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Donald Trump droht Iran mit Angriff

President Donald Trump speaks to reporters before boarding Air Force One at Pope Army Airfield, in Fort Bragg, N.C., Friday, Feb. 13, 2026, en route to Palm Beach, Fla. (AP Photo/Matt Rourke)
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Säbelrasseln mit dem Iran: US-Präsident Donald Trump.Bild: keystone

Trump will den Machtwechsel im Iran – und droht mit Angriff

14.02.2026, 07:4514.02.2026, 07:45

US-Präsident Donald Trump hält einen Machtwechsel im Iran für wünschenswert. Auf eine entsprechende Frage eines Reporters sagte er nach dem Besuch eines US-Militärstützpunktes im Bundesstaat North Carolina: «Das scheint das Beste zu sein, was passieren könnte». Nach Informationen des Nachrichtenportals «Axios» wird eine neue Verhandlungsrunde über Irans Atomprogramm am Dienstag in Genf erwartet. Auf die Frage, was der Iran tun könne, um einen US-Angriff zu vermeiden, sagte Trump: Wenn «sie uns den richtigen Deal geben, werden wir das nicht tun.»

Bisher habe der Iran viel geredet, aber nichts getan, sagte Trump. Die Führung in Teheran sollte «uns den Deal geben, den sie uns schon beim ersten Mal hätten geben sollen.» Washington und Teheran hatten bereits im vergangenen Jahr über Irans Atomprogramm verhandelt, die Gespräche gerieten aber ins Stocken. Einen Tag vor einer geplanten weiteren Verhandlungsrunde griff Israel Ziele im Iran an. Das US-Militär schloss sich knapp eine Woche später Israels Angriffen an und bombardierte iranische Atomanlagen.

Trump droht mit neuem Angriff

Der Iran habe sich damals gegen ein Abkommen entschieden, schrieb Trump diese Woche nach einem Treffen im Weissen Haus mit Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu. «Hoffentlich werden sie dieses Mal vernünftiger und verantwortungsbewusster sein», fügte er hinzu.

An der nächsten Verhandlungsrunde sollen auf US-Seite wieder der US-Sondergesandte Steve Witkoff und Trumps Schwiegersohn Jared Kushner teilnehmen, wie «Axios» unter Berufung auf einen US-Beamten und drei weitere informierte Quellen berichtete. Die iranische Delegation dürfte demnach wieder von Aussenminister Abbas Araghtschi geleitet werden. Auch Omans Aussenminister Badr al-Bussaidi, der zwischen beiden Seiten vermittelt, dürfte dem Treffen beiwohnen. Die USA und der Iran hatten vergangene Woche in Omans Hauptstadt Maskat neue Verhandlungen begonnen.

Zugleich lässt Trump seit Wochen die militärische Präsenz der USA im Nahen Osten ausbauen, unter anderem mit dem Flugzeugträger «USS Abraham Lincoln». Trump bestätigte nun, dass ein weiterer Flugzeugträger folgen wird. Laut Medien handelt es sich um die «U.S.S. Gerald R. Ford», den modernsten Flugzeugträger der US-Marine. Auch weitere Kriegsschiffe, Luftabwehrsysteme und Jagdgeschwader befinden sich bereits in der Region. (sda/dpa)

Nach dem FIFA-Friedenspreis hat Trump nun auch den zweitbegehrtesten Award gewonnen

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Andy25
14.02.2026 08:16registriert April 2019
Ich frag mich ernsthaft, was für eine Funktion Jared Kushner hat. Bei jedem Auftritt, sei es im Ukraine Krieg, im GAZA oder jetzt mit Iran, läuft er wie ein Schuljunge an seinem ersten Tag Steve Witkoff hinterher.
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mob barley
14.02.2026 08:52registriert Juni 2017
Ja was will er denn eigentlich? Den Machtwechsel oder einen "Deal"? Das iranische Regime geht sicher auf keinen Deal ein, das seine Ablösung bedeuten würde. Also bleibt nur ein Abkommen das das Regime im Sitz hält oder Krieg.

Wir erinnern uns: bis 2019 hatte der Iran ein Abkommen mit dem Westen. Bis Potus 45 (der zweitschlechteste Potus aller bisherigen Zeiten) kam und dieses willkürlich kündigte. Nun haben wir Potus 47 (nur der ist noch schlechter als 45) und der will wieder einen Deal.

Hätte 45 ein bisschen Weitsicht gezeigt, wären 47 und die Welt heute nicht in dieser Situation.
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Conny 56
14.02.2026 08:12registriert April 2024
Und so jemand will den Friedensnobelpreis.
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