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epa04731775 A picture made available on 03 May 2015 of shadows of surveillance cameras securing the new headquarters of the German federal intelligence service BND in Berlin, Germany, 02 May 2015. The scadal US National Security Agency's use of German intelligence to spy on its behalf continues in German media. German media have revealed during the past week that the NSA used Germany's Bundesnachrichtendienst, or BND, to spy on firms and high-ranking officials in European partner nations.  EPA/PAUL ZINKEN

Überwachungskameras in Deutschland. Bild: EPA/DPA

Spionageaffäre: Bundesnachrichten-
dienst stoppt Internetüberwachung für NSA



Mitten in der BND-Affäre in Deutschland hat der Bundesnachrichtendienst laut Medienberichten die Internetüberwachung für den US-Geheimdienst NSA eingestellt.

Seit Anfang der Woche würden keine Internet-Verkehre mehr erfasst, meldeten die «Süddeutsche Zeitung», der NDR und der WDR in der Nacht auf heute.

Zuvor habe der deutsche Geheimdienst in Absprache mit dem Kanzleramt die USA aufgefordert, zu jeder Person oder Institution eine ausdrückliche Begründung für die Überwachung zu liefern.

German Economy Minister Sigmar Gabriel and Chancellor Angela Merkel react at the start of the cabinet meeting at the Chancellery in Berlin, Germany, May 6, 2015. REUTERS/Hannibal Hanschke

Die NSA-Affäre wurde zu einer heiklen Angelegenheit für Angela Merkel.  Bild: HANNIBAL HANSCHKE/REUTERS

Die Aufforderung sei eine Reaktion auf die jüngsten Enthüllungen gewesen, wonach der BND der NSA über Jahre geholfen haben soll, europäische Unternehmen und Politiker auszuforschen.

Nach kurzer Prüfung habe die NSA erklärt, keine Begründungen liefern zu können. Dies sei in kurzer Zeit kaum möglich. Mit dem Ende der Internet-Erfassung würden im bayerischen Bad Aibling, wo 120 Mitarbeiter des BND sowie einige NSA-Techniker arbeiten, nur noch Fax-Verkehre und Telefongespräche abgefangen.

Anders als bei Internet-Suchbegriffen habe die NSA hierfür bereits in der Vergangenheit eine Begründung für die geplante Überwachung liefern müssen, heisst es in den Medienberichten. (feb/sda/reu/dpa)

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