«El Jardinero»: Kartell-Boss in Mexiko festgenommen
Mexikanische Spezialkräfte haben einen der mutmasslichen Anführer des Drogenkartells Jalisco Nueva Generación (CJNG) festgenommen. Audias Flores, bekannt als «El Jardinero», wurde im Bundesstaat Nayarit verhaftet. Das bestätigte der mexikanische Sicherheitsminister Omar García Harfuch am Montag auf der Plattform X.
Gegen Flores liege in Mexiko ein Haftbefehl vor. Auch die US-Behörden verlangten die Auslieferung des «Gärtners», wie sich der Spitzname «El Jardinero» ins Deutsche übersetzen lässt. Die USA hatten sogar ein Kopfgeld von fünf Millionen Dollar für seine Ergreifung ausgesetzt.
Flores soll weite Teile des CJNG-Gebiets entlang der mexikanischen Pazifikküste kontrolliert haben. Er galt als möglicher Nachfolger von Kartell-Chef Nemesio Oseguera Cervantes, genannt «El Mencho», der Ende Februar bei einem Militäreinsatz getötet wurde. Für dessen Ergreifung hatten die USA einst sogar 15 Millionen Dollar Belohnung ausgesetzt.
Kartell stürzt Mexiko in Gewaltspirale
Nach dem Tod von «El Mencho» kam es in weiten Teilen Mexikos zu Vergeltungsaktionen des Kartells. Dutzende Menschen wurden getötet, ausländische Touristen sassen zeitweise in ihren Hotels fest.
Das CJNG gilt als das Verbrechersyndikat mit dem grössten Einflussgebiet in Mexiko. Die US-Regierung stuft es als ausländische Terrororganisation ein. Nach US-Angaben ist das Kartell transnational aufgestellt – mit Verbindungen bis nach China und Australien.
Neben dem Handel mit dem Opioid Fentanyl ist es demnach auch in Erpressung, Menschenschmuggel, Öl- und Mineraliendiebstahl sowie Waffenhandel verwickelt. Gegründet wurde es von «El Mencho». Der Ex-Polizist führte das Kartell mindestens seit 2011. (fwa)

