International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Doping-Skandal weitet sich aus: Russland droht auch an Paralympics der Ausschluss



Russlands Sport droht wegen des systematischen Dopings auch der Ausschluss von den Paralympics in Rio. Das Internationale Paralympics-Komitee IPC beschloss in einer Telefonkonferenz seines Verwaltungsrates die Eröffnung eines Ausschlussverfahrens. Als Grundlage wurden die Erkenntnisse des McLaren-Reports vom letzten Montag sowie weitere Informationen des Chefermittlers der Welt-Antidoping-Agentur WADA, Richard McLaren, genannt.

epa03374426 A spectator cheers fireworks going off over the Olympic Stadium during the opening ceremony of the London 2012 Paralympic Games, London, Britain, 29 August 2012.  EPA/TAL COHEN

Auch die Teilnahme an den diesjährigen Paralympics steht für Russland auf dem Spiel.  Bild: EPA

Der Entscheid, ob Russland bei den Paralympics teilnehmen darf, soll in der Woche ab dem 1. August bekannt gegeben werden. Anschliessend besteht eine Einsprachefrist von 21 Tagen.

«Unvorstellbarer Umfang»

Das IPC hat von McLaren die Namen von 35 Sportlern erhalten, die in Verbindung mit verschwundenen positiven Dopingproben aus dem Moskauer Kontrolllabor stehen sollen. Zudem hat das IPC 19 Dopingproben von den Winter-Paralympics 2014 in Sotschi zur Nachkontrolle geschickt, die im Verdacht stehen, damals ausgetauscht worden zu sein.

«Der Report hat einen unvorstellbaren Umfang an institutionellem Doping im russischen Sport aufgedeckt, das auf dem höchsten Level gesteuert wurde. McLarens Erkenntnisse sind eine ernsthafte Besorgnis für alle, die sich einem sauberen und ehrlichen Sport verpflichtet fühlen», sagte IPC-Präsident Philip Craven.

Nach dem vom internationalen Sportgerichtshof CAS in Lausanne bestätigten Ausschluss russischer Leichtathleten von den Sommerspielen will das IOC noch in dieser Woche über einen Komplettausschluss entscheiden. (tat/sda)

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

«Kaukasus 2020»: Russland beginnt das grösste Militärmanöver des Jahres

Russland hat im Kaukasus seine Armee für das grösste Militärmanöver in diesem Jahr in Stellung gebracht. An der bis Samstag angesetzten internationalen Übung beteiligen sich maximal 12'900 Soldaten unter anderem aus China, Pakistan, Belarus (Weissrussland), Armenien und Myanmar.

An dem Manöver «Kaukasus 2020» unter Leitung des russischen Generalstabs beteiligen sich rund 80'000 Menschen. «Die Übung trägt keinen aggressiven Charakter», sagte Russlands Vize-Verteidigungsminister Nikolai …

Artikel lesen
Link zum Artikel