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Polizei: Paketbombe wurde in Potsdam aufgegeben

Polizei: Paketbombe wurde in Potsdam aufgegeben

04.12.2017, 09:5604.12.2017, 10:02
epa06362181 A police car and policemen stand behind barrier tape on an empty Christmas market after it was evacuated by police, in Potsdam, Germany, 01 December 2017. Police said they had found an exp ...
Aufregung am Potsdamer Weihnachtsmarkt.Bild: EPA/EPA

Im Fall der in Potsdam gefundenen Paketbombe gehen die Ermittler von einem regional agierenden Täter aus. Das Paket sei in Potsdam aufgegeben worden, sagte der Sprecher der Polizei Brandenburg, Torsten Herbst, am Montag im ZDF-«Morgenmagazin».

In einem ähnlichen Fall sei zuvor ein weiteres Paket in Berlin aufgegeben und ebenfalls in Brandenburg zugestellt worden. Derzeit werde von einem Täter ausgegangen, es könne sich aber auch um eine Tätergruppe handeln, sagte der Sprecher.

Die Polizei habe die Zahl der Ermittler verdoppelt, auch ein Hinweistelefon sei geschaltet worden. Den entscheidenden Hinweis gab es demnach aber noch nicht. Bei dem verdächtigen Paket gebe es allerdings mehrere Indizien wie zum Beispiel Drähte und Farbspuren, sagte der Sprecher.

Sprengstoffexperten der Bundespolizei hatten am Freitag ein Paket unschädlich gemacht, das in einer Apotheke mitten in der Potsdamer Innenstadt abgegeben worden war. Die Ermittler gehen davon aus, dass hinter der Paketbombe eine Erpressung in Millionenhöhe gegen den Paketdienst DHL steckt.

Die Sendung wurde von einem Postzustelldienst abgegeben, darin befanden sich eine Blechbüchse mit Nägeln, Batterien sowie Drähte und ein verdächtiges Pulver. Das Paket hätte den Angaben zufolge explodieren und Menschen schwer verletzen können. Die Ermittler warnten die Bevölkerung am Sonntag vor weiteren möglicherweise gefährlichen Sendungen.

Potsdams Oberbürgermeister Jann Jakobs rief die Bevölkerung zur Wachsamkeit auf. Wenn Pakete zu Hause oder in Unternehmen ankämen, deren Herkunft nicht ganz klar sei, sollte die Polizei informiert werden, «bevor man sich irgendwelchen Gefährdungen aussetzt», sagte er am Montag im Rundfunk Berlin-Brandenburg. (sda/afp)

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