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Nach Trump-Enthüllungen: US-Justizministerium ermittelt gegen John Bolton



epa08504046 Former National Security Advisor John Bolton's new book about the Trump White House 'The Room Where It Happened: A White House Memoir' on sale the first day of its release at a Barnes & Noble bookstore in Alexandria, Virginia, USA, 23 June 2020. In the book, which has generated much consternation at the White House, Bolton claims, among other things, that US President Donald J. Trump asked China for help to win the 2020 elections, and that he didn't know the United Kingdom is a nuclear power. A fedral court on 20 June turned down a request from the Trump administration to stop the book from being published.  EPA/JIM LO SCALZO

John Boltons Buch sorgte für viel Aufsehen. Bild: keystone

Rund drei Monate nach dem Erscheinen eines Enthüllungsbuchs über US-Präsident Donald Trump ermittelt das US-Justizministerium Medienberichten zufolge gegen den früheren Nationalen Sicherheitsberater John Bolton.

Wie mehrere US-Medien am Dienstagabend (Ortszeit) übereinstimmend auf ungenannte Quellen berichteten, soll eine strafrechtliche Untersuchung Aufschluss verschaffen, ob Bolton mit seinem Buch geheime Informationen preisgegeben hat.

Eine Grand Jury hat demnach den Verlag Simon & Schuster sowie Boltons Agenten unter Strafandrohung angewiesen, Unterlagen zu deren Kommunikation mit dem 71-Jährigen auszuhändigen. Bolton bestritt über seinen Anwalt, «im Zusammenhang mit der Veröffentlichung seines Buches unangemessen, geschweige denn kriminell gehandelt» zu haben. Er werde bei offiziellen Ermittlungen uneingeschränkt kooperieren.

Trump hatte seinen engen Vertrauten Bolton im September vergangenen Jahres als Sicherheitsberater geschasst - wegen Meinungsverschiedenheiten. Bolton kündigte bereits damals an, er werde zu gegebener Zeit seine Sicht auf die Dinge darlegen.

epa08498486 (FILE) - US President Donald Trump (L) arrives with US National Security Advisor John Bolton (R) during the 73rd session of the General Assembly of the United Nations at United Nations Headquarters in New York, New York, USA, 24 September 2018 (reissued 20 June 2020). According to media reports, the US government wants to prevent publication of a book by Bolton, arguing that national security is at risk. A US judge allows the release of ex-Trump aide Bolton's book, as reported on 20 June 2020.  EPA/JUSTIN LANE *** Local Caption *** 54649310

John Bolton mit seinem Ex-Chef. Bild: keystone

Das Buch mit dem Titel «The Room Where It Happened» (auf Deutsch: «Der Raum, in dem alles geschah») erschien Ende Juni in den USA. Es enthält explosive Vorwürfe gegen Trump. Bolton beschreibt den Präsidenten als einen Politiker, der seine eigenen Interessen über die des Landes stellt. Unter anderem soll Trump den chinesischen Präsidenten Xi Jinping um Hilfe für seine Wiederwahl im November gebeten haben. Trump nannte das Buch eine «Zusammenstellung von Lügen und erfundenen Geschichten» und kündigte an, Bolton werde «einen sehr hohen Preis» für die Veröffentlichung bezahlen.

Ein Bundesgericht in Washington hatte im Juni den Antrag einer einstweiligen Verfügung abgelehnt, mit der die Trump-Regierung die Veröffentlichung des Buches wegen darin enthaltener Geheiminformationen in letzter Minute stoppen wollte. Die Regierung warf Bolton damals vor, den vorgeschriebenen Weg der Freigabe durch das Weisse Haus nicht durchlaufen zu haben. (aeg/sda/dpa)

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Trump und Bolton - eine Feindschaft in Bildern

John Boltons Notiz sorgt für Spekulationen

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    Alle Leser-Kommentare
  • Hierundjetzt 16.09.2020 15:30
    Highlight Highlight Ganz wichtig: Nicht gegen Straftäter (Trömp) sondern gegen den Whistleblower. Justiz wie im Zirkus.
  • swisskiss 16.09.2020 15:26
    Highlight Highlight Politisch motiviertes Ablenkungsmanöver. Wenn wirklich Dinge in disem Buch stehen würden, die die nationale Sicherheit gefährden, oder Bolton sich strafbar macht mit der Veröffentlichung von als geheim klassifizierten Dokumenten, wäre dieses Buch in dieser Form nicht veröffentlich worden. Schon der Verlag hat dies geprüft mit eigenen Anwälten, um sich nicht selbst strafbar zu machen. Auch vor Gericht konnten Trumps Anwälte diesen Fakt nicht beweisen und darum wurde das Buch auch nicht gestoppt. Wieder so ein politisch motivierter Zug des Justizministers Barr für sein Herrchen.
  • Bambusbjörn aka Planet Escoria 16.09.2020 14:05
    Highlight Highlight Tja, und mal wieder schickt Trump seinen Schosshund los.
    Brauchts echt noch mehr Beweise, dass Trump eine Autokratie, respektive Diktatur will?
  • [CH-Bürger] 16.09.2020 14:05
    Highlight Highlight eigentlich steht in diesem Buch ja nur, was alle schon vermutet haben und die Trumpisten stets verleugnen...

    Also eigentlich ein Sachbuch...? 😂
  • T13 16.09.2020 13:28
    Highlight Highlight Na was denn nun?
    Ist doch laut Trump und Co. alles gelogen wie können das dann geheime Informationen sein?





    🤫 Streisand effect
  • Emil Eugster 16.09.2020 12:59
    Highlight Highlight Entweder ist wie Trump es sagt alles eine Lüge und dann keine Geheimnisverletzung oder es ist wie Trump es sagt eine Geheimnisverletzung und damit wahr, womit Trump selber gesteht ein Landesverräter zu sein.
  • Marat 16.09.2020 12:54
    Highlight Highlight Ja was nun? Eine “Zusammenstellung von Lügen und erfundenen Geschichten“ oder eine Amtsgeheimnisverletzung?
  • Peter Vogel 16.09.2020 12:42
    Highlight Highlight Der Beste Ausgang wäre wenn Bolton UND Trump in den Knast wandern würden. Man darf noch hoffen.
  • De-Saint-Ex 16.09.2020 12:28
    Highlight Highlight dass es einem Bolton an den Kragen geht, würde mich nicht stören... dafür hingegen schon.
    • Tir 16.09.2020 18:13
      Highlight Highlight Am besten Bolton und Trump in die gleiche Gefängniszelle einschliessen.
  • Thomas Melone (1) 16.09.2020 12:20
    Highlight Highlight Einer, der nachweislich bereits über 3000 mal gelogen hat, nennt Boltons Buch eine «Zusammenstellung von Lügen und erfundenen Geschichten». Da müsste er doch eigentlich das Buch lieben.
  • smartash 16.09.2020 12:08
    Highlight Highlight Das Buch als fake abtun, behaupten Bolton sei bloss ein Lügner und ihm aber gleichzeitig vorwerfen, er hätte geheime Infos ausgeplaudert

    Moll... Genau mein Humor 🤣🤣

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