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bild: zdf/screenshot

Carola Rackete tritt erstmals in Talksendung auf – und schlägt sich wacker

Philip Buchen / watson.de



Schon vor der Sendung hatte ihr Auftritt für Kritik gesorgt: Am Mittwochabend war die frühere «Sea Watch 3»-Kapitänin Carola Rackete in der ZDF-Talkshow von Dunja Hayali um 22.45 Uhr zu Gast. In den sozialen Medien war von «einseitiger Parteinahme», «Grünfunk» oder «Dauerwerbesendung» auf «Kosten der «GEZ-Gebühren» zu lesen.

Zuvor diskutierte die ZDF-Moderatorin mit dem Grünen-Politiker Robert Habeck, Raoul Holle, dem Chef des Flughafens Hannover und Melanie Zirzow, einer Personalreferentin der Braunkohleindustrie die Klimapolitik.

Doch Rackete sollte der Stargast der Sendung werden. Hayalis Team stellte das Interview mit Rackete ganz ans Ende der Sendung – vielleicht ja in der Hoffnung, dass so möglichst viele Zuschauer bis zum Schluss dranbleiben würden. Ende Juni war die 31-jährige Rackete mit rund 40 Migranten an Bord der «Sea Watch 3» ohne Erlaubnis der Behörden in den Hafen von Lampedusa gefahren. Die italienische Staatsanwaltschaft ermittelt unter anderem wegen des Vorwurfs der Beihilfe zur illegalen Migration. Rackete drohen bis zu zehn Jahre Haft.

Zu Beginnn des Gesprächs fragte Hayali Rackete, ob ihr im Moment ihrer folgenschweren Entscheidung, in den Hafen von Lampedusa einzulaufen, die Konsequezen bewusst gewesen wären. Rackete zeigte sich festentschlossen: «Die Konsequenzen waren mir prinzipiell klar, allerdings war die Sicherheit der Menschen (an Bord, Anm. d. Red) nicht mehr gewährleistet. Die hatte deutlich Vorrang.»

Hayali fragte kritisch nach – die ZDF-Moderatorin verwies darauf, dass Kapitäne im Falle einer Notsituation an Bord in den nächsten sicheren Hafen fahren sollen. Und sie fragte: «Lampedusa hatte Ihnen die Einfahrt verweigert. Genauso wie Spanien oder Malta. Hätte es keinen anderen Hafen gegeben?»

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bild: zdf/screenshot

Rackete erklärte dazu, dass man keinen anderen Hafen gefunden hätte: «Wir haben alle angefragt, und niemand wollte einen Hafen zur Verfügung stellen.» Hayali hakte weiter nach: Ob Rackete nicht verstehen könne, dass Länder wie Italien mit den Mengen von Migranten nicht zurechtkommen können und daher die Häfen schliessen.

Die Seenotretterin dazu: «Teilweise. Diese Frage wird auch zu parteipolitischen Zwecken genutzt.» Und weiter: «Das Dublin-III-Abkommen ist nicht fair, das ist allen bekannt.» Dann ging Rackete über Hayalis Frage hinaus, und verwies auf Probleme bei der Unterbringung der «Sea Watch 3»-Migranten. Hier habe Bundesinnenminister Seehofer Bemühungen der Stadt Rottenburg am Neckar, die Migranten aufzunehmen, blockiert.

Die europäische Flüchtlingspolitik habe

Bild: AP

In einem «Bild»-Interview hatte Rackete gefordert, eine halbe Million Klimaflüchtlinge aufzunehmen. Hayali konfrontierte die Seenotretterin mit ihrer Aussage, und fügte hinzu: «Haben Sie Verständnis für die Menschen, die sagen, irgendwann reicht's auch mal?»

Rackete reagierte trocken: «Ne, eigentlich nicht.» Da gab es Applaus von den Zuschauern des ZDF-Studiopublikums. Rackete mahnte: «Deutschland und die anderen europäischen Staaten haben eine historische Verantwortung für die aktuelle Situation, für die Machtstrukturen die da sind.»

