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Deutschland: Mann kassiert mit vorgetäuschtem Corona-Testzentrum Millionen

Mann täuschte in Deutschland Corona-Testzentrum vor – und kassiert Millionen

Beim Feiern kam ein Mann aus Freiburg auf eine dreiste Idee: Er meldete ein Corona-Testzentrum an – ohne je eins zu betreiben. Der Gewinn war zunächst riesig. Schliesslich fiel sein Betrug aber doch auf.
02.06.2022, 04:59
Ein Artikel von
t-online

Ein 20-jähriger Mann aus der deutschen Stadt Freiburg hat sich mit der Registrierung eines angeblichen Corona-Testzentrums fast sechs Millionen Euro ergaunert. Der Plan, ein Testzentrum vorzutäuschen, entstand offenbar als eine Schnapsidee beim Feiern. Das gab der junge Mann laut einem Bericht des SWR vor dem Freiburger Amtsgericht zu. Er wollte beweisen, wie leicht man die deutsche Kassenärztliche Vereinigung (KV) hereinlegen kann.

epa09708619 An inflatable airdancer doll points out a test station for coronavirus rapid tests, in Duesseldorf, Germany,25 January 2022. Certain groups of people in Germany will soon be prioritized fo ...
Mit einer vorgetäuschten Teststation ergaunerte sich ein Mann fast sechs Millionen.Bild: keystone

Im August 2021 habe er sich bei der KV registriert. Als Adresse gab er eine Strasse in der Freiburger Partymeile an – und berechnete für die Monate März bis Juni circa 491'000 Corona-Tests. 

Kassenärztliche Vereinigung agiert unglücklich

Doch wieso wurde die Kassenärztliche Vereinigung nicht misstrauisch? Die Frage bleibt zunächst unbeantwortet. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft hatte die KV den Angaben des Mannes unkritisch vertraut – und dem Mann die fast sechs Millionen Euro ohne weitere Überprüfungen überwiesen. Das fahrlässige Vorgehen wirkte sich strafmildernd aus.

Entdeckt wurde der Betrug letztlich von einer Bank – sie stoppte die Zahlungen und meldete sie wegen Verdachts auf Geldwäsche.

Der Mann musste nun nicht nur das Geld zurückzahlen, er wurde vom Amtsgericht auch wegen Betrugs schuldig gesprochen. Nach einer Bewährungszeit von einem Jahr werde das Gericht entscheiden, ob eine Jugendstrafe verhängt wird. Ausserdem muss er 1500 Euro an eine gemeinnützige Einrichtung bezahlen und die Kosten des Verfahrens selbst tragen, was in Jugendverfahren eher unüblich ist.

Verwendete Quellen:

((t-online,Mey ))

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4 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Philguitar
02.06.2022 06:51registriert Dezember 2018
Tja da sagt man den Kindern macht was für eure Zukunft geht raus spielen und dann sowas! Doktorspiele waren gestern, heute spielen 20 jährige Covidtestcenter.😉
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