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President Donald Trump waves before walking up the steps of Air Force One at Andrews Air Force Base in Md., Monday, June 25, 2018. Trump is traveling to West Columbia, S.C., to campaign for Republican Gov. Henry McMaster, returning the favor after McMaster provided Trump with an early endorsement in his presidential campaign. (AP Photo/Susan Walsh)

Das dürfte Donald Trump freuen: Das Einreiseverbot für Bürger aus muslimischen Ländern ist gemäss Supreme Court legal. Bild: AP/AP

Trumps Einreiseverbot ist legal – sagt das höchste US-Gericht



Als Donald Trump sein erstes Einreiseverbot verhängte, war das Entsetzen weltweit gross. Die Gegner lieferten sich einen zähen Rechtsstreit mit dem US-Präsidenten. Nun gibt es ein letztinstanzliches Urteil.

Im Streit um das jüngste Einreiseverbot von US-Präsident Donald Trump für Menschen aus mehreren islamischen Ländern hat sich der Oberste Gerichtshof der USA auf die Seite der Regierung gestellt. Die am Dienstag veröffentlichte Urteilsbegründung fiel mit fünf zu vier Stimmen denkbar knapp aus.

In dem Fall ging es um die jüngste Form der Visasperren, die die Regierung im vergangenen September erlassen hatte. Betroffen davon sind Menschen aus dem Iran, Libyen, Somalia, Syrien und dem Jemen.

Weltweites Entsetzen

Das erste Einreiseverbot für Menschen aus mehreren überwiegend muslimisch geprägten Ländern hatte Trump nur eine Woche nach seinem Amtsantritt am 20. Januar 2017 verhängt und damit weltweit Entsetzen ausgelöst.

Es kam zu Chaos an etlichen Flughäfen und massiven Protesten. Ein Bundesrichter stoppte Trumps Erlass schliesslich vorläufig. In den folgenden Monaten sollte es zu einer zähen juristischen Auseinandersetzung kommen. Trumps Regierung überarbeitete das Einreiseverbot mehrfach – immer wieder legten Gerichte die verschiedenen Versionen aber auf Eis.

Im vergangenen Dezember liess der Supreme Court die jüngste Form der Visasperren aus dem September schliesslich in Kraft treten. Betroffen davon waren neben dem Iran, Libyen, Somalia, Syrien und dem Jemen auch der Tschad.

Trumps Regierung hatte argumentiert, diese Länder genügten den Anforderungen der USA für ausreichende Sicherheitsüberprüfungen von Visa-Antragstellern und Informationsaustausch nicht. Der Tschad wurde später wieder von der Liste gestrichen. Beschränkungen gibt es zudem für Nordkorea und Venezuela.

Verfassungsmässigkeit bezweifelt

In dem Fall vor dem Supreme Court standen sich auf der einen Seite Trumps Regierung und auf der anderen der Bundesstaat Hawaii sowie weitere Kläger gegenüber.

Die Gegner bezweifelten die Verfassungsmässigkeit von Trumps Massnahme und warfen ihm vor, seine Kompetenzen überschritten zu haben. Sie verwiesen zudem auf anti-muslimische Äusserungen des Wahlkämpfers Trump, der «eine komplette Blockade der USA für Muslime» gefordert hatte, und argumentierten, er diskriminiere Menschen aufgrund ihrer Religion.

Die Regierung hingegen erklärte, dass der Präsident weitgehende Befugnisse bei der Einwanderungspolitik habe und dass das überarbeitete Einreiseverbot angemessen und legal sei. Sie erklärte, es beziehe sich auf die nationale Sicherheit, nicht auf Religion. (cma/sda/dpa)

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