Hayali befreite sich in dem Gespräch von den Vorwürfen, auf Racketes Seite zu stehen. Immer wieder fragte sie bei Rackete kritisch nach, erinnerte die Seenotretterin an die von ihr gestellten Fragen. Dann kam Hayali auf den sogenannten «Pull-Effect» zu sprechen – die Annahme, dass die Rettung und Aufnahme von Migranten in den EU-Staaten weitere Migranten zur Flucht nach Europa motivieren würde.

Rackete meinte über ihre Fahrt mit der «Sea Watch 3»: «Am Anfang hatten wir 53 Personen an Bord – und es ist wirklich so, dass alle diese 53 Personen einen Teil dieser Menschenrechtsverletzungen erlebt haben.»

Auf die Frage, ob sie sich erneut an das Steuer eines Seenotrettungsschiffs stellen würde, sagte Rackete: «Wir brauchen dringend mehr Schiffe in der Such- und Rettungszone, das ist ganz klar. Je weniger Schiffe wir haben, desto mehr Menschen sterben.» Hayali hakte nach, denn Rackte hatte ihre eigentliche Frage ja gar nicht beantwortet.

Am Montag hatte die italienische Regierung Strafen von bis zu einer Million Euro beschlossen, wenn ein Kapitän mit einem Schiff ohne Erlaubnis in die Gewässer des Landes fährt. In solchen Fällen können die Behörden ein Schiff künftig umgehend konfiszieren.

Hayali brachte Rackete zum deutlichsten Statement des Abends: «Wenn wieder ein Kapitän ausfällt und keiner da ist, dann auf jeden Fall.»

Und damit endete die ZDF-Sendung, die Hayali mit ihrem souveränen Auftritt für sich als Erfolg für sich verbuchen kann.

Sea Watch 3 und Carola Rackete

Kapitänin der Sea-Watch 3 verhaftet

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    Alle Leser-Kommentare
  • Ale Ice 08.08.2019 19:15
    Highlight Highlight Wer wissen möchte, wie es auf der Sea Watch 3 war:
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    • Tjuck 09.08.2019 16:02
      Highlight Highlight Und wer es nicht wissen will, der blitzt.
    • Ale Ice 09.08.2019 18:40
      Highlight Highlight Genau :)
  • Platon 08.08.2019 12:43
    Highlight Highlight Wow, Europa hat es tatsächlich geschafft, dass ertrinken im Mittelmeer zu einer salonfähigen Variante eines Asylverfahrens wurde. Sind das die Werte, die Europa verteidigen muss? Ich könnt kotzen. Stoppt das ertrinken im Mittelmeer, mach ordentliche Asylverfahren in Europa und schickt sie nach Hause, und zwar dorthin, woher sie kamen. Nicht das Libyen oder Tunesien, dann werden sie es wieder versuchen. Was ist daran so schwierig? Kann mir irgendjemand der Racketekritiker sagen, was an der jetzigen Situation ohne Seenotrettung gut sein soll?
    • PrivatePyle 08.08.2019 18:36
      Highlight Highlight Schau dir mal dieses Originalvideo der Fromtex an.
      Die Migranten werden mit einem Fischkutter in die See hinausmitgenommen und ziehen ein Nicht-See tüchtiges Holzboot mit. Nach Absprache mit NGOs die inder Nähe sind steigen die Migranten dann auf das Holzbopt um und begehen sich SELBER in Gefahr. Sorry aber irgendwann hört bei mir die Menschenliebe einfach auf.
      Play Icon
  • Kubod 08.08.2019 11:33
    Highlight Highlight Eine andere Sicht der Dinge ist, dass Rackete zu dämlich ist, zu begreifen, dass sie Teil des Schleppetsystems mit tausenden Toten ist.
    Oder noch schlimmer, diese Toten in Kauf nimmt, um ihre politische Ansicht durchzusetzen.
    50 Millionen Flüchtlinge aufnehmen?
    Klar.
    Und nächstes Jahr?
    Die nächsten 50 Millionen?
    Rackete denkt sehr eng und sehr kurz
    • Tjuck 09.08.2019 16:05
      Highlight Highlight Ertrinkende vor dem Tod retten, um damit Tote in Kauf zu nehmen?

