Mordfall Fabian: Vater und Angeklagte Gina H. sind «wieder ein Paar»
Im Mordfall Fabian hat sich der Vater von Fabian, Matthias R., zum jetzigen Stand seiner Beziehung mit der Angeklagten Gina H. geäussert. «Wir sind wieder ein Paar», sagte R. am dritten Prozesstag vor dem Landgericht Rostock auf eine entsprechende Frage des Vorsitzenden Richters Holger Schütt. «Das hat sich im Gefängnis im Januar ergeben.» Weiter sagte er zur Angeklagten: «Ich stehe offen und ehrlich hinter ihr.»
R. hatte die seit Anfang November in Untersuchungshaft sitzende Gina H. nach eigenen Angaben alle zwei Wochen im Gefängnis besucht. Dort hätten sie sich ausgesprochen und sich wieder angenähert, hatte R. bereits beim zweiten Prozesstag gesagt. Die Besuche wurden teilweise audio- und videoüberwacht. An einer Stelle sagte R. in Richtung der Beschuldigten: «Ich glaube dir.»
Mordfall Fabian: Vater glaubt nicht an Schuld von Gina H.
Während des Prozesses am Dienstag stellte R. die Schuld der Angeklagten mehrfach infrage. So wurde etwa der Suchverlauf des Google-Kontos der Angeklagten präsentiert. Demnach wurde nach «Fressen Wildschweine tote Menschen?» gesucht. R. erklärte, das Handy könne gehackt worden sein. Diese Vermutung habe auch Gina H. geäussert.
Gina H. und Fabians Vater waren bis zu ihrer vorläufigen Trennung im August 2025 rund vier Jahre lang ein Paar. Nach dem Tod des Jungen am 10. Oktober 2025 näherten sich die beiden wieder an.
Fall Fabian: Junge wurde mit sechs Messerstichen getötet
Noch am Tag der Tat befanden sich die Angeklagte und Fabians Vater in regem Chat-Austausch. Mehrfach fragte H. nach, was R. belaste. Er habe sich nichts dabei gedacht, sagte der Vater im Verfahren zu dem Verhalten seiner Ex-Freundin. Noch bevor R. Gina H. Bescheid gegeben hatte, dass Fabian vermisst werde, wurden von Gina H.s Handy Google-Anfragen nach «Vermisste Person Güstrow» gesendet. Ausserdem zeichnete eine Überwachungskamera den orangen Wagen der Angeklagten nur rund 100 Meter von Fabians Wohnung in Güstrow entfernt auf – zu dem Zeitpunkt, als sich Fabians Handy zum letzten Mal aktivierte. Der Junge liess das Handy nach den Ermittlungsergebnissen zu Hause zurück.
Die Staatsanwaltschaft ist davon überzeugt, dass die 30-Jährige den 8-Jährigen am 10. Oktober vormittags mit ihrem Wagen abholte, mit ihm zu einem Tümpel nach Klein Upahl gefahren ist und ihn dort mittels sechs Messerstichen getötet hat, um die Beziehung zu Matthias R. zu retten. Für Gina H. gilt bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung die Unschuldsvermutung.
Verwendete Quellen:
- Reporter vor Ort

