klar-4°
DE | FR
18
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
International
Russland

Julia Skripal äussert sich erstmals zum Nervengift-Anschlag.

Yulia Skripal poses for the media during an interview in London, Wednesday May 23, 2018. Yulia Skripal says recovery has been slow and painful, in first interview since nerve agent poisoning. (Dylan M ...
«Die Erholung verlief langsam und extrem schmerzhaft.» Julia Skripal spricht über die Nervengift-Attacke.Bild: AP/Reuters Pool

Julia Skripal: «Der Anschlag hat mein Leben auf den Kopf gestellt»

Anfang März wurde der russische Ex-Spion Sergej Skripal und dessen Tochter Julia mutmasslich vergiftet. Nach ihrer Genesung wendet sich Julia nun erstmals an die Medien.
24.05.2018, 01:0724.05.2018, 06:11

Julia Skripal will trotz des Giftanschlages auf sie und ihren Vater nach eigenen Worten eines Tages in ihre Heimat zurückzukehren. In ihrem ersten Medienauftritt seit dem Angriff sagte die 33-Jährige am Mittwoch der Nachrichtenagentur Reuters, sie versuche, mit den verheerenden Veränderungen zurechtzukommen.

«Längerfristig hoffe ich, in mein Land zurückzukehren»
Julia Skripal

Sie wolle dabei helfen, sich um ihren Vater Sergej zu kümmern, bis er sich vollständig erholt habe. «Längerfristig hoffe ich, in mein Land zurückzukehren.»

Yulia Skripal during an interview in London, Wednesday May 23, 2018. Yulia Skripal says recovery has been slow and painful, in first interview since nerve agent poisoning. (Dylan Martinez/Pool via AP)
Julia Skripal beim Interview in London.Bild: AP/Reuters Pool

Der russische Ex-Agent Sergej Skripal und seine Tochter wurden Anfang März in der englischen Stadt Salisbury Opfer des Giftanschlages. Dabei wurden beide schwer verletzt. Grossbritannien macht die russische Regierung für den Anschlag verantwortlich, was diese zurückgewiesen hat.

Erholung von Anschlag war «extrem schmerzhaft»

Julia Skripal äusserte sich nun auf Russisch an einem geheimen Ort in London und gab eine Erklärung ab, die sie auf Russisch und Englisch verfasste. Nach ihrer Erklärung unterschrieb sie beide Dokumente. Sie lehnte es ab, Fragen zu beantworten. Sie hatte Reuters über die britische Polizei kontaktiert.

A detail of a signed, handwritten statement by Yulia Skripal, in London, Wednesday May 23, 2018. Yulia Skripal says recovery has been slow and painful, in first interview since nerve agent poisoning.  ...
Die Erklärung von Julia Skripal.Bild: AP/Reuters Pool

«Wir haben solches Glück, dass wir beide diesen Attentatsversuch überlebt haben», heisst es in ihrer Erklärung. «Unsere Erholung verlief langsam und extrem schmerzhaft.» Die Tatsache, dass der Anschlag mit Nervengift verübt worden sei, sei schockierend. «Mein Leben wurde auf den Kopf gestellt.»

«Wir haben solches Glück, dass wir beide diesen Attentatsversuch überlebt haben»
Julia Skripal

Nach dem Anschlag lag Skripal 20 Tage im Koma. Etwa fünf Wochen nach dem Attentat wurde sie aus dem Krankenhaus entlassen. Sie steht unter dem Schutz des britischen Staats. In den Medien trat sie seit dem Anschlag bislang nicht auf.

Angesprochen auf Skripals Erklärung sagte der russische Präsidialsamtssprecher Dmitri Peskow, er denke, dass Skripal sich unter Zwang äussere. «Wir haben von ihr nichts gesehen oder gehört.» Die russische Botschaft hatte Skripal ihre Unterstützung angeboten. (sda/reu)

Russland ist «höchstwahrscheinlich» verantwortlich

Video: srf
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

18 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
18
Deutliche Steigerung: Volkswagen meldet 22,5 Milliarden Euro Gewinn

Volkswagen hat vorläufigen Zahlen zufolge im vergangenen Jahr einen Gewinn vor Steuern von 22.5 Milliarden Euro verbucht. Das entspräche einer Steigerung von 12.5 Prozent zum Vorjahr.

Zur Story