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Lateinamerika

80 Flusspferde von Pablo Escobar werden in Kolumbien wohl gekeult

Niemand will Escobars Flusspferde – jetzt werden 80 wohl gekeult

14.04.2026, 06:4914.04.2026, 06:49

Nach jahrelangen Diskussionen um das Schicksal der Flusspferde von Drogenbaron Pablo Escobar will die kolumbianische Regierung die Population der invasiven Art in dem südamerikanischen Land deutlich reduzieren. Zunächst sollten etwa 80 Exemplare gekeult werden, kündigte Umweltministerin Irene Vélez Torres an. Alle Bemühungen, die Tiere in Zoos oder Wildparks etwa in Mexiko, Indien oder den Philippinen unterzubringen, seien bislang gescheitert. Das Ministerium arbeite aber weiterhin an Umsiedlungsplänen.

FILE - Hippos float in the lagoon at Hacienda Napoles Park, once the private estate of drug kingpin Pablo Escobar who imported three female hippos and one male decades ago in Puerto Triunfo, Colombia, ...
Pablo Escobars Flusspferden geht es in Kolumbien an den Kragen.Bild: keystone

Schätzungsweise leben derzeit rund 200 Flusspferde in Kolumbien. Ohne Gegenmassnahmen könnte die Population bis ins Jahr 2035 auf 1000 Exemplare steigen. Die Tiere bringen Experten zufolge das lokale Ökosystem aus dem Gleichgewicht und gefährden einheimische Arten wie Manatis und Flussschildkröten. Zudem zerstören sie immer wieder Felder und bringen auch Menschen in Gefahr.

Der kolumbianische Drogenbaron Pablo Escobar schaffte sich einst vier afrikanische Flusspferde für den Tierpark in seinem Luxusanwesen Hacienda Nápoles an. Nachdem der Chef des Medellín-Kartells 1993 von Sicherheitskräften erschossen worden war, verfiel das Anwesen. Die Flusspferde zogen in die umliegenden Wälder, pflanzten sich kräftig fort und breiteten sich immer weiter aus. (dab/sda/dpa)

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