      1984: „Krieg ist Frieden“, „Freiheit ist Sklaverei“ und „Unwissenheit ist Stärke“

      Es ist in Tat und Wahrheit umgekehrt. Europäische Politiker nehmen Tote in Kauf, um ihre politischen Ansichten durchzusetzen.
  • Mutbürgerin 08.08.2019 11:18
    Highlight Highlight Wieso wird diese Frau gefeiert? Sie handelt entgegen den Interessen von Europa und den Flüchtlingen, indem sie ihre Ideologie durchdrückt. Sie hat einige wenige gerettet und vielen tausenden Ansporn gegeben, es auch zu versuchen und zu ertrinken.
    • P.Rediger 08.08.2019 13:16
      Highlight Highlight Also dann denken wir doch Ihren Ansatz mal bis zum Ende durch. Sie behaupten also, dass es mehr Flüchtlinge gibt, weil es Rettungsorganisationen gibt, die Menschen aus Seenot retten?

      Dann sorgen wird doch dafür, dass auch kein Nichtschwimmer mehr in einem Schwimmbecken ertrinkt, indem wir den Bademeistern sagen, dass sie Nichtschwimmer nicht mehr retten dürfen. So würde man alle Nichtschwimmer abschrecken und sie würden nicht mehr in das tiefe Becken oder den See gehen.

      Sie bemerken wie krud Ihre Logik ist, oder?
    • TJ Müller 08.08.2019 20:22
      Highlight Highlight Mutbürgerin, ich weiss, dass Sie doch relativ resistent gegenüber Fakten sind, aber hier nochmal die wissenschaftlichen Fakten zu dem von Ihnen angesprochenen Pull-Effekt, den es bei der Seenotrettung NICHT gibt. Hier: https://www.law.ox.ac.uk/research-subject-groups/centre-criminology/centreborder-criminologies/blog/2017/03/border-deaths. Fig 3. und folgende sind interessant. Oxford University ist wohl seriös genug, oder?
    • Diavolino666 08.08.2019 23:05
      Highlight Highlight @P.Rediger
      Dann denken Sie Ihr Beispiel mal weiter: Als Bademeister bringt man die Nichtschwimmer ans nächste Ufer und nimmt sie nicht noch mit auf einer Reise, welche weitere Leute auf die Idee bringen könnte, auch "schwimmen zu gehen". Ihr Beispiel hinkt und Ihre Logik passt perfekt zum perfiden Spiel der Schlepper.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Lore 08.08.2019 11:04
    Highlight Highlight Peter Scholl Latour sagte mal sehr treffend:
    Wer halb Kalkutta aufnimmt, hilft nicht Kalkutta, er wird selbst zu Kalkutta.
    • Platon 08.08.2019 12:47
      Highlight Highlight @Lore
      Nur weil Rackete naive Vorstellungen darüber hat, wie viele wir aufnehmen können und sollen, heisst das nicht, dass wir dies auch tun. Ertrinken ist kein Asylverfahren! Auch ich bin dafür, diese Migranten zurückzuschicken, ihren Heimatländern, wird nämlich tatsächlich nicht geholfen. Nur soll endlich das unsägliche Ertrinken im Mittelmeer ein Ende haben! Rettet gefälligst diese Leute und schickt sie danach nach Hause. Was spricht dagegen? Bitte erleuchte mich mit deiner Weisheit, wieso man unbedingt Menschen ertrinken lassen muss? Das ist einfach nur krank!
    • Lore 08.08.2019 15:29
      Highlight Highlight Äääh ... What?????? Wo steht das denn bitte? Du hast es doch anfangs relativ passend zusammengefasst. Aber dann? Was ist passiert? Was habe ich verpasst?
    • Platon 09.08.2019 10:05
      Highlight Highlight @Lore
      Du scheinst dein völlig deplatziertes Zitat verpasst zu haben!!!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Lucie Weisswas 08.08.2019 10:23
    Highlight Highlight Ich fand die Sendung nicht so schlecht und hatte schlimmeres erwartet. Hayali hatte gute und richtige Fragen gestellt. Die Antworten von Rakete waren das übliche pro Flüchtlingsgetöns.
    • P.Rediger 08.08.2019 13:20
      Highlight Highlight Sagt jemand der in der sicheren und sozial abgesicherten Schweiz oder in Deutschland wohnt. Sie können sich echt nicht vorstellen, dass diese Menschen ihre Heimat nicht einfach wegen lustig verlassen, oder weil es ein Kick ist mit dem Gummiboot über das Mittelmeer zu fahren? Glauben Sie mir, in all den afrikanischen Ländern in denen ich war lieben die Menschen ihre Heimat (die Gegen in der sie geboren wurden und aufgewachsen sind, nicht das Land als abstraktes Konstrukt) auch sehr.
    • Tjuck 09.08.2019 16:17
      Highlight Highlight Die Fragen waren ja auch das übliche Gewäsch.
  • Do not lie to mE 08.08.2019 09:22
    Highlight Highlight Die meisten Migranten stammen aus Niger 20% wo kein Konflikt herrscht, gefolgt von Ägypten und Tschad mit je 15%. Bangladesch Migranten führen aus dem gesamten Mittleren Osten / Asiatischen Raum die List an. So ist der Begriff „Wirtschaftsmigration“ in dem Zusammenhang wichtig, weil die irische Zentralbank mehr Zuwanderung will, um das Lohnniveau niedrig zu halten.
    https://www.independent.ie/business/jobs/not-enough-migrants-arriving-to-keep-pay-down-central-bank-38356212.html

