hetze» auf dem Theaterplatz vor der Semperoper, wo sonst allwöchentlich Pegida demonstriert. Zu Beginn der Veranstaltung ertönte die «Ode an die Freude», gespielt von der Staatsoper Dresden, auch das Staatsschauspiel wirkte mit.

Bis zu 900 weitere Gegendemonstranten versammelten sich vor dem Bahnhof Neustadt.

epa05078273 People gather at Dresden-Neustadt railway station to rally under the motto 'Herz statt Hetze' (lit. Heart instead of Hate) to counter a rally of Pegida (Patriotic Europeans Against the Islamisation of the Occident) which takes place on the same day in Dresden, Germany, 21 December 2015. One protester carries a sign which reads 'Refugees Welcome'.  EPA/SEBASTIAN WILLNOW

Anti-Pegida-Kundgebung «Herz statt Hetze» in Dresden.
Bild: EPA/DPA

Zur Pegida-Kundgebung, die diesmal am Königsufer auf der anderen Elbseite stattfand, kamen nach Angaben von «Durchgezählt» schätzungsweise 6000 bis 8000 Teilnehmer – und damit mehr als in der Vorwoche, als die Initiative rund 5000 Pegida-Demonstranten gezählt hatte. Bei der Pegida-Kundgebung erklangen Weihnachtslieder.

Grossaufgebot der Polizei

Mit einem Grossaufgebot hatte sich die Polizei auf die Demonstrationen vorbereitet, um mögliche Gewaltausbrüche, etwa von linksextremen Gegendemonstranten, zu verhindern. In der Innenstadt waren mehrere Wasserwerfer in Position gebracht worden.

epa05078324 Anti riot police patrol with their dogs as  people gather to particpate in a rally of Pegida (Patriotic Europeans Against the Islamisation of the Occident) in Dresden, Germany, 21 December 2015. Several counter demonstrations take place on the same day to send a sign of openness.  EPA/SEBASTIAN KAHNERT

Polizei und Hunde in Dresden am Montagabend.
Bild: EPA/DPA

Polizisten aus Nordrhein-Westfalen, Berlin und Bayern unterstützen die sächsische Polizei. Nach Angaben eines Polizeisprechers verliefen aber alle Versammlungen ruhig und «ohne Vorkommnisse».

Eigentlich wollte Pegida am Montag durch die Dresdner Neustadt marschieren. Doch die Stadt untersagte den Demonstrationszug und erlaubte stattdessen nur eine stationäre Kundgebung am Elbufer.

Am Montagnachmittag bestätigte das Verwaltungsgericht Dresden das Verbot. Da mit einer starken Mobilisierung links- und rechtsgerichteter Gruppen gerechnet werde, müsse das Versammlungsrecht in diesem Fall «gegenüber der Sicherheit von Leib und Leben» zurückstehen, urteilten die Richter. (sda/afp/dpa)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Hayek1902 21.12.2015 23:34
    Highlight Highlight auch wenn ich PEGIDA und ihre ziele nicht unterstütze, finde ich das ein skandal:
    "Da mit einer starken Mobilisierung links- und rechtsgerichteter Gruppen gerechnet werde, müsse das Versammlungsrecht in diesem Fall «gegenüber der Sicherheit von Leib und Leben» zurückstehen, urteilten die Richter."
    Es kann doch nicht sein, dass extreme Parteien indirekt bestimmen, wer gehört werden kann und wer nicht.

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