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Entschädigung für den Schweizer Wetterfrosch: Deutscher Verlag Axel Springer muss Jörg Kachelmann 635'000 Euro zahlen

Es ist die höchste Entschädigungssumme, die in Deutschland jemals in einem solchen Verfahren gezahlt wurde: Wegen Berichterstattung zum Kachelmann-Prozess muss der deutsche Verlag Springer, der unter anderen die Bild herausgibt, an den Wettermoderator 635'000 Euro Entschädigung zahlen.



Ein Artikel von

Spiegel Online
epa03453039 Joerg Kachelmann arrives at the Regional Court in Frankfurt am Main, Germany, 31 October 2012. Its the start of the compensation trial against Kachelmann's former mistress Claudia D., who accused him of rape. The TV-presenter had been acquitted due to the lack of evidence and now claims a compensation of more than 13,000 euros.  EPA/ROLAND HOLSCHNEIDER

Sieg vor Gericht: Jörg Kachelmann.
Bild: EPA

Vergleichsgespräche waren zuvor gescheitert: Springer muss eine Entschädigung von 635'00 Euro an Jörg Kachelmann zahlen. Das ist die höchste Summer, die in Deutschland bislang in einem solchen Verfahren gezahlt wurde. 

Der Wettermoderator wurde 2011 in einem aufsehenerregenden Prozess vom Vorwurf der Vergewaltigung freigesprochen. Eine Ex-Geliebte hatte ihn damals angezeigt.

Kachelmann sieht sich durch die Prozess-Berichterstattung weiter Teile der Medien verleumdet. Er hat hohe Schmerzensgelder von bestimmten Medienhäusern gefordert. Mit dem Burda-Verlag einigte sich Kachelmann im Frühjahr aussergerichtlich. Über die Konditionen wurde Stillschweigen bewahrt. Mit Springer kam es zu keiner Einigung – der Verlag hält einen Grossteil der kritisierten Berichterstattung von Bild.de und «Bild»-Zeitung für angemessen.

Die bisher höchste Schmerzensgeld-Summe, die in Deutschland in einem ähnlichen Fall erstritten wurde, lag bei 400'000 Euro. Dabei ging es 2009 um Berichte über die schwedische Prinzessin Madeleine in Magazinen der Klambt-Mediengruppe. 

In der Schweiz musste Ringier wegen der Berichterstattung zur Borer-Affäre noch weit tiefer in die Tasche greifen. Dem Vernehmen nach weit über eine Million Franken hat der Blick-Verlag an den ehemaligen Schweizer Botschafter gezahlt.

Und Jörg Kachelmanns Reaktion:

Mehr Informationen in Kürze (aeg/eth/dpa)

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    Alle Leser-Kommentare
  • dracului 30.09.2015 15:12
    Highlight Highlight Mit diesem Uteil werden die Medien an ihre Neutralität erinnert. Gerade im Fall Kachelmann haben sich viele als Laienrichter aufgespielt und vorschnell ein Urteil gefällt. Alice Schwarzer sah blind nur die Rechte der Frauen verletzt und verurteilte Kachelmann nur schon aufgrund seines Geschlechts. In Zukunft sollten wir den Gerichten das Richten überlassen, im Zweifelsfall für den Angeklagten votieren und das gilt auch, oder sogar besonders, für die Berichterstattung der Medien.
    • ChiefJustice 30.09.2015 19:09
      Highlight Highlight Danke! Für einen Justizler ist dieser einsichtige Kommentar eines Laien wie Balsam, nachdem man stets die haarsträubende Justizkritik von rechtsunkundigen lesen muss. Das Recht ist komplex, und die Boulevardmedien sollen die Grundrechte respektieren und im Zweifelsfalle die Klappe halten.
  • herschweizer 30.09.2015 12:18
    Highlight Highlight Bravo!

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