    Migration für Grossunternehmen mit der Hilfe eines gewissen Parteienspektrums?

    • tömu 08.08.2019 10:00
      Highlight Highlight Da bin ich ganz bei Dir. Ist bei uns mit der PFZ nicht anders.
  • zeromaster80 08.08.2019 09:19
    Highlight Highlight Wenn es mit einer halben Million Flüchtlingen getan wäre... Unzählige Millionen wollen nach Europa und es werden immer mehr. Dass dies irgend ein Problem, dort oder hier, löst wage ich zu bezweifeln bzw. würde ich gar das Gegenteil behaupten.
    • P.Rediger 08.08.2019 13:21
      Highlight Highlight Ach und woher wissen Sie wie viele es sind? Haben Sie dazu Quellenangaben, oder haben Sie Resultate aus Umfragen dazu?
    • Pümpernüssler 08.08.2019 14:24
      Highlight Highlight @p.rediger unzählige millionen...
    Weitere Antworten anzeigen
  • schreiben was ist. 08.08.2019 09:17
    Highlight Highlight Die Situation ist leider ziemlich trist.

    Es ist eigentlich gar nicht möglich alle Migranten zu retten und Ihnen eine bessere Zukunft zu geben.
    (Wir haben dies ja schon getan).

    Das grösste Problem ist, das die Zahl derer die kommen wollen endlos ist.

    Wir können 1000 retten und es kommen 10000, danach 100000, danach eine Million, danach 10 Mio, danach 100 Mio.
    Die Büchse der Pandora.

    Wir dürfen dies nicht zulassen.
    Es wäre verantwortungslos. Das Ende Europas.
    Aber auch unsere Kinder haben ein Recht auf eine Zukunft.

    Denkt diese Frau auch manchmal darüber nach?

