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Ein Jahr nach Anschlag auf Ex-Spion: Salisbury frei von Nervengift



epa07342942 Army officers wearing combat uniforms are seen removing what is believed to be part of the roof at the house of former Russian spy Sergei Skripal in Christie Miller Road in Salisbury, Britain, 04 February 2019.  The work follows a poisoning incident last year on 04 March 2018 when former Russian spy Sergei Skripal and his daughter Yulia became seriously ill after allegedly being exposed to Novichok nerve agent.  EPA/VICKIE FLORES

Bild: EPA/EPA

Ein knappes Jahr nach dem Giftanschlag auf den früheren russischen Doppel-Agenten Sergej Skripal und seine Tochter Julia ist die englische Stadt Salisbury offiziell Nowitschok-frei.

Insgesamt seien zwölf Areale auf Spuren des extrem gefährlichen Nervengifts überprüft und gesäubert worden - zuletzt das Haus des Ex-Spions, berichtete die britische Nachrichtenagentur PA am Freitag.

Das Militär beteiligte sich mit insgesamt 13'000 Arbeitsstunden daran. Die Soldaten brauchten allein mehrere Monate, um das Haus von Sergej Skripal zu dekontaminieren; die Täter sollen das Gift auf eine Türklinke geschmiert haben.

Militärexperten sprachen von der längsten Aktion dieser Art, die jemals in Grossbritannien stattgefunden hat. Schätzungen zufolge waren bis zu 800 Spezialisten im Einsatz. Zu den untersuchten Arealen gehörte unter anderem ein Restaurant, in dem die Skripals am Tag des Anschlags gegessen hatten.

Vater und Tochter sassen am 4. März bewusstlos auf einer Parkbank mitten in der Kleinstadt. Experten wiesen bei den Opfern Nowitschok nach, das einst in der Sowjetunion entwickelt worden war. Den Anschlag sollen Russen verübt haben, die auf freiem Fuss sind. Aus dem Attentat entwickelte sich eine schwere diplomatische Krise.

Die beiden Opfer überlebten und sind inzwischen an einem geheimen Ort. Unklar ist, ob sie unter Spätschäden leiden. Ein Polizist, der als einer der ersten zum Anschlagsort eilte, musste ebenfalls im Spital behandelt werden.

Im vergangenen Juni kam eine Frau in Salisbury durch das Gift ums Leben. Ihr Partner hatte einen Flakon mit Nowitschok gefunden und die Flüssigkeit für Parfüm gehalten. (aeg/sda/dpa)

Russland ist «höchstwahrscheinlich» verantwortlich

Video: srf

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