DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
In China werden wieder mehr iPhones verkauft.
In China werden wieder mehr iPhones verkauft.
Bild: EPA/AAP

Apple verkauft wieder mehr iPhones in China – trotzdem sackt der Gewinn ab

01.05.2019, 01:12

Apple sieht nach rekordhohen Umsatzeinbussen beim iPhone Licht am Ende des Tunnels. Vor allem für den wichtigen Markt in China zeigte sich Firmenchef Tim Cook am Dienstag bei der Veröffentlichung der Quartalszahlen zuversichtlich.

«Die iPhone-Verkäufe haben in den vergangenen Wochen des zweiten Quartals an Fahrt gewonnen, und das haben wir auch in China gesehen», sagte er in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Reuters. Dies und die starke Nachfrage nach anderen Produkten wie etwa der Apple Watch stimme den Konzern zuversichtlich, dass es wieder etwas bergauf gehe.

In China hatte der Smartphone-Hersteller kürzlich die Preise für iPhones gesenkt. Apple-Aktien stiegen nach Börsenschluss an der Wall Street um fünf Prozent. Zudem schüttet der iPhone-Konzern über einen Aktienrückkauf weitere 75 Milliarden Dollar an Anleger aus, was zur Freude an den Kapitalmärkten beigetragen haben dürfte. Auch die Prognose für das laufende Quartal fiel höher aus als von Analysten erwartet worden war.

Konzernchef optimistisch

Cook hatte Anfang des Jahres für Anleger völlig unerwartet einräumen müssen, dass Apple die Stärke der Abwärtsbewegung in China unterschätzt habe. Vor allem der seit rund einem Jahr schwelende Handelsstreit zwischen der Volksrepublik und den USA hinterliess Spuren in der chinesischen Wirtschaft. Für Apple ist China ein wichtiger Markt, rund ein Fünftel der Erlöse erzielte das kalifornische Unternehmen dort zuletzt. Cook zeigte sich optimistisch, dass die Regierungen in Washington und Peking bald eine Einigung erzielen. Die Beziehungen und die Tonlage zwischen den Ländern hätten sich im Vergleich zum vorherigen Quartal verbessert. «Alles in allem hat uns das geholfen.»

Im zweiten Geschäftsquartal brachen die mit dem iPhone erzielten Umsätze konzernweit um 17 Prozent auf 31.05 Milliarden Dollar ein, wie Apple weiter mitteilte. Das war der stärkste Rückgang seit der Einführung des Smartphones vor gut zehn Jahren. Dafür lief es bei Produkten wie der Apple Watch besser als erwartet. Apple nennt allerdings keine Stückzahlen verkaufter Geräte mehr.

Beachtlicher Gewinnrückgang

Der Konzernumsatz ging im zweiten Quartal insgesamt um fünf Prozent auf 58 Milliarden Dollar zurück. Der Gewinn fiel um knapp 16 Prozent auf 11.6 Milliarden Dollar. Analysten hatten jedoch mit noch stärkeren Einbussen gerechnet. Für das laufende dritte Quartal stellte Apple Umsätze zwischen 52.5 Milliarden und 54.5 Milliarden Dollar in Aussicht und damit mehr als von Experten erwartet.

Um vom iPhone unabhängiger zu werden, wollen die Amerikaner andere Sparten aufbauen wie etwa einen Streamingdienst für Filme und Serien, neue Spiele- und Nachrichtenangebote sowie eine Kreditkarte. Analysten sind allerdings skeptisch, ob dem Smartphone-Pionier damit der grosse Wurf gelingt. In den USA dominieren Rivalen wie Netflix und Amazon den Markt für das Abspielen von Filmen, Serien und Musik.

Der Apple-Konkurrent Samsung Electronics hatte am Dienstag noch deutlichere Gewinneinbussen verkünden müssen: Der Gewinn in den ersten drei Monaten 2019 sank im Vergleich zum Vorjahresquartal um knapp 57 Prozent auf umgerechnet rund vier Milliarden Franken. (sda/reu/afp/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

So schützt man iPhone und Co. vor Langfingern

1 / 13
So schützt man iPhone und Co. vor Langfingern
quelle: ap / ng han guan
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Jimmy Kimmel bis Arya Stark: Die Reaktionen auf das iPhone X

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Analyse

Threema ist das neue WhatsApp – und schlägt die Konkurrenz um Längen

Wer hätte gedacht, dass die weltbeste Messenger-App nicht aus dem Silicon Valley kommen würde, sondern vom Zürichsee. Eine persönliche Analyse.

Seit acht Jahren befasse ich mich mit dem sicheren Schweizer Messenger Threema. Den ersten Artikel dazu publizierte ich im Dezember 2012. Titel: «Die Schweizer Antwort auf WhatsApp». Die damalige erste App gab's nur fürs iPhone, und sie war zum Start gratis. Im Interview versprach der Entwickler, Manuel Kasper, die baldige Veröffentlichung einer von vielen Usern geforderten Android-Version. Und:

Er hielt Wort. Im Gegensatz zu WhatsApp.

Einige dürften sich erinnern, dass es ein gleiches …

Artikel lesen
Link zum Artikel