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Yulia Skripal poses for the media during an interview in London, Wednesday May 23, 2018. Yulia Skripal says recovery has been slow and painful, in first interview since nerve agent poisoning. (Dylan Martinez/Pool via AP)

«Die Erholung verlief langsam und extrem schmerzhaft.» Julia Skripal spricht über die Nervengift-Attacke. Bild: AP/Reuters Pool

Julia Skripal: «Der Anschlag hat mein Leben auf den Kopf gestellt»

Anfang März wurde der russische Ex-Spion Sergej Skripal und dessen Tochter Julia mutmasslich vergiftet. Nach ihrer Genesung wendet sich Julia nun erstmals an die Medien.



Julia Skripal will trotz des Giftanschlages auf sie und ihren Vater nach eigenen Worten eines Tages in ihre Heimat zurückzukehren. In ihrem ersten Medienauftritt seit dem Angriff sagte die 33-Jährige am Mittwoch der Nachrichtenagentur Reuters, sie versuche, mit den verheerenden Veränderungen zurechtzukommen.

«Längerfristig hoffe ich, in mein Land zurückzukehren»

Julia Skripal

Sie wolle dabei helfen, sich um ihren Vater Sergej zu kümmern, bis er sich vollständig erholt habe. «Längerfristig hoffe ich, in mein Land zurückzukehren.»

Yulia Skripal during an interview in London, Wednesday May 23, 2018. Yulia Skripal says recovery has been slow and painful, in first interview since nerve agent poisoning. (Dylan Martinez/Pool via AP)

Julia Skripal beim Interview in London. Bild: AP/Reuters Pool

Der russische Ex-Agent Sergej Skripal und seine Tochter wurden Anfang März in der englischen Stadt Salisbury Opfer des Giftanschlages. Dabei wurden beide schwer verletzt. Grossbritannien macht die russische Regierung für den Anschlag verantwortlich, was diese zurückgewiesen hat.

Erholung von Anschlag war «extrem schmerzhaft»

Julia Skripal äusserte sich nun auf Russisch an einem geheimen Ort in London und gab eine Erklärung ab, die sie auf Russisch und Englisch verfasste. Nach ihrer Erklärung unterschrieb sie beide Dokumente. Sie lehnte es ab, Fragen zu beantworten. Sie hatte Reuters über die britische Polizei kontaktiert.

A detail of a signed, handwritten statement by Yulia Skripal, in London, Wednesday May 23, 2018. Yulia Skripal says recovery has been slow and painful, in first interview since nerve agent poisoning. (Dylan Martinez/Pool via AP)

Die Erklärung von Julia Skripal. Bild: AP/Reuters Pool

«Wir haben solches Glück, dass wir beide diesen Attentatsversuch überlebt haben», heisst es in ihrer Erklärung. «Unsere Erholung verlief langsam und extrem schmerzhaft.» Die Tatsache, dass der Anschlag mit Nervengift verübt worden sei, sei schockierend. «Mein Leben wurde auf den Kopf gestellt.»

«Wir haben solches Glück, dass wir beide diesen Attentatsversuch überlebt haben»

Julia Skripal

Nach dem Anschlag lag Skripal 20 Tage im Koma. Etwa fünf Wochen nach dem Attentat wurde sie aus dem Krankenhaus entlassen. Sie steht unter dem Schutz des britischen Staats. In den Medien trat sie seit dem Anschlag bislang nicht auf.

Angesprochen auf Skripals Erklärung sagte der russische Präsidialsamtssprecher Dmitri Peskow, er denke, dass Skripal sich unter Zwang äussere. «Wir haben von ihr nichts gesehen oder gehört.» Die russische Botschaft hatte Skripal ihre Unterstützung angeboten. (sda/reu)

Russland ist «höchstwahrscheinlich» verantwortlich

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Video: srf

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18
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18Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Factfinder 24.05.2018 21:28
    Highlight Highlight Na das ist aber gutes Timing. Skripal-Exklusiv-Interview und MH-17 Wahrheiten gleichzeitig.
  • smoking gun 24.05.2018 09:19
    Highlight Highlight Wer gerne mehr Infos über diese seltsame Geschichte möchte, hier werden sie geholfen:

