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Schah-Sohn Pahlavi warnt vor neuen Toten auf Irans Strassen

Schah-Sohn Pahlavi warnt vor neuen Toten auf Irans Strassen

14.02.2026, 13:0814.02.2026, 13:08

Erneute Verhandlungen zwischen den USA und der iranischen Regierung gefährden nach Ansicht von Reza Pahlavi das Leben vieler Iraner, ohne eine ernsthafte Chance zur Lösung der Probleme zu eröffnen. «Mit jedem Tag, der verstreicht, sterben mehr Iraner im Iran», sagte der Sohn des 1979 vertriebenen Schahs von Persien am Rande der Münchner Sicherheitskonferenz vor Journalisten. Nur eine «schnelle Intervention» werde dazu beitragen, mehr Leben zu retten und der Sicherheit in der Region helfen. Ziel müsse es sein, die Regierung in Teheran schnell zu entmachten.

Supports of Iran's exiled Crown Prince Reza Pahlavi attend a demonstration during the Munich Security Conference in Munich, Germany, Saturday, Feb. 14, 2026. The poster right reads: "We cong ...
Unterstützerinnen und Unterstützer von Reza Pahlavi sind am Samstag in München auf den Strassen.Bild: keystone

Pahlavi: «Regime versucht, Zeit zu gewinnen»

«Das Regime hat immer versucht, Zeit zu gewinnen, und ich sehe keine schnellen Ergebnisse oder überhaupt Ergebnisse für die Verhandlungen. Das Problem ist die Zeit», betonte Pahlavi. Erneut appellierte er an US-Präsident Donald Trump, seinen Worten an das iranische Volk Taten folgen zu lassen: «Sie haben eine massive Flotte eingesetzt und unmissverständlich signalisiert, dass die Zeit der Brutalität zu Ende geht.» Das iranische Volk habe Trumps Worte gehört und vertraue ihm. Trump könne sich damit «als einen der grössten Helden der Welt verewigen».

Laut Pahlavi gingen die Proteste im Iran trotz des hohen Risikos für die Menschen weiter: «Die Menschen leisten immer noch Widerstand. Das Regime setzt leider seine Verhaftungskampagne fort», sagte er. Damit die Menschen aber wie Ende Dezember und Anfang Januar wieder in grosser Zahl auf die Strasse gehen könnten, brauchten sie aber die Unterstützung aus dem Ausland.

Neue Verhandlungen haben in Omans Hauptstadt Maskat begonnen

Trump hatte zuvor erklärt, er halte einen Machtwechsel im Iran für wünschenswert: «Das scheint das Beste zu sein, was passieren könnte». Zugleich erklärte er aber auch, dass der Iran mit einem «richtigen Deal» einen US-Angriff vermeiden könne. Bisher habe der Iran viel geredet, aber nichts getan, sagte Trump. Washington und Teheran hatten bereits im vergangenen Jahr über Irans Atomprogramm verhandelt, die Gespräche gerieten aber ins Stocken. In der vergangenen Woche waren in Omans Hauptstadt Maskat neue Verhandlungen begonnen worden. (hkl/sda/dpa)

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Iran-Proteste 2026
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Iran-Proteste 2026

Ende Dezember begannen Proteste in Iran. Die Aufnahme zeigt Teheran am 9. Januar.

quelle: keystone
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