    • Platon 08.08.2019 12:31
      Highlight Highlight @schreiben was ist
      Nur weil man Menschen nicht ertrinken lässt, heisst das nicht, dass man sie aufnimmt. Dir ist schon bewusst, dass du aus reiner Faulheit vorschlägst, die Leute lieber ertrinken zu lassen, statt auf einem ordentlichen Asylverfahren nach Hause zu schicken? Das ist im Endeffekt genau das, was zur Zeit passiert. Sind das die Werte Europas, die die Rechtspopulisten versuchen zu retten? Warum soll es nicht möglich sein, Leute zu retten und danach nach Hause zu schicken und zwar woher sie tatsächlich kamen und nicht zurück nach Libyen, wo ihnen Schreckliches droht.
    • Pümpernüssler 08.08.2019 14:28
      Highlight Highlight kennst du die videos von den schleppern? mit dem grossen schiff in küstennähe fahren und dann alle in gummiboote platzieren. das ist eine riesen maschinerie mit system. und mehrheitlich sind es wirtschaftsflüchtlinge. und solche bin ich nicht bereit aufzunehmen.
    • Zerpheros {aka Comtesse du Zerph} 08.08.2019 15:38
      Highlight Highlight Wirtschaft und Politik sind aber sehr verflochtene Bereiche, die sich bedingen. Deswegen ist die Unterscheidung in politische und wirtschaftliche Flüchtlinge nicht sinnvoll.
    Weitere Antworten anzeigen
  • derWolf 08.08.2019 09:10
    Highlight Highlight "Und damit endete die ZDF-Sendung, die Hayali mit ihrem souveränen Auftritt für sich als Erfolg für sich verbuchen kann."

    Da hat der Hr. Buchen eindeutig eine andere Sendung gesehen als ich.
  • P. Silie 08.08.2019 08:59
    Highlight Highlight Lustig... Quote Watson's Philip Buchen: "Hayali befreite sich in dem Gespräch von den Vorwürfen, auf Racketes Seite zu stehen. Immer wieder fragte sie bei Rackete kritisch nach, erinnerte die Seenotretterin an die von ihr gestellten Fragen."

    Quote DIE WELT (bereits im Titel): "Rackete darf simple Antworten geben, und Hayali hakt nicht nach"

    ........kommt wohl immer drauf an, welchen Standpunkt man selbst vertritt 😉 https://www.welt.de/vermischtes/article198167475/Talkshow-Dunja-Hayali-Rackete-darf-simple-Antworten-geben-und-Hayali-hakt-nicht-nach.html
    • *sharky* 08.08.2019 10:55
      Highlight Highlight Da tummeln sich die üblichen Verdächtigen... war ja zu erwarten beim Thema Flüchtlinge/Rackete.
      Frage mich ob es diesen Leuten wohl bei Breitbart o. WW zu langweilig ist?!
      Übrigens, wer die Welt zitiert, hat schon verloren...
    • P. Silie 08.08.2019 12:46
      Highlight Highlight @ Sharky: Ich wusste nicht, dass Sie sich in Ihrer cozy Blase, die Sie auf Watson's Kommentarspalte normalerweise geschaffen von Gleichgesinnten vorfinden, durch kritische Kommentare so gestört fühlen -> Quote: "Übrigens, wer die Welt zitiert, hat schon verloren... "

      Genau - wer eine der wenigen kritischen Zeitungen zitiert, welche BEIDE Seiten zu Wort kommen lässt, hat verloren. Denn kritisch hat bei diesem Thema gefälligst niemand zu sein, dies wäre unmoralisch, unmenschlich, rassistisch, xenophob oder sonst was schlimmes..
  • paule 08.08.2019 08:41
    Highlight Highlight Das Problem lässt sich nur lösen, wenn der Neo-Kollonialismus aufhört und der Westen wie der Osten die Plünderung Afrikas aufgibt. Wer aufwächst und Machtlos zuschauen muss wie alle Rohstoffen aus dem Kontinent billigst abgezügelt werden und den Menschen nicht mehr als zum überleben bleibt, der will nur noch weg.
    Daraus wird dann auch gleich wieder ein Geschäft gemacht.
    • PrivatePyle 08.08.2019 11:28
      Highlight Highlight Afrikas Rohstoffe werden von deren Regime geplündert nicht vom Westen! Wir BEZAHLEN Abermilliarden für diese Rohstoffe.
      Dass dieses Geld bei der Bevölkerung nicht ankommt und in den Taschen korrupter Autokraten verschwindet ist nicht unsere Schuld! Also hört mal auf mit diesem "Kolonialismus-Geschwafel".