    https://www.infosperber.ch/Artikel/Politik/Sergei-Skripal-Nervengift-Nowitschok
    • Toerpe Zwerg 24.05.2018 11:59
      Highlight Highlight Was soll man von einem Artikel halten, der versucht Zweifel zu säen an der Bestimmung des eingesetzten Stoffes durch die Labors der OPCW?
  • Toerpe Zwerg 24.05.2018 06:44
    Highlight Highlight Ohne beschuldigt zu werden baut Russland bereits seine Verteidigungslinie auf, welche sich selbstverständlich einer Verschwörungstheorie bedient ...
    • walsi 24.05.2018 07:03
      Highlight Highlight Hä?! Die englische Regierung hat Russland ganz öffentlich beschuldigt für den Anschlag verantwortlich zu sein. Wie kommst du zu deiner Aussage das Russland nicht beschuldigt wird?
    • The Destiny // Team Telegram 24.05.2018 07:15
      Highlight Highlight "Ohne beschuldigt zu werden baut Russland bereits seine Verteidigungslinie auf"

      ...

      "Grossbritannien macht die russische Regierung für den Anschlag verantwortlich"

      Lies den Artikel.
    • Toerpe Zwerg 24.05.2018 11:55
      Highlight Highlight "Angesprochen auf Skripals Erklärung sagte der russische Präsidialsamtssprecher Dmitri Peskow, er denke, dass Skripal sich unter Zwang äussere."

      Nochmals: Skripal äussert sich offenbar in keiner Weise beschuldigend gegenüber Russland oder gegenüber sonst jemandem. Trotzdem sieht man sich in Russland präventiv bereits gemüssigt, von offizieller Seite ihre Glaubwürdigkeit in Zweifel zu ziehen und eine Verschwörungstheorie aufzubauen.

      Ziemlich vielsagend.
  • walsi 24.05.2018 06:15
    Highlight Highlight Eine vorgefertigte Erklärung abgeben und keine Fragen beantworten. Das stinkt doch bis zum Himmel. Dennoch wird das von den Journalisten ohne zu hinterfragen akzeptiert und veröffentlicht. Ich dachte immer Journalismus bedeutet der Sache auf den Grund zu gehen, nachzufragen und nicht einfach die vorgefertigten Meldungen zu veröffentlichen. Dazu braucht es im Jahre 2018 keine Journalisten mehr, da reicht ein Newsticker im Internet.
    • N. Y. P. D. 24.05.2018 06:58
      Highlight Highlight Äh ?

      Wer kommt Deiner Meinung nach in Frage, diese zwei Menschen mit Nervengift zu ermorden ?

      Die Schweiz und Deutschland sicher mal nicht.

      Peru und die Mongolei vermutlich auch nicht.

      Wer also kommt in Frage ?
    • Erba 24.05.2018 07:29
      Highlight Highlight Aha. Und Sie wissen genau, dass die Mitteilung vorgefasst ist. Das nenn ich seriöses Recherchieren
    • Jein 24.05.2018 07:31
      Highlight Highlight Die Frau hat vor wenigen Wochen einen Anschlag überlebt und steht unter Polizeischutz, da kann man wohl nachvollziehen dass sie keine grossangelegte Pressekonferenz annimmt. Apropos ohne Hinterfragen etwas akzeptieren, was hat dich denn von der russischen Position überzeugt das hier was stinkt?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Hugo Wottaupott 24.05.2018 06:10
    Highlight Highlight Der Grund: Infos über nicht irdische Konstrukte auf russischem Territorium.
    • The Destiny // Team Telegram 24.05.2018 07:12
      Highlight Highlight Haben die Russen das Stargate?
    • Hugo Wottaupott 24.05.2018 08:51
      Highlight Highlight Interessante Schlussfolgerung deinerseits.

Diese Atomlager bedrohen Millionen Menschen und die Umwelt

Egal ob in Russland, den USA, im Pazifik oder im Atlantik: Überall wird Atommüll gelagert. Es gibt jedoch bis heute kein einziges Endlager für hochradioaktive Abfälle. Weltweit. Viel schlimmer noch: Viele dieser provisorischen Stätten sind tickende Zeitbomben für Mensch und Umwelt.

Früher machte man es sich einfach. Nuklearer Abfall wurde verbuddelt, in Seen geworfen oder im Meer versenkt. Klappe zu, Affe tot.

Die Devise war klar: Bloss weg mit dem Atommüll. Doch wohin? Jedes mögliche Lager stösst verständlicherweise immer, zumindest in dicht besiedelten Ländern wie der Schweiz oder Deutschland, auf massiven Widerstand der Bevölkerung. Wer will schon neben einem atomaren Endlager wohnen?

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