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Weil sie schweigt: Ex-Wikileaks-Informantin Chelsea Manning ist wieder in Haft



Die ehemalige Wikileaks-Informantin Chelsea Manning ist am Donnerstag erneut inhaftiert worden. Manning sei wegen Missachtung des Gerichts in Alexandria im US-Bundesstaat Virginia in Gewahrsam genommen worden, sagte ein Sprecher ihres Anwaltteams.

Former Army intelligence analyst Chelsea Manning speaks with reporters, after arriving at the federal courthouse in Alexandria, Va., Thursday, May 16, 2019. Manning spoke about the federal court’s continued attempts to compel her to testify in front of a grand jury. (AP Photo/Cliff Owen)

Chelsea Manning am Donnerstag vor dem Gericht in Alexandria. Bild: AP/FR170079 AP

Die Whistleblowerin hatte sich zuvor erneut geweigert, zum Fall von Wikileaks-Gründe Julian Assange auszusagen. Manning war Anfang März in Beugehaft genommen worden, weil sie sich weigerte, vor der Grand Jury eines Gerichts in Virginia auszusagen. Die Grand Jury – ein mit weitreichenden Ermittlungsvollmachten ausgestattetes Geschworenengremium – war mit dem Fall Assange befasst.

Die «Washington Post» berichtete, der Richter Anthony Trenga habe eine Geldstrafe von 500 Dollar pro Tag gegen Manning verhängt, falls sie nicht binnen 30 Tagen aussage. Nach 60 Tagen solle sich die Strafe auf 1000 Dollar pro Tag erhöhen. Die Zeitung zitierte Manning mit dem Satz: «Ich würde lieber verhungern, als meine Meinung in dieser Hinsicht zu ändern.»

Gnadenerlass von Obama

Die Enthüllungsplattform Wikileaks hatte 2010 und 2011 hunderttausende geheime US-Militärdokumente über die Kriege im Irak und in Afghanistan sowie vertrauliche Diplomatendepeschen veröffentlicht. Quelle war die vor einer Geschlechtsumwandlung damals noch als Soldat Bradley Manning lebende Manning, die das Material von Militärrechnern herunterlud und Wikileaks zuspielte.

Manning wurde 2010 festgenommen und im August 2013 wegen Spionage zu 35 Jahren Gefängnis verurteilt. Durch einen Gnadenerlass des damaligen US-Präsidenten Barack Obama kam Manning 2017 vorzeitig frei.

FILE - In this Wednesday May 1, 2019 file photo, buildings are reflected in the window as WikiLeaks founder Julian Assange is taken from court, where he appeared on charges of jumping British bail seven years ago, in London. Swedish prosecutors plan to decide whether they will reopen a rape case against WikiLeaks founder Julian Assange. (AP Photo/Matt Dunham)

Julian Assange nach einem Auftritt vor Gericht am 1. May 2019. Bild: AP/AP

Wikileaks-Gründer Assange war am 11. April in London festgenommen worden, nachdem Ecuador dem Australier das politische Asyl in seiner Botschaft entzogen hatte. Ein britisches Gericht verurteilte den 47-Jährigen zu 50 Wochen Gefängnis, weil er mit seiner Flucht in die Botschaft von Ecuador vor sieben Jahren gegen Kautionsauflagen verstossen und sich der britischen Justiz entzogen hatte.

Assange ist in den USA wegen Verschwörung zur Attacke auf Regierungscomputer angeklagt. (sda/afp)

Berühmte Whistleblower und ihre Enthüllungen

Julian Assange in der Botschaft Ecuadors festgenommen

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    Alle Leser-Kommentare
  • NotWhatYouExpect 17.05.2019 08:21
    Highlight Highlight Unglaublich!

    Ich hoffe Sie hält durch und kriegt am schluss Schadenersatz für das Wie man Sie behandelt!
    • Angelo C. 17.05.2019 08:55
      Highlight Highlight Man behandelt sie (oder ihn) als ehemaligen Soldaten wie man Landesverräter gemeinhin behandelt ...
  • Oigen 17.05.2019 07:22
    Highlight Highlight schon geil wenn man vom staat erpresst wird.

    "ey komm sag aus sonnst gibts 500$/tag busse... und wenn das nichts hilft gibts 1000$/tag busse..."

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