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Warum ein irrer Gamer-Streit einen unschuldigen Mann tötete

Swatting hat in den USA das Leben eines Unbeteiligten gefordert.



Nach einem falschen Notruf, der dazu führte, dass in den USA ein Unschuldiger erschossen wurde, haben Polizisten einen Verdächtigen festgenommen.

Er soll die Polizei angerufen und ihr eine Geiselnahme vorgetäuscht haben, woraufhin Polizisten in der Stadt Wichita (Kansas) im Mittleren Westen einen 28-Jährigen erschossen hatten. Die Polizei nahm den 25-Jährigen in Los Angeles fest, wie die US-Sender ABC und NBC berichteten.

Hintergrund des Fake-Notrufs soll ein Streit zwischen zwei Spielern von Internet-Computerspielen gewesen sein, wie NBC unter Berufung auf mehrere nicht genannte Quellen bei Strafverfolgungsbehörden berichtete. Demnach wollte der nun Festgenommene einem anderen Online-Gamer einen Streich spielen, gab jedoch bei der Polizei eine falsche Adresse an.

Swatting

In der Online-Gaming-Szene sind derartige «Streiche» nichts Unbekanntes und werden «Swatting» genannt. Dabei setzt jemand einen falschen Notruf ab, damit das Haus eines anderen von der Polizei gestürmt wird – am besten dann, während das Opfer noch live vor seiner Webcam sitzt. Das Wort «Swatting» leitet sich von den «SWAT» genannten Spezialeinsatzkommandos der US-Polizei ab.

So gingen die Polizisten von einer Geiselnahme im Haus des 28-Jährigen aus, der mit dem Streit gar nichts zu tun hatte. Wie seine Mutter der Lokalzeitung «Wichita Eagle» sagte, spielte ihr Sohn keinerlei Computerspiele. Laut Medienberichten handelt es sich bei dem Opfer um einen Vater von zwei Kindern.

«Wegen der Handlungen eines Spassvogels haben wir ein unschuldiges Opfer», sagte Livingston. Wenn der Anruf mit dem falschen Notfall nicht getätigt worden wäre, wäre die Polizei auch nicht dort gewesen.

Der Vorfall vom Donnerstagabend sei ein tragisches Beispiel für falsche Notrufe, in denen «Spassvögel» anriefen, um in der Hoffnung über einen erfundenen Vorfall zu berichten, dass das Haus des Opfers von der Polizei durchsucht werde. «Der Vorfall ist ein Albtraum für alle Beteiligten», sagte er.

(sda/dpa)

Proteste gegen Polizeigewalt in den USA

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    Alle Leser-Kommentare
  • AndreasReichmuth 30.12.2017 17:26
    Highlight Highlight In jeder Beziegung abartig. Und wir in Europa glauben immer noch dass das Gute aus Amerika kommt.... Wacht endlich auf
    • murrayB 30.12.2017 17:58
      Highlight Highlight Okey, von wo sollte sonst das Gute kommen? Die USA sind uns Europäern immer noch am nächsten vom kulturellen und von der Rechtsstaatlichkeit her - oder denkst du es wäre besser in Russland oder China?
    • mein Lieber 30.12.2017 18:06
      Highlight Highlight Wir in Europa? Sprich bitte für dich, mich widert der Amerikanismus schon seit immer an.
  • DerRaucher 30.12.2017 17:09
    Highlight Highlight Nennt sich Swatting und hat sich in den USA schon eine ganze Weile etabliert. Vor allem Twitch Streamer müssen aufpassen das die Adresse nicht geleaked wird. Wenn man danach auf YT sucht findet man schnell diverese Videos von Streamern, die gerade vor der Webcam sitzen, und plötzlich knallt es gegen die Tür oder die Polizei steht im Zimmer. Eine weitere Sache die zeigt, wie Hirnlos Amis zum grossen Teil sind.
  • Fabio Haller 30.12.2017 16:19
    Highlight Highlight Also wenn man in den USA lebt und jemand aus Hass oder ähnlichem tot sehen möchte. Ruft man die Polizei an und faked eine Geiselnahme. Die Schiessen dann ihn über den Haufen. Am Gericht selber bekommt man dann natürlich, mit einem guten Anwalt, eine geringere Strafe weil es ja natürlich kein Mord war....
  • mein Lieber 30.12.2017 15:56
    Highlight Highlight Interessant dass hier alle ganz genau wissen was tatsächlich vorgefallen ist. Mit den Worten gewisser Watson User; momoll...
    • Syptom 30.12.2017 17:18
      Highlight Highlight In einer amerikanischen Zeitung (ich glaub es war der Wichita Eagle oder so ähnlich) hiess es, der Polizist glaubte eine Waffe zu sehen, weshalb er das Feuer eröffnete. Es handelte sich um keine Waffe. Ein unschuldiger starb sinnlos.

