Geiselnahme in Bank: Polizei fahndet mit Täterbeschreibung
Laut Polizei soll der Mann – etwa 1,80 Meter gross, bekleidet mit einem Overall, den die Behörden mit einem Imkeranzug vergleichen – gegen 9 Uhr vor der Bank den Transporterfahrer abgefangen und ein Behältnis mit Bargeld entwendet haben. Ob es weitere Täter gibt, ist derzeit unklar. Die Polizei geht davon aus, dass der oder die Täter die Bank noch vor Eintreffen der Einsatzkräfte verlassen haben.
Nach mehr als fünf Stunden stürmten Spezialkräfte am Nachmittag das Gebäude. Sie trafen auf zwei Personen, die im Tresorraum eingeschlossen waren – darunter der Fahrer des Geldtransporters. Beide waren unverletzt. Der Notruf aus der Bank war automatisch ausgelöst worden. Die Täterschaft befindet sich auf der Flucht, die Ermittlungen dauern an.
Die Polizei war seit den Morgenstunden vor Ort. «Heute Morgen wurde die Polizei gegen 9 Uhr über eine Geiselnahme in einer Volksbankfiliale in Sinzig-Innenstadt informiert», so die Polizei. Zunächst war von mehreren Tätern die Rede, die sich mit mehreren Geiseln in der Filiale verschanzt hatten. Ein Polizeisprecher hatte zudem erklärt, dass nicht sicher sei, ob es sich tatsächlich um eine Geiselnahme handle – in einer späteren Mitteilung sprach die Polizei von einer «Geisellage».
Das Gebiet um die Bank wurde abgesperrt. Gemäss der «Bild» hatte die Polizei während des Einsatzes nie Kontakt zu den Tätern oder zu den Geiseln.
Anwohnende blieben in ihren Häusern
Ausserhalb des abgesperrten Gebiets bestand keine Gefahr, hiess es. Innerhalb der Sperrzone sollten Bewohner in ihren Häusern bleiben.
Im Pfarrheim St. Peter wurde am Mittag eine Rettungsstation aufgebaut, wie eine Reporterin der Deutschen Presse-Agentur (dpa) vor Ort berichtete. Es wurden rollbare Liegen vorbereitet, Autos des Katastrophenschutzes Ahrweiler und des DRK standen bereit. Einem Sprecher zufolge handelte es sich um eine reine Vorsichtsmassnahme. (mke/dab/sda/dpa/vro)
