International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Merkel reicht's: Noch ein Nazi-Vergleich und die Türken kriegen Auftrittsverbot



epa05766187 A handout photo made available by the Turkish President Press Office shows German Chancellor Angela Merkel (L) and Turkish President Recep Tayyip Erdogan (R) during their meeting in Ankara, Turkey, 02 February 2017. Merkel will meet Turkish President Erdogan, Prime Minister Yildirim and some opposition leaders during her visit. Merkel is in Turkey for a one-day official visit.  EPA/TURKISH PRESIDENT PRESS OFFICE / HANDOUT  HANDOUT EDITORIAL USE ONLY/NO SALES

Zwischen Erdogan und Merkel herrscht dicke Luft. Bild: EPA/TURKISH PRESIDENT PRESS OFFICE

Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel hat der Türkei mit einem Verbot weiterer Ministerauftritte in Deutschland gedroht, wenn die Nazi-Vergleiche nicht aufhören. Man habe der Regierung in Ankara unmissverständlich mitgeteilt, dass Auftritte türkischer Politiker nur auf der Grundlage des Grundgesetzes möglich seien.

Andernfalls behalte sich die Bundesregierung alle nötigen Massnahmen vor. Die schliesse auch die Überprüfung von Genehmigungen ein, sagte Merkel am Montag bei einem Auftritt in Hannover.

«Mein Satz, dass die Nazi-Vergleiche vonseiten der Türkei aufhören müssen, gilt – und zwar ohne Wenn und Aber», sagte Merkel nach einem Treffen mit ihrem japanischen Kollegen Shinzo Abe. «Leider müssen wir feststellen, dass diese Vergleiche nicht aufgehört haben, und wir werden nicht zulassen, dass der Zweck die Mittel immer wieder heiligt und jedes Tabu fällt.»

Nach der Absage von Wahlkampfauftritten türkischer Minister hatte Präsident Recep Tayyip Erdogan Anfang des Monats deutschen Behörden «Nazi-Methoden» vorgeworfen und damit Empörung in Berlin ausgelöst.

Am Sonntag warf der türkische Staatschef dann Merkel persönlich «Nazi-Methoden gegen meine türkischen Brüder in Deutschland und die Minister» vor, die in Deutschland für die Einführung des Präsidialsystems in der Türkei werben wollten.

Türkische Politiker wollen unter ihren Landsleuten in Europa für ein Ja bei einer Volksabstimmung werben, mit der Erdogan mehr Macht bekommen soll. Dies ist nach Darstellung der Regierung in Ankara nach dem Putschversuch im vergangenen Jahr nötig, um das Land zu stabilisieren. Kritiker befürchten dagegen, dass die Türkei damit immer autokratischer wird. (sda/reu/afp)

Türkei

Plastiksack löst Polizeieinsatz in Zürich aus

Link zum Artikel

Wegen «Terrorismus»: Türkei zensiert weitere kritische Sender

Link zum Artikel

Jetzt schlägt Gülen zurück: «Erdogan hat Putschversuch selbst inszeniert»

Link zum Artikel

Türkische Regierung setzt 28 gewählte Bürgermeister ab

Link zum Artikel

Türkei schafft Platz für Putschisten und entlässt fast 36'000 Verurteilte aus Gefängnissen

Link zum Artikel

Schweiz muss die Menschenrechte in der Türkei überprüfen – wir sind gespannt auf das Resultat

Link zum Artikel

Eklat in der Türkei: Minister lässt nach Interview mit deutschem TV-Sender den Film beschlagnahmen

Link zum Artikel

Erdogan droht Rom: «Italien sollte sich um die Mafia kümmern, nicht um meinen Sohn»

Link zum Artikel

Türkei fordert von den USA offiziell die Verhaftung Gülens

Link zum Artikel

Warum der missglückte Putsch in der Türkei für die USA gefährlich ist

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com (umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

«Charlie Hebdo» veröffentlicht neues Titelbild mit Erdogan-Karikatur

Die französische Satirezeitschrift «Charlie Hebdo» hebt eine Karikatur des türkischen Staatschefs Recep Tayyip Erdogan auf die Titelseite ihrer neuen Ausgabe. Die Zeichnung hat laut einer Twittermitteilung vom Dienstag den Titel «Erdogan – privat ist er sehr lustig» und zeigt den Präsidenten in einem Sessel sitzend, während er einer Frau den Schleier lüftet.

Die Stimmung zwischen Frankreich und der Türkei ist sehr aufgeheizt, denn der Streit um Karikaturen des islamischen Propheten Mohammed ist …

Artikel lesen
Link zum Artikel