      Logische Schlussfolgerung für die US-Politik: Bewaffnet die unschuldigen Bürger, damit die Polizisten eine Rechtfertigung haben, weshalb sie das Feuer eröffnet haben.
    • mein Lieber 30.12.2017 18:05
      Highlight Highlight Syptom, ich möchte den schiessenden Beamten nicht in Schutz nehmen aber nur er weiss was er gesehen haben mag. Ich bin auch kein Freund der US Waffenkultur, aber mit dem Finger auf jemanden zeigen ist einfach nur bequem.
    • Fabio Haller 01.01.2018 16:07
      Highlight Highlight @chrutundchabis
      „Wegen den Handlungen eines Spassvogels haben wir ein unschuldiges Opfer“

      Die Polizei zeigt gerade mit dem Finger auf diesen Spassvogel und nimmt selbst keine Verantwortung/Schuld auf.
  • Schwarzes Schäfli 30.12.2017 15:28
    Highlight Highlight Dein nachbar ist zu laut, 911.
    Dein/e Freund/in verarscht dich, 911. Dein Boss nervt dich, 911. Deine Schwiegermutter nervt, 911.
    Der POTUS nervt, 911.
    Polizei, dein Freund und Helfer.
  • Slant 30.12.2017 14:55
    Highlight Highlight Hierbei ging es um das sogennate "SWATting". Dabei wird aus Rache einem ein SWAT-Team nach Hause geschickt.


    Der Einsatz bei diesem CoD-Match war übrigens $1.50

    Quelle: https://umggaming.com/m/4179723
  • Joe Smith 30.12.2017 14:54
    Highlight Highlight Nein. Der Grund für den Tod des Mannes ist die Schiesswut in den USA im allgemeinen und der US-Polizei im besonderen. Nichts anderes.
    • Midnight 30.12.2017 15:14
      Highlight Highlight DANKE! Wollte grad dasselbe sagen. Unschuldige erschiessen gehört in den USA ja mittlerweile zur Tagesordnung wie mir scheint...

      Früher gab es noch Gerichte, oder hat die Trump mittlerweile auch abgeschafft?
    • Slant 30.12.2017 16:35
      Highlight Highlight Wenn nicht so viele Amis bis auf die Zähne bewaffnet wären, müssten die Polizisten auch nicht gleich bei der "geringsten" "falschen" Bewegung ihr Magazin leeren.
    • Midnight 31.12.2017 15:15
      Highlight Highlight @Slant Es gibt auch nicht-tödliche Wege einen Angreifer zu stoppen. Das verschweigt die NRA aber - es könnte ja in einem Rückgang der Waffenverkäufe enden... 😮
  • Karl Müller 30.12.2017 14:51
    Highlight Highlight "Wegen der Handlungen eines Spassvogels haben wir ein unschuldiges Opfer"

    Genau. Weil wenn da eine echte Geiselnahme gewesen wäre, dann wäre es ja total in Ordnung gewesen, einfach mal so auf den ersten dahergelaufenen Unbewaffneten zu ballern.
  • logisch 30.12.2017 14:47
    Highlight Highlight Fakeanruf hin oder her. So etwas darf der Polizei nicht passieren. Der strafbare Polizist muss zur Rechenschaft gezogen werden.
  • SusiBlue 30.12.2017 14:41
    Highlight Highlight Naja, das scheint aber doch irgendwie komisch eskaliert zu sein... das lässt sich doch im Normalfall mit klingelt an der Tür und nachfragen klären, ohne dass gleich rumgeballert werden muss?!
    • BigE 30.12.2017 15:39
      Highlight Highlight Bei einer vermuteten Geisellage? 🤨
    • Saraina 31.12.2017 00:13
      Highlight Highlight Etwas subtiler als klingeln und auf den Ersten, der vor die Tür tritt ballern, dürfte schon ermittelt werden. Auch bei einer vermuteten Geisellage.
  • Schläfer 30.12.2017 14:39
    Highlight Highlight Erklärt immer noch nicht warum die Polizei den Mann erschossen hat?
  • lucasm 30.12.2017 14:38
    Highlight Highlight Ist aber immernoch keine erklärung dafür, dass die polizei den typen einfach mal erschiessen muss.
  • Pius C. Bünzli 30.12.2017 14:32
    Highlight Highlight Na klar die Schuld an dem Mord trägt der Anrufer und nicht der Polizist der das unbewaffnete Opfer aus dem Hinterhalt über den Haufen geschossen hat...
  • Nonvemberbal 30.12.2017 14:30
    Highlight Highlight Und warum wurde er jetzt erschossen?
    Erst schiessen und dann Fragen stellen?
  • Ratchet 30.12.2017 14:17
    Highlight Highlight Lächerlich wie hier dem Gamer die Schuld zugeschoben wird. Der Streich war klar dumm, aber der einzige Irrsinn in dieser Geschichte, ist, dass die Polizei einen völlig unschuldigen Mann allein wegen eines Anrufs erschiesst. Streiche, Missverständnisse und Fehler bei Adresse nkönnen immer passieren. Da ist es doch die Aufgabe der Polizei, die Lage zu abchecken. Man könnte meinen, die 911 wäre die Nummer von einen Auftragskiller.

7-Jähriger liefert sich Tanz-Battle mit Polizisten

Ein ziemlich cooles Tanz-Battle lieferten sich kürzlich der 7-jährige Jayden und ein Polizist aus Denver.

Der Junge wollte eigentlich nur ein Bild des Motorrads machen, doch der Polizist fordert den Jungen kurzerhand zu einem Battle heraus. Der Vater des 7-Jährigen filmte dabei mit seinem Handy – und stellte den unterhaltsamen Tanzwettbewerb darauf ins Netz. Das war begeistert – von den Tanzkünsten Jaydens und natürlich auch jenen des Polizisten.

(ohe)

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