      Die afrikanischen Regierungen sind selbst für ihre Misere verantwortlich! Nicht der pöse Westen.
  • inmi 08.08.2019 08:34
    Highlight Highlight Die Frau will unlimitierte Migration. Das geht nicht.
    • iisprinzässin 08.08.2019 11:30
      Highlight Highlight Warum?
    • Zerpheros {aka Comtesse du Zerph} 08.08.2019 12:19
      Highlight Highlight Ich denke, sie will erst mal Leute aus absaufenden Schlauchbooten retten, weil die Anrainerstaaten auch nach Jahren keine gangbare Lösung auf die Kette kriegen. Völlig verständlich, aber keine Lösung auf Dauer. Ich bin allerdings anderer Meinung mit der historischen Verantwortung: Wir haben heute eine Verantwortung für eine Partnerschaft mit afrikanischen Staaten auf Augenhöhe. Dazu gehört, dass wir diese Staaten nicht am Tropf halten - im Moment ist das zum Sterben zu viel und zum Leben zu wenig.
    • philosophund 08.08.2019 12:22
      Highlight Highlight Wenn unlimitierte Ausbeutung von Rohstoffen in Afrika durch CH- und EU Firmen klappt, warum soll das nicht gehen?

    Weitere Antworten anzeigen
  • Nüübächler 08.08.2019 08:29
    Highlight Highlight Die Konsequenzen waren mir prinzipiell klar, allerdings war die Sicherheit der Menschen (an Bord, Anm. d. Red) nicht mehr gewährleistet"

    Und das musste unbedingt ein ital. Hafen sein. Ein französischer oder griechischer Hafen, oder am schnellsten ein libyscher Hafen kam natürlich nicht in Frage. Es ging ja vorallem darum medienwirksam zu sein und gegen Salvini ein Statement zu setzen. Es schein fast als wären die Migranten hier instrumentalisiert worden.
    • Mrs. Sommer 08.08.2019 11:32
      Highlight Highlight zufälligerweise war ein kamerateam auf dem schiff dabei:
      Play Icon
    • Mrs. Sommer 08.08.2019 12:50
      Highlight Highlight hoppla, das war definitiv der falsche link, asche auf mein haupt 🙈
      Play Icon
    • MHR 08.08.2019 12:58
      Highlight Highlight ja, ein lybischer Hafen kommt nicht in Frage, weil er kein 'sicherer Hafen' im Sinne der Genfer Flüchtlingskonventionen ist... Der nächste sichere Hafen ist halt einer in Europa...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Zerpheros {aka Comtesse du Zerph} 08.08.2019 08:23
    Highlight Highlight Angesichts ausfallender staatlicher Strukturen waren solche zivilen Kleinstseenotrettungsgesellschaften die richtige Antwort auf die Dynamik. Als Providurium sehe ich sie aber nicht. Europa muss letztlich eine transparente, faire Immigration auf die Beine stellen und diesem Menschenhandelzwielicht das Geld abgraben - anders wird sich diese Situation nicht lösen lassen. Eine transparent geregelte Immigration hätte den Vorteil, dass Menschen einen sicheren Weg nach Europa wählen könnten und dass Europa sich die Bedingungen nicht von parastaatlichen Strukturen diktieren lassen müsste.
    • Zerpheros {aka Comtesse du Zerph} 08.08.2019 09:14
      Highlight Highlight Interessant - eine überwiegende Mehrheit will weiterhin Nichtschwimmer in seeuntüchtigen Booten übers Mittelmeer schippern lassen, befürwortet hohe Geldsummen in den Taschen der kommerziellen Schmuggler, Erpresser und Diktaturen sowie Brutalität an den EU-Aussengrenzen. Einen Diskurs über faire Bedingungen und Kontrolle der Institutionen können wir ja nun alle mitgestalten. So wie das gerade läuft, ist dieses Geschäft brutal, ungerecht und skrupellose Leute verdienen zu viel Geld mit dieser Art der Migration.
    • PeteZahad 08.08.2019 09:50
      Highlight Highlight Schöne Worte aber wie sähe eine transparent geregelte Immigration in ihren Augen aus? Wer darf kommen, wer nicht?
    • Zerpheros {aka Comtesse du Zerph} 08.08.2019 11:17
      Highlight Highlight Vielleicht so?
      1. Botschaftsasyl für individuell Verfolgte (Journalisten, Opposition, Anwälte, Menschenrechtsaktivisten etc.)
      2. Immigration für alle
      2.1 Modifikation: Förderung qualifizierter Immigranten, z.B. Anerkennung von Abschlüssen
      2.2 Modifikation: volle Unterstützung niedrig qualifizierter Immigranten für einen Zeitraum x, danach Prüfung der Situation, Ziel ist die legale wirtschaftliche Selbständigkeit, wer kein Bemühen nachweisen kann, geht wieder.
      2.3 Modifikation: Zuweisung nach Kennzahlen (BIP? PKE? etc.)
      2.4 Modifikation: Kontingent x sozialer Härtefälle
    Weitere Antworten anzeigen
  • Laienprediger 08.08.2019 08:17
    Highlight Highlight «Deutschland und die anderen europäischen Staaten haben eine historische Verantwortung für die aktuelle Situation, für die Machtstrukturen die da sind.»

    Nein, haben sie nicht.
    • _kokolorix 08.08.2019 14:04
      Highlight Highlight Wirklich toll, dass so ein egoistischer Kommentar so viele Herzen kriegt. Es wirft ein ausserordentlich gutes Licht auf unsere abgestumpfte, egoistische Gesellschaft, wo die Mehrheit schon wieder bedenkenlos über Leichen geht um sich etwas mehr Komfort zu gönnen
    • E7#9 08.08.2019 18:19
      Highlight Highlight _kokolorix: Es geht darum nüchtern zu betrachten, wer wirklich verantwortlich ist für Fluchtursachen. Unterschiedliche Meinungen darüber sind erlaubt. Du drehst die Sachfrage jedoch eine moralische und unterstellst dann Abgestumpftheit und Egoismus. Voll daneben! Erst spalten, um sich anschliessend als den vermeintlich Guten darstellen zu können. Es ist DEIN Kommentar, der ein trauriges Bild aufwirft, nicht Laienpredigers Aussage. Wieso ist es egoistisch festzustellen, dass Probleme hausgemacht sind? Egoistisch ist doch eher solche Miseren für eigennützige Heuchelei zu instrumentalisieren.
    • _kokolorix 08.08.2019 18:50
      Highlight Highlight @E7#9
      Du willst wirklich und ernsthaft bekräftigen, dass Europa, Deutschland, Italien, Frankreich, Belgien, England und ja auch die Schweiz, keinerlei Schuld an den miserablen Umstände in grossen Teilen Afrikas trifft?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Hier Name einfügen 08.08.2019 07:24
    Highlight Highlight Natürlich schlägt sie sich wacker, die ÖR-Medien in Deutschland sind zu Dauerwerbesendern der "Willkommenskultur", was auch immer das sein soll, verkommen.
    • PrivatePyle 08.08.2019 11:44
      Highlight Highlight Erstaunt ja nicht. Nach dem UN-Migrationspakt sind die Medien verpflichtet REIN POSITIV über die sogenannten Flüchtlinge zu berichten.
      Ich frag mich ernsthaft wie lange die Leute das alles noch brav mitmachen und mitfinanzieren.
  • Iseeus 08.08.2019 07:00
    Highlight Highlight Bin ganz bei ihr. Aber Kritik kann auch so ausgehen:
    Talkshow „Dunja Hayali“: Rackete darf simple Antworten geben, und Hayali hakt nicht nach - WELT

    http://flip.it/rG7Aj8
  • paco95 08.08.2019 06:36
    Highlight Highlight Was war denn nun die Antwort Racketes auf die Thematik des „Pull-Effektes“ ?
    • Töfflifahrer 08.08.2019 08:32
      Highlight Highlight Ja bei ihrer Antwort muss man etwas überlegen. Gesagt hat sie, dass alle ihre Passagiere aufgrund erlittener Menschenrechtsverletzungen geflohen waren. Sie somit keine Belege hat, dass diese Flüchtlinge nur aus wirtschaftlichen Gründen kommen. Das heisst der Pull Effekt ist ein Mythos.
    • Dan Ka 08.08.2019 09:02
      Highlight Highlight Was bringt die Menschen von Afrika nach Europa? Neben Kriegen (für westliches Gas/Öl) gibt‘s auch Klimaflüchtlinge (Hunger) und daraus folgernd, Wirtschaftsflüchtlinge (Sicherheit). Wer das Gefühl hat, die Migration findet wegen Seerettung statt, ist m.M. nach schlicht beschränkt. Die Chancen im Mittelmeer in Not gerettet zu werden sind zu klein um hier einen Pull-Effekt zu erwirken. Vielmehr sollte man sich über den Push-Effekt der oben erwähnten Punkte unterhalten und den Amis, Russen sowie der Wirtschaft (Rohstoffe/Waffen) Druck machen.
    • Rabbi Jussuf 08.08.2019 09:02
      Highlight Highlight Töffli
      Was natürlich Quatsch ist, eine Umkehr der Kausalitäten.
      Die „Flüchtlinge“ erlitten vielleicht Menschenrechtsverletzungen, WEIL sie nach Europa wollten, ins verheissene Paradies. Der Pulleffekt setzt natürlich nicht in Libyen ein, sondern motiviert schon bei der Abreise im Heimatland. Das übersehen die „Retter“ gerne.
    Weitere Antworten anzeigen
  • AdvocatusDiaboli 08.08.2019 04:04
    Highlight Highlight Es ist endlich an der Zeit das man aufhört diese Menschen, mit heuchlerischen, falschen Versprechen in die Falle namens Mittelmeer zu locken, statt ihnen eine Reise an sichere Orte in Afrika zu ermöglichen. Zu sagen das es solche Orte nicht gibt ist übrigens nicht nur falsch, es ist rassistisch.
    • sa5 08.08.2019 08:19
      Highlight Highlight Ein Viertel der Weltbevölkerung ist akut von der Trockenheit ihrer Existenz bedroht. Die Mehrheit dieses Viertels lebt in Afrika.

      https://pt.euronews.com/2019/08/07/seca-ameaca-um-em-quatro-habitantes-do-planeta
    • PatsNation 08.08.2019 09:59
      Highlight Highlight Ich bin ganz auf deiner Seite. Aber kannst Du mir einen solchen Ort nennen? Mir fällt keiner ein...:s
      Die Frage die sich mir stellt, ob dies nicht eine Verschiebung der Probleme darstellen kann?
    • Albert Stpeck 08.08.2019 13:12
      Highlight Highlight „Die Reise in ein sicheres Land in Afrika ermöglichen“?

      Was hat Tunesien mit einer Krise in Eritrea zu schaffen?

      Mailand oder Madrid - Hauptsache Italien.
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Tusk fordert von Deutschland mehr Einsatz bei der EU-Grenzsicherung

EU-Ratspräsident Donald Tusk hat in der Flüchtlingskrise von Deutschland mehr Engagement beim Schutz der EU-Aussengrenzen gefordert. Berlin müsse noch mehr tun, um die gegenwärtige Lage zu bewältigen.

«Führungsverantwortung heisst auch, zusammen mit den anderen Mitgliedstaaten die europäische Aussengrenze zu sichern», sagte Tusk der Zeitung «Welt am Sonntag». Zugleich fand er lobende Worte: Deutschlands Führungsrolle sei «die liberalste und toleranteste in der europäischen Geschichte».

«Ich verstehe, wenn Deutschland aus historischen Gründen Schwierigkeiten damit hat, ein strenges Regime an seinen Grenzen zu errichten», sagte Tusk weiter. «Aber europäische Führungsverantwortung …

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